SCRUTATIO

Mercoledi, 9 settembre 2026 - Natività Beata Vergine Maria ( Letture di oggi)

Jó 15


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NOVA VULGATAMenge Bibel
1 Respondens autem Eliphaz Themanites dixit:
1 Da nahm Eliphas von Theman das Wort und sagte:
2 “ Numquid sapiens respondebit sapientia ventosa
et implebit vento urente stomachum suum?
2 »Wird wohl ein Weiser windiges Wissen als Antwort vortragen und seine Lunge mit (bloßem) Ostwind blähen,
3 Arguens verbis, quae nihil prosunt,
et sententiis, quae nihil iuvant?
3 um sich mit Reden zu verantworten, die nichts taugen, und mit Worten, durch die er nichts nützt?
4 Tu autem pietatem dissolvis
et detrahis meditationi coram Deo.
4 Dazu vernichtest du die fromme Scheu und tust der Andachtsstille Abbruch, die Gott gebührt;
5 Docet enim iniquitas tua os tuum,
et assumis linguam callidorum.
5 denn dein Schuldbewußtsein macht deinen Mund beredt, und du wählst die Sprache der Verschmitzten.
6 Condemnabit te os tuum et non ego,
et labia tua respondebunt tibi.
6 Dein eigener Mund verurteilt dich, nicht ich, und deine eigenen Lippen zeugen gegen dich.
7 Numquid primus homo tu natus es
et ante colles formatus?
7 Bist du etwa als erster der Menschen geboren und noch vor den Bergen auf die Welt gekommen?
8 Numquid consilium Dei audisti
et tibi attrahis sapientiam?
8 Hast du im Rate (= in der Ratssitzung) Gottes als Zuhörer gelauscht und dort die Weisheit an dich gerissen?
9 Quid nosti, quod nos ignoremus?
Quid intellegis, quod nos nesciamus?
9 Was weißt du denn, das wir nicht auch wüßten? was verstehst du, das uns nicht auch bekannt wäre?
10 Et senes et antiqui sunt inter nos,
multo vetustiores quam pater tuus.
10 Auch unter uns sind Ergraute, sind Weißköpfe, reicher noch als dein Vater an Lebenstagen.
11 Numquid parum tibi sunt consolationes Dei?
Et verbum lene tecum factum?
11 Sind dir die Tröstungen Gottes minderwertig, und gilt ein Wort der Sanftmut nichts bei dir?
12 Quid te elevat cor tuum,
et cur attonitos habes oculos?
12 Was reißt deine Leidenschaft dich fort, und was rollen (oder: zwinkern) deine Augen,
13 Quid vertis contra Deum spiritum tuum
et profers de ore tuo huiuscemodi sermones?
13 daß du gegen Gott deine Wut richtest und (solche) Reden deinem Munde entfahren läßt?
14 Quid est homo, ut immaculatus sit,
et ut iustus appareat natus de muliere?
14 Was ist der Mensch, daß er rein sein könnte, und der vom Weibe Geborene, daß er als gerecht dastände?
15 Ecce, sanctis suis non fidit,
et caeli non sunt mundi in conspectu eius;
15 Bedenke doch: selbst seinen heiligen (Engeln) traut er nicht, und nicht einmal der Himmel ist rein in seinen Augen:
16 quanto magis abominabilis et corruptus homo,
qui bibit quasi aquam iniquitatem.
16 geschweige denn der Abscheuliche und Entartete, der Mensch, dem Unrechttun wie Wassertrinken ist!«
17 Ostendam tibi, audi me;
quod vidi, narrabo tibi,
17 »Ich will dich unterweisen: höre mir zu; und was ich gesehen habe, will ich berichten,
18 quod sapientes confitentur,
et non celaverunt eos patres eorum:
18 was die Weisen von ihren Vätern überkommen und ohne Hehl verkündigt haben –
19 quibus solis data est terra,
et non transivit alienus per eos.
19 ihnen war noch allein das Land übergeben, und noch kein Fremder war unter ihnen umhergezogen –:
20 Cunctis diebus suis impius cruciatur,
et numerus annorum incertus est tyranno.
20 ›Sein ganzes Leben lang muß der Frevler sich ängstigen, und zwar alle die Jahre hindurch, die dem Gewalttätigen beschieden sind.
21 Sonitus terroris semper in auribus illius,
quasi, cum pax sit, vastator irruat in eum.
21 Schreckensrufe dringen ihm laut ins Ohr; mitten im ruhigen Glück überfällt ihn der Verderber;
22 Non credit quod reverti possit de tenebris,
cum sit destinatus gladio.
22 er hegt keine Zuversicht, aus der Finsternis wieder herauszukommen, und ist (in seiner Angst) für das Schwert ausersehen.
23 Cum se moverit ad quaerendum panem: “Ubinam?”,
novit quod paratus sit in manu eius tenebrarum dies.
23 Er irrt nach Brot umher – wo findet er’s? Er weiß, daß durch ihn (d.h. Gott) der Tag des Verderbens festgesetzt ist.
24 Terrebit eum tribulatio et angustia,
vallabit eum sicut regem, qui praeparatur ad proelium.
24 Angst und Bangigkeit schrecken ihn: sie überwältigen ihn wie ein König, der zum Sturm gerüstet ist.
25 Tetendit enim adversus Deum manum suam,
et contra Omnipotentem roboratus est.
25 Weil er seine Hand gegen Gott erhoben und dem Allmächtigen Trotz geboten hat –
26 Cucurrit adversus eum erecto collo,
spisso scuto armatus.
26 er stürmte gegen ihn an mit emporgerecktem Halse, mit den dichten Buckeln seiner Schilde –
27 Operuit faciem eius crassitudo,
et de lateribus eius arvina dependet.
27 weil er sein Gesicht von Fett hatte strotzen lassen und Schmer an seinen Lenden angesetzt
28 Habitavit in civitatibus desolatis
et in domibus desertis, quae in tumulos sunt redactae.
28 und sich in gebannten Städten angesiedelt hatte, in Häusern, die unbewohnt bleiben sollten, die zu Trümmerhaufen bestimmt waren:
29 Non ditabitur, nec perseverabit substantia eius;
nec mittet in terra radicem suam.
29 so bringt er’s nicht zu Reichtum, und sein Wohlstand hat keinen Bestand, und seine Sichel (oder: Ähre = sein Besitz) neigt sich nicht zur Erde.
30 Non recedet de tenebris;
ramos eius arefaciet flamma,
et auferet ventus florem eius.
30 Er kommt nicht aus der Finsternis heraus; seine Schößlinge versengt die Gluthitze, und er selbst vergeht durch den Zornhauch des Mundes Gottes.
31 Ne credat vanitati errore deceptus,
quia vanitas erit remuneratio eius.
31 Er verlasse sich nicht auf Trug: er täuscht sich nur; denn Trug wird auch das sein, was er durch seinen eigenen (Trug) erzielt:
32 Antequam dies eius impleantur, abscindentur,
et ramus eius non virescet.
32 ehe noch seine Zeit da ist, erfüllt sich sein Geschick, während sein Wipfel noch nicht gegrünt hat.
33 Laedetur quasi vinea in primo flore botrus eius,
et quasi oliva proiciens florem suum.
33 Wie der Weinstock stößt er seine Beeren unreif ab und läßt wie der Ölbaum seine Blüten abfallen.
34 Cangregatio enim impii sterilis,
et ignis devorabit tabernacula eorum, qui munera libenter accipiunt.
34 Denn die Rotte des Frevlers bleibt ohne Frucht, und Feuer verzehrt die Zelte der Bestechung (= der Bestechlichen).
35 Concepit dolorem et peperit iniquitatem,
et venter eius praeparat dolos.
35 Mit Unheil gehen sie schwanger und gebären Frevel, und ihr Inneres (oder: Schoß) bringt nur Selbsttäuschung zutage.‹«