SCRUTATIO

Donnerstag, 16 Juli 2026 - San Bonaventura ( Letture di oggi)

Jesus Sirach 14


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EINHEITSUBERSETZUNG BIBELMenge Bibel
1 Wohl dem Menschen, dem sein eigener Mund keine Vorwürfe macht,
der nicht klagen muss vor Kummer über seine Sünden.
1 Heil dem Manne, der sich nicht mit seinem Munde verfehlt und der nicht gequält wird vom Kummer über seine Sünden!
2 Wohl dem Menschen, der sich nicht selbst tadeln muss
und dessen Hoffnung nicht aufhört.
2 Heil dem, den sein Bewußtsein (oder Gewissen) nicht verurteilt und der seiner Hoffnung nicht verlustig gegangen ist!
3 Einem Engherzigen steht Reichtum nicht an.
Wozu braucht ein Geiziger Gold?
3 Für einen knauserigen Menschen ist der Reichtum nicht gut, und wozu dient das Geld einem mißgünstigen (= geizigen) Menschen?
4 Wer gegen sich selbst geizt, sammelt für einen andern;
in seinen Gütern wird ein Fremder schwelgen.
4 Wer da sammelt und sichs abdarbt, sammelt für andere, und in seinen Gütern werden andere schwelgen (h).
5 Wer sich selbst nichts gönnt, wem kann der Gutes tun?
Er wird seinem eigenen Glück nicht begegnen.
5 Wer gegen sich selbst hartherzig ist, gegen wen sollte der gütig sein? Niemals wird ein solcher seines Geldes froh werden.
6 Keiner ist schlimmer daran als einer, der sich selbst nichts gönnt,
ihn selbst trifft die Strafe für seine Missgunst.
6 Kein Mensch ist bösartiger, als wer sich selbst nichts gönnt, und gerade dies ist der Lohn für seine Schlechtigkeit.
7 Tut er etwas Gutes, dann tut er es aus Versehen
und am Ende zeigt er seine Schlechtigkeit.
7 Tut er wirklich einmal Gutes, so tut er’s aus Vergeßlichkeit (= Versehen), und zuletzt macht er doch seine Schlechtigkeit offenbar.
8 Schlimm ist ein Geizhals,
der sein Gesicht abwendet und die Hungernden verachtet.
8 Schlecht ist der mißgünstig Blickende, der sein Angesicht wegwendet (h) und andere Seelen nicht beachtet.
9 Dem Auge des Toren ist sein Besitz zu klein,
ein geiziges Auge trocknet die Seele aus.
9 Des Habgierigen Auge ist mit seinem Anteil (= Besitz) nicht zufrieden, und seine böse Ungerechtigkeit trocknet ihm die Seele aus.
10 Das Auge des Geizigen hastet nach Speise,
Unruhe herrscht an seinem Tisch. [Ein gütiges Auge mehrt das Brot,
selbst eine schwache Quelle spendet Wasser auf den Tisch.]
10 Ein böses Auge ist neidisch sogar beim Brot und leidet Mangel am eigenen Tisch.
11 Mein Sohn, wenn du imstande bist, pflege dich selbst;
so weit du kannst, lass es dir gut gehen!
11 Mein Sohn, tue dir gütlich nach deinem Vermögen und bringe dem Herrn in gebührender Weise Gaben (= Opfer) dar.
12 Denk daran, dass der Tod nicht säumt
und die Frist bis zur Unterwelt dir unbekannt ist.
12 Bedenke wohl, daß der Tod nicht säumt und daß der Beschluß der Unterwelt dir nicht kundgetan ist.
13 Bevor du stirbst, tu Gutes dem Freund;
beschenk ihn, so viel du vermagst.
13 Bevor du stirbst, tue deinem Freunde Gutes, und nach deinem Vermögen reiche dar und gib ihm.
14 Versag dir nicht das Glück des heutigen Tages;
an der Lust, die dir zusteht, geh nicht vorbei!
14 Laß keinen guten Tag unbenutzt entschwinden und laß deinen Anteil an einem erlaubten Genuß dir nicht verloren gehen;
15 Musst du nicht einem andern deinen Besitz hinterlassen,
den Erben, die das Los werfen über das, was du mühsam erworben hast?
15 mußt du nicht einem andern den Ertrag deiner mühsamen Arbeit hinterlassen und dein sauer Erworbenes der Verteilung durchs Los?
16 Beschenk den Bruder und gönn auch dir etwas;
denn in der Unterwelt ist kein Genuss mehr zu finden.
16 Gib und nimm an und rede dir selbst zu; denn in der Unterwelt kann man keinem Wohlleben nachgehen.
17 Wir alle werden alt wie ein Kleid;
es ist ein ewiges Gesetz: Alles muss sterben.
17 Alles Fleisch (= jedes lebende Geschöpf) wird alt wie ein Gewand; denn von Ewigkeit her besteht das Gesetz: »Du mußt sterben«.
18 Wie sprossende Blätter am grünen Baum
- das eine welkt, das andere wächst nach -, so sind die Geschlechter von Fleisch und Blut:
das eine stirbt, das andere reift heran.
18 Wie die sprossenden Blätter am dichtbelaubten Baume – die einen fallen ab, andere wachsen hervor –: ebenso ist’s mit den Geschlechtern von Fleisch und Blut: das eine stirbt, und ein anderes wird geboren.
19 Alle ihre Werke vermodern,
was ihre Hände schufen, folgt ihnen nach.
19 Jedes seiner Werke vermodert (= ist vergänglich) und nimmt ein Ende, und was seine Hände schaffen, folgt ihm nach (g).
20 Wohl dem Menschen, der nachsinnt über die Weisheit,
der sich bemüht um Einsicht,
20 Heil dem Manne, der über die Weisheit nachsinnt und mit seiner Einsicht überlegt,
21 der seinen Sinn richtet auf ihre Wege
und auf ihre Pfade achtet,
21 der die Wege zu ihr in seinem Herzen erwägt und über ihre Geheimnisse nachdenkt,
22 der ihr nachgeht wie ein Späher
und an ihren Eingängen lauert,
22 indem er ihr nachgeht wie ein Späher und an den Wegen lauert, auf denen sie geht,
23 der durch ihre Fenster schaut
und an ihren Türen horcht,
23 der durch ihre Fenster hineinguckt und an ihren Türen horcht,
24 der sich bei ihrem Haus niederlässt
und seine Zeltstricke an ihrer Mauer befestigt,
24 der ganz nahe bei ihrer Wohnung Rast hält und seinen Zeltpflock in ihre Wände einschlägt,
25 der neben ihr sein Zelt aufstellt
und so eine gute Wohnung hat,
25 sein Zelt aufschlägt ihr zur Seite und so Einkehr hält in guter Herberge,
26 der sein Nest in ihr Laub baut
und in ihren Zweigen die Nacht verbringt,
26 auch sein Nest in ihrem Laubdach baut (g) und unter ihren Zweigen dauernd weilt:
27 der sich in ihrem Schatten vor der Hitze verbirgt
und im Schutz ihres Hauses wohnt.
27 der wird durch sie vor der Sonnenglut beschirmt und herbergt bei ihr in Herrlichkeit (g).