SCRUTATIO

Venerdi, 21 agosto 2026 - San Bernardo di Chiaravalle ( Letture di oggi)

Salmi ܡܙܡܘܪܐ 78


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PeshittaPattloch Bibel
1 ܥܡܝ ܨܘܬ ܢܡܘܣܝ ܘܐܬܛܦܝܣܘ ܘܨܠܘ ܐ̈ܕܢܝܟܘܢ ܠܡ̈ܠܘܗܝ ܕܦܘܡܝ1 [Weisheitslied von Asaph.] Höre, mein Volk, auf meine Lehre, neigt euer Ohr den Worten meines Mundes!
2 ܗܐ ܓܝܪ ܐܦܬܚ ܦܘܡܝ ܒܡܬ̈ܠܐ ܘܐܡܪ ܦܠܐ̈ܬܐ ܕܡܢ ܩܕܝܡ2 Zu einem Spruchgedicht will ich meinen Mund auftun, will Rätselhaftes künden aus früherer Vorzeit.
3 ܐܝܠܝܢ ܕܫܡܥܢ ܝܕܥܢ ܐܢܝܢ ܐܦ ܐܝܠܝܢ ܕܐܒ̈ܗܝܢ ܐܫܬܥܝܘ ܠܢ3 Was wir gehört und vernommen, was unsere Väter erzählten,
4 ܕܠܐ ܢܟܣܐ ܡܢ ܒܢܝ̈ܗܘܢ ܐܠܐ ܠܕܪܐ ܐܚܪܝܐ ܢܫܬܥܐ ܬܫ̈ܒܚܬܗ ܕܡܪܝܐ ܘܚܝܠܗ ܘܬܕܡܪ̈ܬܗ ܕܥܒܕ4 das wollen wir nicht ihren Söhnen verhehlen; für das kommende Geschlecht erzählen wir es: die Ruhmestaten des Herrn und seine Stärke, seine Wunder, die er vollbrachte.
5 ܕܐܩܝܡ ܣܗܕܘܬܗ ܒܝܥܩܘܒ ܘܢܡܘܣܗ ܣܡ ܒܐܝܣܪܝܠ ܐܝܟ ܕܦܩܕ ܠܐ̈ܒܗܝܢ ܕܢܘܕܥܘܢ ܠܒ̈ܢܝܗܘܢ5 Eine Vorschrift erließ er in Jakob, ein Gesetz stellte er in Israel auf, als er unseren Vätern befahl, sie ihren Söhnen kundzutun,
6 ܕܢܕܥܘܢ ܠܕܪܐ ܐܚܪܝܐ ܒܢ̈ܝܐ ܕܡܬܝܠܕܝܢ ܘܩܝܡܝܢ ܕܢܫܬܥܘܢ ܠܒ̈ܢܝܗܘܢ6 damit das kommende Geschlecht es wisse, die künftig geborenen Söhne. Auch sie sollten sich erheben und ihren Kindern davon erzählen,
7 ܕܢܗܘܐ ܣܒܪܗܘܢ ܒܐܠܗܐ ܘܠܐ ܢܛܥܘܢ ܥܒ̈ܕܘܗܝ ܕܐܠܗܐ ܘܦܘܩ̈ܕܢܘܗܝ ܢܛܪܘܢ7 damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzen und niemals die Gottestaten vergessen, sondern seine Gebote befolgen.
8 ܘܠܐ ܢܗܘܘܢ ܐܝܟ ܐ̈ܒܗܝܗܘܢ ܕܪܐ ܒܝܫܐ ܘܡܡܪܡܪܢܐ ܕܪܐ ܕܠܐ ܐܬܩܢ ܠܒܗ ܘܠܐ ܗܝܡܢ ܒܐܠܗܐ ܕܪܘܚܗ8 Sie sollten nicht werden wie ihre Väter, ein trotziges, widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht mit wankelmütigem Herzen und treulosem Sinn gegen Gott.
9 ܒܢ̈ܘܗܝ ܕܐܦܪܝܡ ܕܡܬܚܘ ܝܬܪܐ ܘܫܕܘ ܒܩܫܬܐ ܘܗܦܟܘ ܒܝܘܡܐ ܕܩܪܒܐ9 [Die Ephraimiten, gewappnet als Bogenschützen, kehrten den Rücken am Tage der Schlacht.]
10 ܥܠ ܕܠܐ ܢܛܪܘ ܩܝܡܗ ܕܐܠܗܐ ܘܒܢܡܘܣܗ ܠܐ ܨܒܘ ܠܡܗܠܟܘ10 Den Bund mit Gott hielten sie nicht und wollten nicht wandeln nach seinem Gesetz.
11 ܘܛܥܘ ܥܒ̈ܕܘܗܝ ܘܬܕܡܪ̈ܬܗ ܕܚܘܝ ܐܢܘܢ11 Sie vergaßen seine Taten und Wunder, die er ihnen gezeigt.
12 ܩܕܡ ܐ̈ܒܗܝܗܘܢ ܕܥܒܕ ܬܕܡܪ̈ܬܐ ܒܐܪܥܐ ܕܡܨܪܝܢ ܘܒܚ̈ܩܠܬܐ ܕܨܥܢ12 Vor ihren Vätern hat er Wunder gewirkt im Lande Ägypten, in der Gegend von Zoan.
13 ܬܪܥ ܝܡܐ ܘܐܥܒܪ ܐܢܘܢ ܘܐܩܝܡ ܡ̈ܝܐ ܐܝܟ ܕܒܙܩ̈ܐ13 Er zerteilte das Meer und führte sie hindurch, das Wasser ließ er feststehen wie einen Damm.
14 ܕܒܪ ܐܢܘܢ ܒܐܝܡܡܐ ܒܥܢܢܐ ܘܟܠܗ ܠܠܝܐ ܒܙܗܪܐ ܕܢܘܪܐ14 Er geleitete sie in der Wolke bei Tag, die ganze Nacht im Feuerschein.
15 ܬܪܥ ܛܪܢܐ ܒܡܕܒܪܐ ܘܐܫܩܝ ܐܢܘܢ ܐܝܟ ܕܡܢ ܬܗܘܡܐ ܪܒܐ15 Er spaltete Felsen in der Wüste und spendete Trank gleich Meeresfluten.
16 ܐܦܩ ܪ̈ܕܝܐ ܡܢ ܟܐܦܐ ܘܪܕܘ ܡ̈ܝܐ ܐܝܟ ܢܗܪ̈ܘܬܐ16 Aus dem Gestein ließ er Bäche rinnen und Wasser gleich Strömen herabfließen.
17 ܘܐܘܣܦܘ ܬܘܒ ܥܡܐ ܠܡܚܛܐ ܘܠܡܡܪܡܪܘ ܠܡܪܝܡܐ ܒܨܗܝܐ17 Sie aber fuhren fort, gegen ihn zu sündigen, den Höchsten zu kränken im dürren Land.
18 ܘܢܣܝܘ ܠܐܠܗܐ ܒܠܒܗܘܢ ܠܡܫܐܠ ܡܐܟܘܠܬܐ ܠܢܦܫܗܘܢ18 Sie versuchten Gott in ihrem Herzen, als sie Speise verlangten für ihre Gier.
19 ܘܪܛܢܘ ܥܠ ܐܠܗܐ ܘܐܡܪܘ ܕܠܡܐ ܡܫܟܚ ܐܠܗܐ ܠܡܣܕܪ ܠܢ ܦܬܘܪ̈ܐ ܒܡܕܒܪܐ19 Sie redeten wider Gott und sprachen: "Kann wohl Gott einen Tisch in der Wüste decken?
20 ܐܢ ܡܚܐ ܠܛܪܢܐ ܘܪܕܘ ܡ̈ܝܐ ܘܐܪ̈ܓܠܬܐ ܐܪܕܝ ܕܠܡܐ ܐܦ ܠܚܡܐ ܡܫܟܚ ܠܡܬܠ ܠܢ ܐܘ ܡܛܝܒ ܡܐܟܘܠܬܐ ܠܥܡܗ20 Wohl schlug er den Felsen, daß Wasser flossen und Bäche strömten; doch wird er auch Speise geben können und Fleisch seinem Volke verschaffen?"
21 ܡܛܠ ܗܢܐ ܫܡܥ ܡܪܝܐ ܘܪܓܙ ܘܢܘܪܐ ܐܚܕܬ ܒܝܥܩܘܒ ܐܦ ܪܘܓܙܐ ܣܠܩ ܒܐܝܣܪܝܠ21 Als daher der Herr dies hörte, wurde er zornig; ein Feuer entbrannte gegen Jakob, und Zorn erhob sich gegen Israel.
22 ܥܠ ܕܠܐ ܗܝܡܢܘ ܒܐܠܗܐ ܘܠܐ ܣܒܪܘ ܠܦܘܪܩܢܗ22 Denn sie hatten Gott nicht geglaubt und auf seine Hilfe nicht vertraut.
23 ܘܦܩܕ ܠܥ̈ܢܢܐ ܡܢ ܠܥܠ ܘܬܪ̈ܥܐ ܕܫܡܝܐ ܐܬܦܬܚܘ23 Doch er gebot den Wolken droben und tat die Türen des Himmels auf.
24 ܐܚܬ ܠܗܘܢ ܡܢܢܐ ܠܡܐܟܠ ܘܠܚܡܐ ܕܫܡܝܐ ܝܗܒ ܠܗܘܢ24 Er ließ auf sie Manna zur Speise regnen und gab ihnen Himmelskorn.
25 ܠܚܡܐ ܕܡܠܐ̈ܟܐ ܐܟܠ ܒܪ ܐܢܫܐ ܘܨܝܕܐ ܫܕܪ ܠܗܘܢ ܠܡܣܒܥ25 Brot der Engel aßen die Menschen, Nahrung sandte er ihnen in Fülle.
26 ܐܫܒ ܪ̈ܘܚܐ ܒܫܡܝܐ ܘܕܒܪ ܒܥܘܫܢܗ ܠܬܝܡܢܐ26 Den Ostwind ließ er am Himmel aufbrechen, führte den Südwind heran in seiner Stärke.
27 ܐܚܬ ܠܗܘܢ ܒܣܪܐ ܐܝܟ ܥܦܪܐ ܘܐܝܟ ܚܠܐ ܕܝܡ̈ܡܐ ܦܪܚܬܐ ܕܓܦܐ27 Nun ließ er Fleisch auf sie regnen wie Staub, flatternde Vögel wie Meeressand.
28 ܘܢܦܠܘ ܒܡܫܪ̈ܝܬܗܘܢ ܚܕܪ̈ܝ ܡܫ̈ܟܢܝܗܘܢ28 Mitten in sein Lager ließ er sie fallen, rings um seine Wohnstatt herum.
29 ܐܟܠܘ ܘܣܒܥܘ ܛܒ ܘܐܪ̈ܓܝܓܬܗܘܢ ܝܗܒ ܠܗܘܢ29 Sie aßen und wurden übersatt; er hatte ihnen besorgt, wonach sie begehrten.
30 ܘܠܐ ܦܪܩܘ ܡܢ ܪ̈ܓܝܓܬܗܘܢ ܘܥܕ ܡܐܟܘܠܬܗܘܢ ܒܦܘܡܗܘܢ30 Noch war ihre Gier nicht gestillt, noch hatten sie Speise in ihrem Mund,
31 ܪܘܓܙܗ ܕܐܠܗܐ ܣܠܩ ܒܗܘܢ ܘܩܛܠ ܡܢ ܥܬܝܪ̈ܝܗܘܢ ܘܠܓܒ̈ܝܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܐܒܪܟ31 da erhob sich Gottes Zorn gegen sie. Er tötete die Stärksten unter ihnen und streckte Israels Jünglinge nieder.
32 ܒܗܠܝܢ ܟܠܗܝܢ ܚܛܘ ܘܬܘܒ ܠܐ ܗܝܡܢܘ ܒܬܕܡܪ̈ܬܗ32 Trotz alledem sündigten sie weiter und glaubten nicht an seine Wunder.
33 ܓܡܪܘ ܒܣܪܝܩܘܬܐ ܝܘܡ̈ܝܗܘܢ ܘܫ̈ܢܝܗܘܢ ܡܣܪܗܒܐܝܬ33 Da ließ er ihre Tage wie nichts vergehen, ihre Jahre in erschreckender Hast.
34 ܡܐ ܕܩܛܠ ܗܘܐ ܠܗܘܢ ܒܥܝܢ ܗܘܘ ܠܗ ܗܦܟܝܢ ܗܘܘ ܘܡܩܕܡܝܢ ܠܘܬܗ34 Gab er sie dem Tode preis, dann suchten sie ihn, kehrten um und mühten sich eilends um Gott.
35 ܥܗܕܘ ܕܐܠܗܐ ܗܘ ܥܕܘܪܗܘܢ ܘܐܠܗܐ ܡܪܝܡܐ ܦܪܘܩܗܘܢ35 Dann dachten sie daran, daß Gott ihr Fels und der höchste Gott ihr Erlöser ist.
36 ܪܚܡܘܗܝ ܒܦܘܡܗܘܢ ܘܒܠܫܢܗܘܢ ܟܕܒܘ ܒܗ36 Sie täuschten ihn mit ihrem Mund, und mit ihrer Zunge belogen sie ihn.
37 ܠܒܗܘܢ ܠܐ ܐܬܩܢܘ ܥܡܗ ܘܠܐ ܗܝܡܢܘ ܒܩܝܡܗ37 Ihr Herz hielt nicht an ihm fest, und seinem Bunde blieben sie nicht treu.
38 ܘܗܘ ܡܪܚܡܢ ܘܫܒܩ ܚ̈ܛܗܐ ܘܠܐ ܡܚܒܠ ܡܣܓܐ ܠܡܗܦܟܘ ܪܘܓܙܗ ܘܠܐ ܡܥܝܪ ܟܠܗ̇ ܚܡܬܗ38 Doch er war gnädig, vergab die Schuld, verzichtete auf Vernichtung. Er drängte gar oft seinen Zorn zurück und weckte nicht seinen ganzen Grimm.
39 ܐܬܕܟܪ ܕܒܣܪܐ ܐܢܘܢ ܪܘܚܐ ܕܐܙܠܐ ܘܠܐ ܗܦܟܐ39 Er gedachte vielmehr, daß sie nur Fleisch sind, ein Hauch, der dahingeht und nimmer wiederkehrt.
40 ܗܢܘܢ ܡܪܡܪܘܗܝ ܒܡܕܒܪܐ ܘܐܪܓܙܘܗܝ ܒܐܫܝܡܘܢ40 Wie oft kränkten sie ihn in der Wüste, beleidigten ihn in der Steppe!
41 ܘܗܦܟܘ ܘܢܣܝܘ ܠܐܠܗܐ ܘܠܩܕܝܫܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܓܪܓܘ41 Immer wieder versuchten sie Gott und betrübten den Heiligen Israels.
42 ܘܠܐ ܐܬܕܟܪܘ ܐܝܕܗ ܝܘܡܐ ܕܦܪܩ ܐܢܘܢ ܡܢ ܐܠܘܨܐ42 Sie dachten nicht mehr an seine Hand, an den Tag, da er sie vom Feind erlöste,
43 ܕܥܒܕ ܒܡܨܪܝܢ ܐܬ̈ܘܬܗ ܘܬܕܡܪ̈ܬܗ ܒܚ̈ܩܠܬܐ ܕܨܥܢ43 als er in Ägypten seine Zeichen vollbrachte und seine Wunder in der Gegend von Zoan.
44 ܕܗܦܟ ܢܗܪ̈ܘܬܗܘܢ ܠܕܡܐ ܘܪ̈ܕܝܗܘܢ ܕܠܐ ܢܫܬܘܢ ܡ̈ܝܐ44 Er wandelte ihre Nilarme in Blut, so daß sie deren Gewässer nicht trinken konnten.
45 ܫܕܪ ܥܠܝܗܘܢ ܚܠܘܛܐ ܘܐܟܠ ܐܢܘܢ ܘܐܘܪ̈ܕܥܐ ܘܚܒܠ ܐܢܘܢ45 Er sandte gegen sie Fliegen, sie zu verzehren, und Frösche, sie zu vernichten.
46 ܝܗܒ ܠܩܡܨܐ ܥ̈ܠܠܬܗܘܢ ܘܠܐܘܬܗܘܢ ܠܙܚܠܐ46 Ihre Ernte gab er dem Feldhüpfer preis, der Heuschrecke den Ertrag ihrer Arbeit.
47 ܬܒܪ ܒܒܪܕܐ ܓܘܦܢ̈ܝܗܘܢ ܘܬܐ̈ܢܝܗܘܢ ܒܓܠܝܕܐ47 Ihre Weinstöcke zerschlug er mit Hagel, ihre Maulbeerfeigen mit Schloßen.
48 ܐܫܠܡ ܠܒܪܕܐ ܒܥܝܪܗܘܢ ܘܩܢܝܢܗܘܢ ܠܝܩܕܢܐ48 Ihr Vieh übergab er der Pest, ihre Herden den Seuchen.
49 ܫܕܪ ܥܠܝܗܘܢ ܚܡܬܐ ܕܪܘܓܙܗ ܚܡܬܐ ܘܪܘܓܙܐ ܘܐܘܠܨܢܐ ܫܕܪ ܒܝܕ ܡܠܐܟܐ ܒܝܫܐ49 Er sandte wider sie seine Zornesglut, Grimm, Wut und Bedrängnis, ein Heer unheilbringender Boten.
50 ܘܬܪܥ ܫܒܝ̈ܠܐ ܒܝܫ̈ܐ ܘܠܐ ܚܣܟ ܡܢ ܡܘܬܐ ܢܦܫܬ̈ܗܘܢ ܘܚܝ̈ܘܬܗܘܢ ܠܡܘܬܐ ܐܫܠܡ50 Er ließ seinem Zorn freien Lauf, schützte sie nicht vor dem Tod, sondern übergab ihr Leben der Pest.
51 ܩܛܠ ܟܠ ܒܘܟܪ̈ܐ ܕܡܨܪܝܢ ܪܝܫ ܟܠܗ ܝܠܕܗܘܢ ܒܡܫܟܢܐ ܕܚܡ51 Er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, den Erstling ihrer Kraft in den Zelten Chams.
52 ܐܫܩܠ ܠܥܡܗ ܐܝܟ ܥܢܐ ܘܕܒܪ ܐܢܘܢ ܐܝܟ ܓܙܪܐ ܒܡܕܒܪܐ52 Dann ließ er wie Schafe sein Volk aufbrechen, leitete sie in der Wüste wie eine Herde.
53 ܐܫܪܝ ܐܢܘܢ ܒܣܒܪܐ ܘܠܐ ܕܚܠܘ ܘܠܒ̈ܥܠܕܒܒܝܗܘܢ ܟܣܝ ܝܡܐ53 Er führte sie sicher, und sie brauchten nichts zu fürchten, doch ihre Feinde bedeckte das Meer.
54 ܐܝܬܝ ܐܢܘܢ ܠܬܚܘܡܐ ܕܩܘܕܫܗ ܠܗܢܐ ܛܘܪܐ ܕܩܢܬ ܝܡܝܢܗ54 Er brachte sie in sein heiliges Land, zum Berg, den seine Rechte erworben.
55 ܐܘܒܕ ܡܢ ܩܕܡܝܗܘܢ ܥܡ̈ܡܐ ܘܐܪܡܝ ܐܢܘܢ ܒܚ̈ܒܠܐ ܕܝܪܬܘܬܗ ܘܫܪܘ ܒܡܫ̈ܟܢܝܗܘܢ ܫܒ̈ܛܐ ܕܐܝܣܪܝܠ55 Völker vertrieb er vor ihnen, teilte sie mit der Meßschnur als Erbbesitz zu, ließ in ihren Zelten die Stämme Israels wohnen.
56 ܘܢܣܝܘ ܘܡܪܡܪܘ ܠܐܠܗܐ ܡܪܝܡܐ ܘܣܗ̈ܕܘܬܗ ܠܐ ܢܛܪܘ56 Doch sie versuchten und kränkten Gott, den Höchsten, hielten seine Vorschriften nicht.
57 ܘܗܦܟܘ ܘܕܓܠܘ ܐܝܟ ܐ̈ܒܗܝܗܘܢ ܘܐܬܗܦܟܘ ܐܝܟ ܩܫܬܐ ܢܟܝܠܬܐ57 Sie wurden treulos und abtrünnig gleich ihren Vätern, wandten sich um wie ein erschlaffender Bogen.
58 ܘܐܪܓܙܘܗܝ ܒ̈ܥܠܘܬܗܘܢ ܘܒܦܬܟܪ̈ܝܗܘܢ ܐܛܢܘܗܝ58 Sie erzürnten ihn mit ihrem Höhendienst und reizten ihn mit ihren Götzenbildern.
59 ܘܫܡܥ ܐܠܗܐ ܘܐܬܚܡܬ ܘܪܓܙ ܛܒ ܥܠ ܐܝܣܪܝܠ59 Das nahm Gott wahr und ergrimmte; heftig verwarf er Israel.
60 ܘܛܥܐ ܠܡܫܟܢܐ ܕܫܝܠܘ ܡܫܟܢܐ ܕܫܪܐ ܒܝܬ ܒܢܝܢܫ̈ܐ60 Seine Wohnstatt in Silo schlug er zu Boden, das Zelt, worin er wohnte unter den Menschen.
61 ܝܗܒ ܠܫܒܝܬܐ ܥܡܗ ܘܬܫܒܘܚܬܗ ܒܐܝܕܐ ܕܐܠܘܨܐ61 In Gefangenschaft gab er den Sitz seiner Macht, seine Zier in die Hand des Feindes.
62 ܐܫܠܡ ܥܡܗ ܠܚܪܒܐ ܘܐܗܡܝ ܡܢ ܝܪܬܘܬܗ62 Dem Schwert übergab er sein Volk und grollte gegen sein Erbe.
63 ܠܓܕܘ̈ܕܝܗܘܢ ܐܟܠܬ ܢܘܪܐ ܘܒܬ̈ܘܠܬܗܘܢ ܐܬܛܪܦ63 Seine Jünglinge fraß das Feuer, seine Jungfrauen hörten kein Brautlied.
64 ܘܟܗ̈ܢܝܗܘܢ ܢܦܠܘ ܒܚܪܒܐ ܘܐܪ̈ܡܠܬܗܘܢ ܠܐ ܐܬܒ̈ܟܝ64 Seine Priester fielen durch das Schwert, seine Witwen beweinten die Toten nicht.
65 ܐܬܬܥܝܪ ܡܪܝܐ ܐܝܟ ܕܡܟܐ ܘܐܝܟ ܓܒܪܐ ܕܢܦܨܗ ܚܡܪܗ65 Da erwachte der Herr wie ein Schlafender, wie ein Kriegsheld, der sich vom Weine erhebt.
66 ܡܚܐ ܠܒ̈ܥܠܕܒܒܘܗܝ ܠܒܣܬܪܗ ܘܚܣܕܐ ܕܥܠܡܐ ܝܗܒ ܠܗܘܢ66 Er schlug seine Feinde zurück, fügte ihnen dauernde Schmach zu.
67 ܐܣܠܝ ܠܡܫܟܢܐ ܕܝܘܣܦ ܘܒܫܒܛܐ ܕܐܦܪܝܡ ܠܐ ܐܬܪܥܝ67 Er verwarf das Zelt Josephs, Ephraims Stamm erwählte er nicht.
68 ܓܒܐ ܠܫܪܒܬܐ ܕܝܗܘܕܐ. ܠܛܘܪܐ ܕܨܗܝܘܢ ܕܪܚܡ68 Vielmehr erwählte er Judas Stamm, den Sionsberg, den er liebte.
69 ܒܢܐ ܥܠ ܪܘܡܐ ܡܩܕܫܗ ܘܒܐܪܥܐ ܐܬܩܢܗ̇ ܠܥܠܡ69 Er baute gleich Himmelshöhen sein Heiligtum, gleich der Erde, die er für ewig gegründet.
70 ܓܒܐ ܠܕܘܝܕ ܥܒܕܗ ܘܕܒܪܗ ܡܢ ܓܙܪܐ ܕܥܢܐ70 Er erwählte David, seinen Knecht, nahm ihn von den Schafpferchen weg.
71 ܘܡܢ ܒܣܬܪ ܥܢܐ ܕܡܝܢܩܐ ܠܡܪܥܐ ܠܝܥܩܘܒ ܥܡܗ ܘܠܐܝܣܪܐܝܠ ܝܪܬܘܬܗ71 Von den Muttertieren holte er ihn fort, daß er Jakob weide, sein Volk, und Israel, seinen Erbbesitz.
72 ܘܪܥܐ ܐܢܘܢ ܒܬܡܝܡܘܬܐ ܕܠܒܗ ܘܒܣܘܟܠܐ ܕܐ̈ܝܕܘܗܝ ܕܒܪ ܐܢܘܢ72 Und er weidete sie mit frommem Sinn, mit kluger Hand führte er sie.