Scrutatio

Lunedi, 29 aprile 2024 - Santa Caterina da Siena ( Letture di oggi)

Klagelieder 3


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EINHEITSUBERSETZUNG BIBELEINHEITSUBERSETZUNG BIBEL
1 Ich bin der Mann, der Leid erlebt hat
durch die Rute seines Grimms.
1 Ich bin der Mann, der Leid erlebt hat
durch die Rute seines Grimms.
2 Er hat mich getrieben und gedrängt
in Finsternis, nicht ins Licht.
2 Er hat mich getrieben und gedrängt
in Finsternis, nicht ins Licht.
3 Täglich von neuem kehrt er die Hand
nur gegen mich.
3 Täglich von neuem kehrt er die Hand
nur gegen mich.
4 Er zehrte aus mein Fleisch und meine Haut,
zerbrach meine Glieder,
4 Er zehrte aus mein Fleisch und meine Haut,
zerbrach meine Glieder,
5 umbaute und umschloss mich
mit Gift und Erschöpfung.
5 umbaute und umschloss mich
mit Gift und Erschöpfung.
6 Im Finstern ließ er mich wohnen
wie längst Verstorbene.
6 Im Finstern ließ er mich wohnen
wie längst Verstorbene.
7 Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt.7 Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt.
8 Wenn ich auch schrie und flehte,
er blieb stumm bei meinem Gebet.
8 Wenn ich auch schrie und flehte,
er blieb stumm bei meinem Gebet.
9 Mit Quadern hat er mir den Weg verriegelt,
meine Pfade irregeleitet.
9 Mit Quadern hat er mir den Weg verriegelt,
meine Pfade irregeleitet.
10 Ein lauernder Bär war er mir,
ein Löwe im Versteck.
10 Ein lauernder Bär war er mir,
ein Löwe im Versteck.
11 Er hat mich vom Weg vertrieben,
mich zerfleischt und zerrissen.
11 Er hat mich vom Weg vertrieben,
mich zerfleischt und zerrissen.
12 Er spannte den Bogen und stellte mich hin
als Ziel für den Pfeil.
12 Er spannte den Bogen und stellte mich hin
als Ziel für den Pfeil.
13 In die Nieren ließ er mir dringen
die Geschosse seines Köchers.
13 In die Nieren ließ er mir dringen
die Geschosse seines Köchers.
14 Ein Gelächter war ich all meinem Volk,
ihr Spottlied den ganzen Tag.
14 Ein Gelächter war ich all meinem Volk,
ihr Spottlied den ganzen Tag.
15 Er speiste mich mit bitterer Kost
und tränkte mich mit Wermut.
15 Er speiste mich mit bitterer Kost
und tränkte mich mit Wermut.
16 Meine Zähne ließ er auf Kiesel beißen,
er drückte mich in den Staub.
16 Meine Zähne ließ er auf Kiesel beißen,
er drückte mich in den Staub.
17 Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen;
ich habe vergessen, was Glück ist.
17 Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen;
ich habe vergessen, was Glück ist.
18 Ich sprach: Dahin ist mein Glanz
und mein Vertrauen auf den Herrn.
18 Ich sprach: Dahin ist mein Glanz
und mein Vertrauen auf den Herrn.
19 An meine Not und Unrast denken
ist Wermut und Gift.
19 An meine Not und Unrast denken
ist Wermut und Gift.
20 Immer denkt meine Seele daran
und ist betrübt in mir.
20 Immer denkt meine Seele daran
und ist betrübt in mir.
21 Das will ich mir zu Herzen nehmen,
darauf darf ich harren:
21 Das will ich mir zu Herzen nehmen,
darauf darf ich harren:
22 Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft,
sein Erbarmen ist nicht zu Ende.
22 Die Huld des Herrn ist nicht erschöpft,
sein Erbarmen ist nicht zu Ende.
23 Neu ist es an jedem Morgen;
groß ist deine Treue.
23 Neu ist es an jedem Morgen;
groß ist deine Treue.
24 Mein Anteil ist der Herr, sagt meine Seele,
darum harre ich auf ihn.
24 Mein Anteil ist der Herr, sagt meine Seele,
darum harre ich auf ihn.
25 Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft,
zur Seele, die ihn sucht.
25 Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft,
zur Seele, die ihn sucht.
26 Gut ist es, schweigend zu harren
auf die Hilfe des Herrn.
26 Gut ist es, schweigend zu harren
auf die Hilfe des Herrn.
27 Gut ist es für den Mann,
ein Joch zu tragen in der Jugend.
27 Gut ist es für den Mann,
ein Joch zu tragen in der Jugend.
28 Er sitze einsam und schweige,
wenn der Herr es ihm auflegt.
28 Er sitze einsam und schweige,
wenn der Herr es ihm auflegt.
29 Er beuge in den Staub seinen Mund;
vielleicht ist noch Hoffnung.
29 Er beuge in den Staub seinen Mund;
vielleicht ist noch Hoffnung.
30 Er biete die Wange dem, der ihn schlägt,
und lasse sich sättigen mit Schmach.
30 Er biete die Wange dem, der ihn schlägt,
und lasse sich sättigen mit Schmach.
31 Denn nicht für immer
verwirft der Herr.
31 Denn nicht für immer
verwirft der Herr.
32 Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder
nach seiner großen Huld.
32 Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder
nach seiner großen Huld.
33 Denn nicht freudigen Herzens
plagt und betrübt er die Menschen.
33 Denn nicht freudigen Herzens
plagt und betrübt er die Menschen.
34 Dass man mit Füßen tritt
alle Gefangenen des Landes,
34 Dass man mit Füßen tritt
alle Gefangenen des Landes,
35 dass man das Recht des Mannes beugt
vor dem Antlitz des Höchsten,
35 dass man das Recht des Mannes beugt
vor dem Antlitz des Höchsten,
36 dass man im Rechtsstreit den Menschen bedrückt,
sollte der Herr das nicht sehen?
36 dass man im Rechtsstreit den Menschen bedrückt,
sollte der Herr das nicht sehen?
37 Wer hat gesprochen und es geschah?
Hat nicht der Herr es geboten?
37 Wer hat gesprochen und es geschah?
Hat nicht der Herr es geboten?
38 Geht nicht hervor aus des Höchsten Mund
das Gute wie auch das Böse?
38 Geht nicht hervor aus des Höchsten Mund
das Gute wie auch das Böse?
39 Wie dürfte denn ein Lebender klagen,
ein Mann über die Folgen seiner Sünden?
39 Wie dürfte denn ein Lebender klagen,
ein Mann über die Folgen seiner Sünden?
40 Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie
und kehren wir um zum Herrn.
40 Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie
und kehren wir um zum Herrn.
41 Erheben wir Herz und Hand
zu Gott im Himmel.
41 Erheben wir Herz und Hand
zu Gott im Himmel.
42 Wir haben gesündigt und getrotzt;
du aber hast nicht vergeben.
42 Wir haben gesündigt und getrotzt;
du aber hast nicht vergeben.
43 Du hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt,
getötet und nicht geschont.
43 Du hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt,
getötet und nicht geschont.
44 Du hast dich in Wolken gehüllt,
kein Gebet kann sie durchstoßen.
44 Du hast dich in Wolken gehüllt,
kein Gebet kann sie durchstoßen.
45 Zu Unrat und Auswurf hast du uns gemacht
inmitten der Völker.
45 Zu Unrat und Auswurf hast du uns gemacht
inmitten der Völker.
46 Ihren Mund rissen gegen uns auf
all unsre Feinde.
46 Ihren Mund rissen gegen uns auf
all unsre Feinde.
47 Grauen und Grube wurde uns zuteil,
Verwüstung und Verderben.
47 Grauen und Grube wurde uns zuteil,
Verwüstung und Verderben.
48 Tränenströme vergießt mein Auge
über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes.
48 Tränenströme vergießt mein Auge
über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes.
49 Mein Auge ergießt sich und ruht nicht;
es hört nicht auf,
49 Mein Auge ergießt sich und ruht nicht;
es hört nicht auf,
50 bis der Herr vom Himmel her
sieht und schaut.
50 bis der Herr vom Himmel her
sieht und schaut.
51 Mein Auge macht mich elend
vor lauter Weinen in meiner Stadt.
51 Mein Auge macht mich elend
vor lauter Weinen in meiner Stadt.
52 Wie auf einen Vogel machten sie Jagd auf mich,
die ohne Grund meine Feinde sind.
52 Wie auf einen Vogel machten sie Jagd auf mich,
die ohne Grund meine Feinde sind.
53 Sie stürzten in die Grube mein Leben
und warfen Steine auf mich.
53 Sie stürzten in die Grube mein Leben
und warfen Steine auf mich.
54 Das Wasser ging mir über den Kopf;
ich sagte: Ich bin verloren.
54 Das Wasser ging mir über den Kopf;
ich sagte: Ich bin verloren.
55 Da rief ich deinen Namen, Herr,
tief unten aus der Grube.
55 Da rief ich deinen Namen, Herr,
tief unten aus der Grube.
56 Du hörst meine Stimme.
Verschließ nicht dein Ohr
vor meinem Seufzen, meinem Schreien!
56 Du hörst meine Stimme.
Verschließ nicht dein Ohr
vor meinem Seufzen, meinem Schreien!
57 Du warst nahe am Tag, da ich dich rief;
du sagtest: Fürchte dich nicht!
57 Du warst nahe am Tag, da ich dich rief;
du sagtest: Fürchte dich nicht!
58 Du, Herr, hast meine Sache geführt,
hast mein Leben erlöst.
58 Du, Herr, hast meine Sache geführt,
hast mein Leben erlöst.
59 Du, Herr, hast meine Bedrückung gesehen,
hast mir Recht verschafft.
59 Du, Herr, hast meine Bedrückung gesehen,
hast mir Recht verschafft.
60 Du hast gesehen ihre ganze Rachgier,
all ihr Planen gegen mich.
60 Du hast gesehen ihre ganze Rachgier,
all ihr Planen gegen mich.
61 Du hast ihr Schmähen gehört, o Herr,
all ihr Planen gegen mich.
61 Du hast ihr Schmähen gehört, o Herr,
all ihr Planen gegen mich.
62 Das Denken und Reden meiner Gegner
ist gegen mich den ganzen Tag.
62 Das Denken und Reden meiner Gegner
ist gegen mich den ganzen Tag.
63 Blick auf ihr Sitzen und Stehen!
Ein Spottlied bin ich für sie.
63 Blick auf ihr Sitzen und Stehen!
Ein Spottlied bin ich für sie.
64 Du wirst ihnen vergelten, Herr,
nach dem Tun ihrer Hände.
64 Du wirst ihnen vergelten, Herr,
nach dem Tun ihrer Hände.
65 Du wirst ihren Sinn verblenden.
Dein Fluch über sie!
65 Du wirst ihren Sinn verblenden.
Dein Fluch über sie!
66 Du wirst sie im Zorn verfolgen und vernichten
unter deinem Himmel, o Herr.
66 Du wirst sie im Zorn verfolgen und vernichten
unter deinem Himmel, o Herr.