| 1 ܐܢ ܢܫܒܘܩ ܓܒܪܐ ܐܢܬܬܗ ܘܬܐܙܠ ܡܢ ܠܘܬܗ ܘܬܗܘܐ ܠܓܒܪܐ ܐܚܪܢܐ ܐܢ ܡܬܦܢܐ ܠܘܬܗ̇ ܬܘܒ ܗܐ ܡܬܛܢܦܘ ܬܬܛܢܦ ܐܪܥܐ ܗ̇ܝ ܘܐܢܬܝ ܙܢܝܬܝ ܒܪ̈ܥܘܬܐ ܣ̈ܓܝܐܐ ܬܘܒܝ ܠܘܬܝ ܐܡܪ ܡܪܝܐ | 1 Er fuhr dann fort: »Wenn ein Mann seine Ehefrau entläßt und diese von ihm weggegangen und die Frau eines andern Mannes geworden ist, darf sie dann wieder zu ihm zurückkehren? (vgl. 5.Mose 24,1-4) Würde nicht das betreffende Land dadurch ganz entweiht werden? Du aber hast schon mit vielen Liebhabern Ehebruch getrieben und solltest doch zu mir zurückkehren dürfen?« – so lautet der Ausspruch des HERRN. |
| 2 ܐܪܝܡܝ ܥܝܢ̈ܝܟܝ ܥܠ ܫ̈ܒܝܠܐ ܘܚܙܝ ܐܝܟܐ ܠܐ ܐܬܛܢܦܬܝ ܥܠ ܐܘܪ̈ܚܬܐ ܝܬܒܬܝ ܠܗܘܢ ܐܝܟ ܢܥܒܐ ܒܡܕܒܪܐ ܘܛܢܦܬܝ ܐܪܥܐ ܒܙܢܝܘܬܟܝ ܘܒܒܝܫܘܬܟܝ | 2 »Erhebe doch deine Augen zu den kahlen Höhen und halte Umschau: wo hast du dich nicht schänden lassen? An den Wegen hast du gesessen und ihnen aufgelauert wie ein Araber in der Wüste und hast das Land entweiht durch deine Buhlerei und deine Verworfenheit! |
| 3 ܐܬܟܠܝܘ ܐܪ̈ܣܝܣܐ ܘܐܪܒܝܥܐ ܠܐ ܗܘܐ ܘܒܝܬ ܥܝ̈ܢܐ ܕܐܢܬܬܐ ܙܢܝܬܐ ܗܘܐ ܠܟܝ ܘܠܐ ܨܒܝܬܝ ܠܡܬܬܟܣܘ | 3 Und ob dir auch die Regenschauer (von mir) vorenthalten wurden und der Spätregen (= Frühlingsregen) ausblieb, behieltest du doch die Stirn eines buhlerischen Weibes bei und wolltest nicht in dich gehen. |
| 4 ܗܐ ܡܟܝܠ ܩܪܝܐ ܐܢܬܝ ܠܝ ܐܒܝ ܘܡܪܒܝܢܝ ܕܡܢ ܛܠܝܘܬܝ ܐܢܬ | 4 Freilich, nunmehr rufst du mir zu: ›Mein Vater! Du bist ja der Vertraute meiner Jugend! |
| 5 ܕܠܡܐ ܢܬܢܛܪ ܠܥܠܡ ܐܘ ܢܬܢ̣ܛܪ ܠܥܠܡܝܢ ܗܐ ܡܠܠܬܝ ܘܥܒܕܬܝ ܒܝܫܬܐ ܘܐܬܚܝܠܬܝ | 5 Wird er denn immerdar grollen, mir’s ewig nachtragen?‹ Ja, so hast du geredet, dabei aber das Böse verübt und es durchgesetzt.« |
| 6 ܘܐܡܪ ܠܝ ܡܪܝܐ ܒܝ̈ܘܡܘܗܝ ܕܝܘܫܝܐ ܡܠܟܐ ܚܙܝܬ ܡܕܡ ܕܥܒܕܬ ܥܡܘܪܬܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܐܙܠܬ ܗܝ ܠܟܠ ܛܘܪ ܕܪܡ ܘܬܚܝܬ ܟܠ ܐܝܠܢ ܕܥܒܝܛ ܘܙܢܝܬ ܬܡܢ | 6 Der HERR sprach weiter zu mir in den Tagen des Königs Josia folgendermaßen: »Hast du gesehen, wie Israel, das abtrünnige Weib, es getrieben hat? Sie ist auf jeden hohen Berg und unter jeden dichtbelaubten Baum gegangen und hat dort Ehebruch getrieben. |
| 7 ܘܐܡܪܬ ܡܢ ܒܬܪ ܕܥܒܕܬ ܗܠܝܢ ܟܘܠܗܝܢ ܕܬܬܘܒ ܠܘܬܝ ܘܠܐ ܬܒܬ ܘܚܙܬ ܫܘܩܪܗ ܚܬܗ ܝܗܘܕܐ | 7 Zwar dachte ich: ›Sie wird zu mir zurückkehren, nachdem sie dies alles verübt (oder: so getrieben hat)‹; aber sie kehrte nicht zurück. Ihre treulose Schwester Juda sah das nun wohl; |
| 8 ܘܚܙܬ ܟܠܗܝܢ ܨ̈ܒܘܬܗ̇ ܘܥܠ ܕܓܪܬ ܥܡܘܪܬܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܫܒܩܬܗ ܘܝܗܒܬ ܠܗ̇ ܟܬܒܐ ܕܫܘܒܩܢܐ ܘܠܐ ܕܚܠܬ ܫܩܪܬܐ ܚܬܗ̇ ܝܗܘܕܐ ܘܐܙܠܬ ܘܙܢܝܬ ܐܦ ܗܝ | 8 doch obgleich sie gesehen hatte, daß ich das abtrünnige Weib Israel wegen ihres ehebrecherischen Treibens verstoßen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, nahm ihre treulose Schwester Juda es sich doch nicht zu Herzen, sondern ging hin und trieb ebenfalls Unzucht. |
| 9 ܘܡܛܠ ܕܙܠܝܠܐ ܗܘܬ ܙܢܝܘܬܗ̇ ܛܢܦܬ ܐܪܥܐ ܘܓܪܬ ܒܟܐ̈ܦܐ ܘܒܩܝܣ̈ܐ | 9 So kam es denn, daß sie durch ihre leichtfertige Unzucht das Land entweihte; denn sie trieb Ehebruch mit dem Stein und mit dem Holz (vgl. 2,27). |
| 10 ܘܐܦ ܡܢ ܒܬܪ ܗܠܝܢ ܟܠܗܝܢ ܠܐ ܬܒܬ ܠܘܬܝ ܫܩܪܬܐ ܚܬܗ ܝܗܘܕܐ ܡܢ ܟܠܗ ܠܒܗ̇ ܐܠܐ ܐܢ ܒܕܓܠܘܬܐ ܐܡܪ ܡܪܝܐ | 10 Trotz alledem ist aber ihre treulose Schwester Juda nicht mit ihrem ganzen Herzen zu mir zurückgekehrt, sondern nur mit Heuchelei (= zum Schein)!« – so lautet der Ausspruch des HERRN. |
| 11 ܘܐܡܪ ܠܝ ܡܪܝܐ ܙܕܩܬ ܢܦܫܗ̇ ܥܡܘܪܬܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܡܢ ܫܩܪܬܐ ܚܬܗ̇ ܝܗܘܕܐ | 11 Hierauf sagte der HERR weiter zu mir: »Israel, das abtrünnige Weib, steht weniger schuldig da als die treulose Juda. |
| 12 ܙܠ ܘܐܟܪܙ ܦܬ̈ܓܡܐ ܗܠܝܢ ܒܓܪܒܝܐ ܘܐܡܪ ܬܘܒܝ ܥܡܘܪܬܐ ܕܐܝܣܪܝܠ ܐܡܪ ܡܪܝܐ ܘܠܐ ܐܩܫܐ ܐ̈ܦܝ ܒܟܘܢ ܡܛܠ ܕܛܒ ܐܢܐ ܐܡܪ ܡܪܝܐ ܘܠܐ ܐܠܡ ܐܢܐ ܠܥܠܡ | 12 Gehe hin und rufe diese Worte laut nach Norden hin: ›Kehre zurück (zu mir), Israel, du Abtrünnige!‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN –; ›ich will euch nicht mehr zornig anblicken, denn ich bin liebevoll‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN –; ›ich will (es dir) nicht ewig nachtragen! |
| 13 ܒܪܡ ܕܥܝ ܚ̈ܛܗܝܟܝ ܕܒܡܪܝܐ ܐܠܗܟܝ ܚܛܝܬܝ ܘܒܕܪܬܝ ܐܘܪ̈ܚܬܟܝ ܠܢܘܟܪ̈ܝܐ ܬܚܝܬ ܟܠ ܐܝܠܢ ܕܥܒܝܛ ܘܒܩܠܝ ܠܐ ܫܡܥܬܘܢ ܐܡܪ ܡܪܝܐ | 13 Nur erkenne deine Verschuldung, daß du dem HERRN, deinem Gott, die Treue gebrochen und dich immer wieder den Fremden preisgegeben hast unter jedem dichtbelaubten Baum; aber auf meinen Ruf habt ihr (oder: hast du) nicht gehört!‹« – so lautet der Ausspruch des HERRN. |
| 14 ܬܘܒܘ ܒܢ̈ܝܐ ܬܝܒ̈ܐ ܐܡܪ ܡܪܝܐ ܕܐܢܐ ܨܒܝܬ ܒܟܘܢ ܘܕܒܪܬܟܘܢ ܚܕ ܡܢ ܩܪܝܬܐ ܘܬܪ̈ܝܢ ܡܢ ܫܪܒܬܐ ܘܐܝܬܝܬܟܘܢ ܠܨܗܝܘܢ | 14 »Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne (oder: Kinder)!« – so lautet der Ausspruch des HERRN –; »denn ich habe Herrenrecht über euch und will euch holen, je einen aus jeder Ortschaft und je zwei aus jedem Geschlecht, und will euch nach Zion heimkehren lassen; |
| 15 ܘܐܬܠ ܠܟܘܢ ܪ̈ܥܘܬܐ ܐܝܟ ܠܒܝ ܘܢܪܥܘܢܟܘܢ ܒܝܕܥܬܐ ܘܒܣܘܟܠܐ | 15 und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die euch mit Einsicht und Besonnenheit weiden sollen. |
| 16 ܘܢܗܘܐ ܟܕ ܬܦܪܘܢ ܘܬܣܓܘܢ ܒܐܪܥܐ ܒܝ̈ܘܡܬܐ ܗܢܘܢ ܐܡܪ ܡܪܝܐ ܠܐ ܢܐܡܪܘܢ ܬܘܒ ܩܒܘܬܐ ܕܕܝܬܩܐ ܕܡܪܝܐ ܘܠܐ ܬܣܩ ܥܠ ܠܒܐ ܘܠܐ ܢܬܕܟܪܘܢܗ̇ ܘܠܐ ܢܦܩܕܘܢܗ̇ ܘܠܐ ܬܬܥܒܕ ܬܘܒ | 16 Wenn ihr euch dann im Lande vermehrt habt und zahlreich geworden seid in jenen Tagen« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »so wird man nicht mehr sagen: ›O die Lade mit dem Bundesgesetz des HERRN!‹, denn sie wird keinem mehr in den Sinn kommen, und man wird ihrer nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; auch wird niemals wieder eine solche angefertigt werden. |
| 17 ܒܗ ܒܙܒܢܐ ܗ̇ܘ ܢܩܪܘܢܗ̇ ܠܐܘܪܫܠܡ ܟܘܪܣܝܗ ܕܡܪܝܐ ܘܢܣܟܘܢ ܟܠܗܘܢ ܥܡ̈ܡܐ ܠܫܡܗ ܕܡܪܝܐ ܘܠܐ ܢܐܙܠܘܢ ܬܘܒ ܒܬܪ ܨܒܝܢ̈ܝ ܠܒܗܘܢ ܒܝܫ̣ܐ· | 17 In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron des HERRN nennen, und es werden dort alle Heidenvölker zusammenströmen um des Namens des HERRN willen [in Jerusalem] und in ihrem Wandel nicht länger dem Starrsinn ihres eigenen bösen Herzens folgen. |
| 18 ܒܝ̈ܘܡܬܐ ܗܢܘܢ ܢܐܙܠܘܢ ܕܒܝܬ ܝܗܘܕܐ ܥܡ ܕܒܝܬ ܐܝܣܪܝܠ ܘܢܐܬܘܢ ܐܟܚܕܐ ܡܢ ܐܪܥܐ ܕܓܪܒܝܐ ܠܐܪܥܐ ܕܐܘܪܬܬ ܠܐ̈ܒܗܝܗܘܢ | 18 In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Hause Israel Hand in Hand gehen, und sie werden vereint aus dem Nordlande in das Land heimkehren, das ich euren (oder: ihren) Vätern zum Erbbesitz gegeben habe.« |
| 19 ܘܐܢܐ ܐܡܪܬ ܕܐܚܫܒܟ ܒܒ̈ܢܝܐ ܘܐܬܠ ܠܟ ܐܪܥܐ ܓܒܝܬܐ ܘܝܪܬܘܬܐ ܕܚ̈ܝܠܐ ܕܚ̈ܝܠܘܬܐ ܕܥܡ̈ܡܐ ܘܐܡܪܬ ܐܒܝ ܬܩܪܘܢܢܝ ܘܡܢ ܒܬܪܝ ܠܐ ܬܗܦܟܘܢ | 19 »Zwar hatte ich gedacht: ›Wie will ich dich an Sohnes Statt halten und dir ein herrliches Land, den kostbarsten Besitz der ganzen Völkerwelt, verleihen!‹ Und weiter hatte ich gedacht, ihr würdet mich ›Vater‹ nennen und euch von meiner Nachfolge nicht mehr abkehren. |
| 20 ܫܪܝܪܐܝܬ ܐܝܟ ܕܡܕܓܠܐ ܐܢܬܬܐ ܒܚܒܪܗ̇ ܗܟܢܐ ܕܓܠܘ ܒܝ ܒܢ̈ܝ ܐܝܣܪܝܠ ܐܡܪ ܡܪܝܐ | 20 Aber ach! Wie ein Weib ihrem Genossen die Treue bricht, so habt auch ihr treulos an mir gehandelt, ihr vom Hause Israel!« – so lautet der Ausspruch des HERRN. |
| 21 ܩܠܐ ܥܠ ܫܒ̈ܝܠܐ ܐܫܬܡܥ ܒܟܬܐ ܘܒܥܘܬܐ ܕܒܝܬ ܐܝܣܪܝܠ ܕܥܩܡܘ ܐܘܪ̈ܚܬܗܘܢ ܘܛܥܘ ܠܡܪܝܐ ܐܠܗܗܘܢ | 21 Horch! Auf den kahlen Höhen vernimmt man Weinen, das inständige Flehen der Kinder Israel, weil sie auf verkehrtem Wege gewandelt sind und den HERRN, ihren Gott, vergessen haben. |
| 22 ܬܘܒܘ ܒ̈ܢܝܐ ܬܝܒ̈ܐ ܘܐܣܐ ܬܝܒܘܬܟܘܢ ܘܐܡܪܘ ܗܢܘܢ ܗܐ ܚܢܢ ܕܝܠܟ ܡܛܠ ܕܐܢܬ ܗܘ ܡܪܝܐ ܐܠܗܢ | 22 »Kehrt um, ihr abtrünnigen Söhne (oder: Kinder): ich will euren Abfall wiedergutmachen!« – »Ja hier sind wir, wir kommen zu dir; denn du, HERR, bist unser Gott. |
| 23 ܫܪܝܪܐܝܬ ܠܕܓܠܘܬܐ ܪܡܬܐ ܘܥܘܫܢܐ ܕܛܘܪ̈ܐ ܫܪܝܪܐܝܬ ܒܡܪܝܐ ܐܠܗܢ ܦܘܪܩܢܗ ܕܐܝܣܪܝܠ | 23 Wahrlich, nur Trug sind die Hügel, das Lärmen (= die lärmenden Feste) auf den Höhen! Wahrlich, nur beim HERRN, unserm Gott, steht das Heil für Israel! |
| 24 ܘܒܗܬܬܐ ܐܟܠܬ ܠܐܘܬ ܐ̈ܒܗܝܢ ܡܢ ܛܠܝܘܬܗܘܢ ܘܠܥܢܗܘܢ ܘܠܬܘܪ̈ܝܗܘܢ ܘܠܒܢܝ̈ܗܘܢ ܘܠܒܢ̈ܬܗܘܢ | 24 Ach, der Schandgötze (vgl. 11,13) hat seit unserer Jugend das verschlungen, was unsere Väter erworben hatten, ihr Kleinvieh und ihre Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter! |
| 25 ܢܕܡܟ ܒܒܗܬܬܢ ܘܢܟܣܝܢ ܚܦܪܢ ܡܛܠ ܕܠܡܪܝܐ ܐܠܗܢ ܚܛܝܢ ܚܢܢ ܘܐ̈ܒܗܝܢ ܡܢ ܛܠܝܘܬܢ ܘܥܕܡܐ ܠܝܘܡܢܐ ܘܠܐ ܫܡܥܢ ܒܩܠܗ ܕܡܪܝܐ ܐܠܗܢ | 25 So müssen wir uns denn in unsere Schande betten, und unsere Schmach muß uns zudecken! Denn wir haben gegen den HERRN, unsern Gott, gesündigt, wir selbst und unsere Väter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag und haben auf die Stimme des HERRN, unsers Gottes, nicht gehört!« |