SCRUTATIO

Martedi, 1 settembre 2026 - Sant Egidio ( Letture di oggi)

Siracide ܝܫܘܥ ܒܪ ܐܣܝܪܐ 37


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PeshittaEINHEITSUBERSETZUNG BIBEL
1 ܘܠܪܚܡܗ ܐܡ̇ܪ ܕܪܚܡܬ ܒܪܡ ܐܝܬ ܪܚܡܐ ܕܫܡܗ ܪܚܡܐ1 Jeder Freund sagt: Ich bin dein Freund.
Doch mancher Freund ist nur dem Namen nach Freund.
2 ܕܠܐ ܡܛܐ ܥܕܡܐ ܠܡܘܬܐ ܪܚܡܐ ܕܫܪܪܐ ܐܝܟ ܢܦܫܟ ܢܗܘܐ ܠܟ2 Ist es nicht ein tödlicher Schmerz,
wenn ein gleich gesinnter Freund zum Feind wird?
3 ܣܢܐܐ ܘܒܝܫܐ ܠܡܢܐ ܐܬܒܪܝܘ ܐܠܐ ܠܡܡܠܐ ܐܪܥܐ ܥܒ̈ܕܐ ܕܥܘܠܐ3 Weh, treuloser Freund, wozu bist du geschaffen?
Um die weite Erde mit Falschheit zu erfüllen?
4 ܒܝܫ ܪܚܡܐ ܕܩܪܝܒ ܠܦܬܘܪܐ ܘܒܥܕܢ ܥܩܬܐ ܩܐܡ ܡܢ ܩܒܘܠ4 Übel ist ein Freund, der nur nach dem Tisch sieht;
zur Zeit der Not hält er sich fern.
5 ܛܒ ܪܚܡܐ ܕܡܬܟܬܫ ܠܘܩܒܠ ܒܥܠܕܒܒܐ ܘܐܚܝܕ ܣܟܪܐ5 Ein guter Freund kämpft mit dem Feind,
er hält den Schild gegen den Widersacher.
6 ܠܐ ܬܫܒܚ ܪܚܡܟ ܒܩܘܪܒܐ ܘܠܐ ܬܫܠܛܝܘܗܝ ܒܒܝܬܟ6 Vergiss nicht den Kampfgefährten!
Hast du Beute gemacht, lass ihn nicht leer ausgehen!
7 ܟܘܠ ܡܠܘܟܐ ܚܙܝ ܒܪܡ ܐܝܬ ܡܠܟܐ ܕܫܦܝܪ ܥܒܝܕ7 Jeder Ratgeber weist mit der Hand die Richtung,
doch mancher rät einen Weg zum eigenen Vorteil.
8 ܡܢ ܡܠܘܟܐ ܥ̇ܘܠܐ ܛܪ ܢܦܫܟ ܘܕܥ ܠܘܩܕܡ ܡܢܐ ܒܥܐ ܡܛܠ ܕܐܦ ܗܘ ܒܢܦܫܗ ܗܘ ܡܬܪܥܐ ܕܠܡܐ ܢܪܡܐ ܥܠܝܟ ܬܘܟܐ ܒܝܫܐ8 Hüte dich vor dem Ratgeber!
Erforsche zuerst, was seine Absicht ist. Denn auch er denkt an sich selbst.
Doch warum soll das Los ihm zufallen?
9 ܘܢܐܡܪ ܡܐ ܛܒܐ ܗܝ ܐܘܪܚܟ ܘܢܩܘܡ ܡܢ ܩܒܘܠ ܘܢܚܙܐ ܒܨܥܪܟ9 Er sagt zu dir: Dein Weg ist der rechte.
Dann stellt er sich beiseite und schaut zu, wie du arm wirst.
10 ܠܐ ܬܬܡܠܟ ܒܣܢܐܟ ܘܡܢܗ ܟܣܝ ܪܐܙܟ10 Berate dich nicht mit deinem Neider;
vor dem, der eifersüchtig ist, verbirg Geheimes!
11 ܥܡ ܐܢܬܬܐ ܕܠܐ ܬܓܘܪܝܗ ܘܥܡ ܣܢܐܐ ܕܠܐ ܬܬܟܬܫ ܘܥܡ ܬܓܪܐ ܥܠ ܬܐܓܘܪܬܗ ܘܥܡ ܡܙܒܢܢܐ ܥܠ ܙܒܢܗ ܐܘ ܥܡ ܥܘܠܐ ܠܡܥܒܕ ܕܫܦܝܪ ܘܥܡ ܐܝܢܐ ܕܠܝܬ ܠܗ ܪ̈ܚܡܐ ܠܡܥܒܕ ܪ̈ܚܡܐ ܥܡ ܐܓܝܪܐ ܕܡܕܓܠ ܒܥܒܕܗ ܘܥܡ ܐܓܝܪܐ ܥܘܠܐ ܠܐ ܬܩܛܘܪ ܪܐܙܐ ܘܥܡ ܥܒܕܐ ܕܒܥܐ ܠܡܛܠܡ ܡܪܘܗܝ ܠܐ ܬܗܘܐ ܠܗ ܒܥܠ ܡܠܟܐ11 Berate dich nicht mit einer Frau über ihre Nebenbuhlerin,
mit einem Feind über den Kampf gegen ihn,
mit einem Händler über das Geschäft,
mit einem Käufer über die Ware,
mit einem Geizhals über die Liebestätigkeit,
mit einem Unbarmherzigen über das Glück des Mitmenschen,
mit einem Faulen über seine Arbeit,
mit einem Arbeiter über die Aussaat,
mit einem trägen Sklaven über die Menge der Arbeit. Vertraue dich nie diesen Menschen an,
wenn du Rat einholst.
12 ܥܡ ܐܢܫܐ ܙܕܝ̈ܩܐ ܗܘܝܬ ܥܡܕ ܕܗܢܘܢ ܕܚܠܝܢ ܠܡܚܛܐ ܩܕܡ ܐܠܗܐ ܘܠܒܗܘܢ ܫܘܐ ܠܠܒܟ ܘܐܢ ܡܒܐܫ ܠܟ ܠܢܦܫܗ ܗܘ ܡܒܐܫ ܘܐܢ ܡܛܐܒ ܠܟ ܠܢܦܫܗ ܗܘ ܡܛܐܒ12 Doch berate dich mit einem stets Besonnenen,
von dem du weißt, dass er die Gebote hält,
mit einem, dessen Herz denkt wie dein Herz
und der dir hilft, wenn du strauchelst.
13 ܡܛܘܠ ܕܗܝܡܢܘܬܗ ܗܝ ܬܚܝܘܗܝ ܘܐܦ ܗܘ ܡܗܝܡܢ ܗܘ ܐܟܘܬܟ13 Doch achte auch auf den Rat deines Gewissens.
Wer ist dir treuer als dieses?
14 ܠܒܗ ܕܒܪܢܫܐ ܢܚܕܐ ܒܐܘܪܚܗ ܝܬܝܪ ܡܢ ܥܘܬܪܐ ܕܥܠܡܐ ܕܠܐ ܡܗܢܐ14 Das Gewissen des Menschen gibt ihm bessere Auskunft
als sieben Wächter auf der Warte.
15 ܘܥܡ ܟܠܗܝܢ ܗܠܝܢ ܗ̣ܘܝܬ ܡܨܠܐ ܠܐܠܗܐ ܕܗ̣ܘ ܢܬܩܢ ܐܘܪܚܟ ܒܩܘܫܬܐ ܩܕܡ ܒܢܝ̈ܢܫܐ ܘܩܕܡ ܟܠܡܕܡ15 Bei alledem bete zu Gott!
Er wird in Treue deine Schritte lenken.
16 Der Anfang eines jeden Werkes ist das Wort,
der Anfang jeder Tat die Überlegung.
17 Die Wurzel der Pläne ist das Herz.
18 ܡܪܝܐ ܒ̣ܪܐ ܟܠ ܛܒ ܘܒܝܫ ܚ̈ܝܐ ܘܡܘܬܐ ܘܕܫܠܝܛ ܒܠܫܢܗ ܢܬܦܨܐ ܡܢ ܒܝܫܐ18 Vier Reiser wachsen daraus hervor: Gutes und Böses, Leben und Tod.
Doch die Zunge hat Gewalt über sie alle.
19 ܟܠ ܡ̇ܢ ܕܚܟܝܡ ܒܪܥܝܢܗ ܗܘܝܘ ܣܟܠܐ19 Es gibt Weise, die für viele weise sind,
für sich selber aber sind sie Toren.
20 ܐܝܬ ܓܝܪ ܕܚܟܝܡ ܘܒܫ̈ܘܥܝܬܗ ܡܣܬܢܐ ܘܡܢ ܟܠ ܐܝܩܪ ܟܠܐ ܢܦܫܗ20 Es gibt Weise, die trotz ihres Wortes verachtet sind,
von allen Genüssen sind sie ausgeschlossen.
21 [Denn vom Herrn wurde ihm keine Huld zuteil,
weil ihm alle Weisheit fehlt.]
22 ܘܐܝܬ ܚܟܝܡܐ ܕܠܢܦܫܗ ܚܟܝܡ ܘܦܐܪ̈ܐ ܕܥܒ̈ܕܘܗܝ ܡܢ ܚܙܘܐ ܕܐ̈ܦܘܗܝ22 Es gibt Weise, die für sich selbst weise sind;
die Frucht ihres Wissens zeigt sich an ihrem Leib.
23 ܐܝܬ ܚܟܝܡܐ ܕܒܟܠ ܥܕܢ ܚܟܝܡ ܘܦܐܪ̈ܝܗܘܢ ܕܚܟܝ̈ܡܐ ܠܢܦܫܗܘܢ23 Es gibt Weise, die für ihr Volk weise sind;
die Frucht ihres Wissens ist von Dauer.
24 ܘܕܚܟܝܡ ܠܢܦܫܗ ܢܣܒܥ ܬܦܢ̈ܝܩܐ ܘܢܫܒܚܘܢܗ ܟܠܗܘܢ ܚܙ̈ܝܘܗܝ24 Wer weise ist für sich selbst, sättigt sich an Genüssen,
alle, die ihn sehen, preisen ihn glücklich.
25 [Des Menschen Leben währt zählbare Tage,
das Leben des Volkes Israel unzählbare Tage.]
26 ܚܟܝܡܐ ܕܥܡܐ ܢܐܪܬ ܐܝܩܪܐ ܘܫܡܗ ܩ̇ܝܡ ܠܚ̈ܝܐ ܕܠܥܠܡ26 Wer weise ist für das Volk, erlangt Ehre,
sein Ruhm wird dauernd weiterleben.
27 ܒܪܝ ܒܚ̈ܝܝܟ ܢܣܐ ܢܦܫܟ ܘܚܙܝ ܡܕܡ ܕܒܝܫ ܠܗ̇ ܠܐ ܬܬܠ ܠܗ̇27 Mein Sohn, prüfe dich in deiner Lebensweise,
beobachte, was dir schlecht bekommt, und meide es!
28 ܡܛܠ ܕܠܐ ܗܘܐ ܟܠ ܡܐܟܘܠܬܐ ܛܒܐ ܘܠܐ ܟܠ ܢܦܫܐ ܒܩܠܝܠ ܡܬܪܥܝܐ28 Denn nicht alles ist für alle gut,
nicht jeder kann jedes wählen.
29 ܠܐ ܬܣܓܐ ܠܗ̇ ܡܐܟܘܠܬܐ ܕܬܦܢܝ̈ܩܐ ܘܠܐ ܬܒܐܫ ܥܝܢܟ ܥܠ ܡܐܟܘܠܬܐ ܣܓܝܐܬܐ29 Giere nicht nach jedem Genuss,
stürz dich nicht auf alle Leckerbissen!
30 ܡܛܠ ܕܡܢ ܣܓܝܐܘܬܐ ܕܡܐܟܘܠܬܐ ܗ̇ܘܐ ܡܪܥܐ ܘܕܡܣܓܐ ܠܡܐܟܠ ܡܬܟܪܗ30 Denn im Übermaß des Essens steckt die Krankheit,
der Unmäßige verfällt heftigem Erbrechen.
31 ܣܓܝܐ̈ܐ ܓܝܪ ܕܡܝܬܘ ܡܛܠ ܡܐܟܘܠܬܐ ܣܓܝܐܬܐ ܘܕܡܙܕܗܪ ܡܘܣܦ ܚ̈ܝܐ31 Schon viele sind durch Unmäßigkeit gestorben,
wer sich aber beherrscht, verlängert sein Leben.