| 1 ܘܐܙܠ ܐܒܝܡܠܟ ܒܪ ܢܕܘܒܥܠ ܠܫܟܝܡ ܠܘܬ ܐܚ̈ܐ ܕܐܡܗ ܘܐܡܪ ܠܗܘܢ ܘܠܟܠܗ̇ ܫܪܒܬܐ ܕܒܝܬ ܐܒܘܗ ܕܐܡܗ | 1 Abimelech aber, der Sohn Jerubbaals, begab sich nach Sichem zu den Brüdern (oder: Verwandten) seiner Mutter und stellte ihnen sowie allen, die zu der Familie des Vaters seiner Mutter gehörten, folgendes vor: |
| 2 ܐܡܪ ܩܕܡ ܟܠܗܘܢ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܡܢܐ ܦܩܚ ܠܟܘܢ ܕܢܫܬܠܛܘܢ ܒܟܘܢ ܫܒܥܝܢ ܓܒܪ̈ܝܢ ܒܢ̈ܘܗܝ ܕܢܕܘܒܥܝܠ ܐܘ ܕܢܫܬܠܛ ܒܟܘܢ ܚܕ ܓܒܪ ܘܐܬܕܟܪܘ ܕܓܪܡܟܘܢ ܐܢܐ ܘܒܣܪܟܘܢ | 2 »Richtet doch an alle Bürger von Sichem laut die Frage: ›Was ist vorteilhafter für euch, wenn siebzig Männer, sämtliche Söhne Jerubbaals, über euch herrschen oder wenn ein einziger Mann euer Herrscher ist?‹ Bedenkt auch, daß ich von eurem Fleisch und Bein bin!« |
| 3 ܘܐܡܪܘ ܐ̈ܚܐ ܕܐܡܗ ܩܕܡ ܟܘܠܗܘܢ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܥܠܘܗܝ ܟܠܗܝܢ ܡ̈ܠܐ ܗܠܝܢ ܘܐܨܛܒܝ ܠܒܗܘܢ ܒܬܪ ܐܒܝܡܠܟ ܘܐܡܪܝܢ ܐܚܘܢ ܗܘ | 3 Als nun die Brüder (oder: Verwandten) seiner Mutter alle diese Äußerungen vor den Bürgern von Sichem laut aussprachen und für ihn eintraten, da neigten sich ihre Herzen dem Abimelech zu; denn sie sagten: »Er ist unser Bruder (= Stammesgenosse).« |
| 4 ܘܝܗܒܘ ܠܗ ܫܒܥܝܢ ܕܟܣܦܐ ܡܢ ܒܝܬ ܒܥܠ ܩܝܡܐ ܘܐܓܪ ܒܗܘܢ ܐܒܝܡܠܟ ܐܢܫܐ ܣܪ̈ܝܩܐ ܘܦܚ̈ܙܐ ܘܐܙܠܘ ܒܬܪܗ | 4 Sie gaben ihm also siebzig Schekel Silber aus dem Tempel des Bundesbaals, und mit diesem Gelde nahm Abimelech eine Anzahl nichtsnutziger und verwegener Leute in seinen Dienst: sie bildeten sein Gefolge. |
| 5 ܘܥܠ ܠܒܝܬ ܐܒܘܗܝ ܠܥܘܦܪܐ ܘܩܛܠ ܠܐ̈ܚܘܗܝ ܒܢ̈ܘܗܝ ܕܢܕܘܒܥܝܠ ܫܒܥܝܢ ܓܒܪ̈ܝܢ ܥܠ ܟܐܦܐ ܚܕܐ ܘܐܫܬܚܪ ܝܘܬܡ ܒܪ ܢܕܘܒܥܝܠ ܙܥܘܪܐ ܡܛܠ ܕܐܬܛܫܝ | 5 Er begab sich dann nach Ophra in das Haus seines Vaters und ermordete dort seine Brüder, die Söhne Jerubbaals, siebzig Männer, alle auf einem Steine (oder: auf einmal); nur Jotham, der jüngste Sohn Jerubbaals, blieb am Leben, weil er sich versteckt hatte. |
| 6 ܘܐܬܟܢܫܘ ܟܠܗܘܢ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܘܟܘܠܗ ܥܡܐ ܕܒܝܬ ܡܠܘ ܘܐܙܠܘ ܘܐܩܝܡܘ ܠܐܒܝܡܠܟ ܕܢܗܘܐ ܥܠܝܗܘܢ ܡܠܟܐ ܥܠ ܓܢܒ ܒܠܘܛܐ ܕܡܨܦܝܐ ܕܐܝܬ ܒܫܟܝܡ | 6 Darauf versammelten sich alle Bürger von Sichem und alle Bewohner des Millo (d.h. der Burg), begaben sich zu der Denkmalseiche, die in der Nähe von Sichem steht (vgl. Jos 24,26), und machten dort Abimelech zum König. |
| 7 ܘܚܘܝܘ ܠܝܘܬܡ ܘܣܠܩ ܘܩܡ ܒܪܝܫ ܛܘܪܐ ܕܓܪܙܝܡ ܘܐܪܝܡ ܩܠܗ ܘܐܡܪ ܫܘܡܥܘܢܝ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܕܢܫܡܥܟܘܢ ܐܠܗܐ | 7 Als man das dem Jotham hinterbrachte, machte er sich auf, trat auf den Gipfel des Berges Garizim und rief ihnen mit hocherhobener Stimme zu: »Hört mich an, ihr Bürger von Sichem, damit auch Gott euch anhöre! |
| 8 ܡܐܙܠ ܐܙܠܘ ܐ̈ܝܠܢܐ ܕܢܡܫܚܘܢ ܥܠܝܗܘܢ ܡܠܟܐ ܐܡܪܝܢ ܠܙܝܬܐ ܐܡܠܟ ܥܠܝܢ | 8 Einst gingen die Bäume hin, um einen König über sich zu salben, und sagten zum Ölbaum: ›Sei du unser König!‹ |
| 9 ܐܡܪ ܠܗܘܢ ܙܝܬܐ ܠܐ ܫܒܩ ܐܢܐ ܕܘܗܢܝ ܕܒܝ ܡܬܝܩܪܝܢ ܐ̈ܠܗܐ ܘܐ̈ܢܫܐ ܘܐܙܠ ܐܢܐ ܠܡܢܕ ܥܠ ܐ̈ܝܠܢܐ | 9 Aber der Ölbaum erwiderte ihnen: ›Soll ich etwa meine Fettigkeit aufgeben, um deretwillen Götter und Menschen mich preisen, und soll hingehen, um über den Bäumen zu schweben?‹ |
| 10 ܐܡܪܝܢ ܐ̈ܝܠܢܐ ܠܬܬܐ ܬܝ ܐܢܬܝ ܐܡܠܟ ܥܠܝܢ | 10 Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: ›Komm du, sei unser König!‹ |
| 11 ܐܡܪܐ ܠܗܘܢ ܬܬܐ ܠܐ ܫܒܩܐ ܐܢܐ ܚܠܝܘܬܝ ܘܐܒܝ ܛܒܐ ܘܐܙܠܐ ܐܢܐ ܠܡܢܕ ܥܠ ܐ̈ܝܠܢܐ | 11 Aber der Feigenbaum erwiderte ihnen: ›Soll ich etwa meine Süßigkeit und meine köstlichen Früchte aufgeben und hingehen, um über den Bäumen zu schweben?‹ |
| 12 ܐܡܪ̈ܝܢ ܐܝ̈ܠܢܐ ܠܓܦܬܐ ܐܢܬܝ ܬܝ ܐܡܠܟ ܥܠܝܢ | 12 Da sagten die Bäume zum Weinstock: ›Komm du, sei unser König!‹ |
| 13 ܐܡܪܐ ܠܗܘܢ ܓܦܬܐ ܠܐ ܫܒܩܐ ܐܢܐ ܐܕܫܝ ܕܡܚܕܐ ܠܒܐ ܕܐ̈ܠܗܐ ܘܐܢܫܐ ܘܐܙܠܐ ܐܢܐ ܠܡܢܕ ܥܠ ܐ̈ܝܠܢܐ | 13 Aber der Weinstock erwiderte ihnen: ›Soll ich etwa meinen Wein aufgeben, der Götter und Menschen fröhlich macht, und hingehen, um über den Bäumen zu schweben?‹ |
| 14 ܐܡܪܝܢ ܐܝ̈ܠܢܐ ܟܠܗܘܢ ܠܗܛܛܐ ܐܢܬ ܐܡܠܟ ܥܠܝܢ | 14 Da sagten die Bäume alle zum Dornstrauch: ›Komm du, sei unser König!‹ |
| 15 ܐܡܪ ܗܛܛܐ ܠܐ̈ܝܠܢܐ ܐܢ ܒܫܪܪܐ ܡܫܚܝܢ ܐܢܬܘܢ ܠܝ ܕܐܡܠܟ ܥܠܝܟܘܢ ܬܘ ܐܣܬܬܪܘ ܒܛܠܠܝ ܘܐܠܐ ܬܦܘܩ ܢܘܪܐ ܡܢ ܗܛܛܐ ܘܬܐܟܘܠ ܠܐܪ̈ܙܐ ܕܒܠܒܢܢ | 15 Da antwortete der Dornstrauch den Bäumen: ›Wenn ihr mich wirklich zum König über euch salben wollt, so kommt: vertraut euch meinem Schatten an! Wo nicht, so soll Feuer vom Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanons verzehren!‹ |
| 16 ܘܗܫܐ ܐܢ ܒܩܘܫܬܐ ܘܒܫܪܪܐ ܥܒܕܬܘܢ ܘܐܡܠܟܬܘܢ ܠܐܒܝܡܠܟ ܘܐܢ ܛܒܬܐ ܥܒܕܬܘܢ ܥܡ ܢܕܘܒܥܝܠ ܘܥܡ ܒܝܬܗ ܐܘ ܐܝܟ ܥܡܠܐ ܕܐ̈ܝܕܘܗܝ ܦܪܥܬܘܢܝܗܝ | 16 Und nun, wenn ihr treu und redlich gehandelt habt, daß ihr Abimelech zum König gemacht, und wenn ihr ehrenhaft an Jerubbaal und seinem Hause gehandelt und euch dankbar für seine Verdienste um euch bewiesen habt – |
| 17 ܕܐܬܟܬܫ ܐܒܝ ܥܠ ܐ̈ܦܝܟܘܢ ܘܫܕܐ ܢܦܫܗ ܡܢ ܩܒܘܠ ܘܦܨܝܟܘܢ ܡܢ ܐܝܕܐ ܕܡܕܝܢ | 17 denn mein Vater hat für euch gekämpft und sein Leben aufs Spiel gesetzt und euch aus der Gewalt der Midianiter errettet, |
| 18 ܘܐܢܬܘܢ ܩܡܬܘܢ ܥܠ ܒܝܬ ܐܒܝ ܝܘܡܢܐ ܘܩܛܠܬܘܢ ܠܒܢ̈ܘܗܝ ܫܒܥܝܢ ܓܒܪ̈ܝܢ ܥܠ ܟܐܦܐ ܚܕܐ ܘܐܡܠܟܬܘܢ ܠܐܒܝܡܠܟ ܒܪ ܐܡܬܗ ܥܠ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܡܛܠ ܕܐܚܘܟܘܢ ܗܘ | 18 während ihr euch jetzt gegen das Haus meines Vaters erhoben und seine Söhne ermordet habt, siebzig Männer, alle auf einmal (vgl. V.5), und habt Abimelech, den Sohn seiner Magd (= Sklavin), zum König über die Bürger von Sichem gemacht, weil er euer Bruder (oder: Stammesgenosse) ist –; |
| 19 ܘܐܢ ܒܩܘܫܬܐ ܘܒܫܪܪܐ ܥܒܕܬܘܢ ܥܡ ܕܒܝܬ ܢܕܘܒܥܝܠ ܘܥܡ ܒܝܬܗ ܝܘܡܢܐ ܚܕܘ ܒܐܒܝܡܠܟ ܘܐܦ ܗܘ ܢܚܕܐ ܒܟܘܢ | 19 wenn ihr also heute treu und ehrenhaft an Jerubbaal und seinem Hause gehandelt habt, so wünsche ich euch, Freude an Abimelech zu erleben, und auch er möge euer froh werden! |
| 20 ܘܐܠܐ ܬܦܘܩ ܢܘܪܐ ܡܢ ܐܒܝܡܠܟ ܘܬܐܟܘܠ ܠܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܘܠܡܪ̈ܝܗ ܕܡܠܘ ܘܬܦܘܩ ܢܘܪܐ ܡܢ ܒܝܬ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܘܡܪ̈ܝܗ ܕܡܠܘ ܘܬܐܟܠܝܘܗܝ ܠܐܒܝܡܠܟ | 20 Wenn aber nicht, so möge Feuer von Abimelech ausgehen und die Bürger von Sichem samt den Bewohnern der Burg verzehren, und ebenso möge Feuer von den Bürgern Sichems und von den Bewohnern der Burg ausgehen und den Abimelech verzehren!« |
| 21 ܘܥܪܩ ܝܘܬܡ ܘܐܬܦܠܛ ܘܐܙܠ ܠܕܒܝܪ ܘܐܝܬܒ ܬܡܢ ܐܝܟܐ ܕܝܬ̇ܒ ܗܘܐ ܐܒܝܡܠܟ ܡܢ ܩܕܝܡ | 21 Darauf entfloh Jotham eilig und kam glücklich nach Beer, wo er sich in weiter Entfernung von seinem Bruder Abimelech niederließ. |
| 22 ܘܐܫܬܠܛ ܐܒܝܡܠܟ ܥܠ ܐܝܣܪܝܠ ܬܠܬ ܫ̈ܢܝܢ | 22 Als nun Abimelech drei Jahre über Israel geherrscht hatte, |
| 23 ܘܫܕܪ ܐܠܗܐ ܪܘܚܐ ܒܝܫܬܐ ܥܠ ܐܒܝܡܠܟ ܘܥܠ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܘܕܓܠܘ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܒܐܒܝܡܠܟ | 23 ließ Gott einen bösen Geist (= Zwietracht und Zerwürfnis) zwischen Abimelech und den Bürgern von Sichem entstehen, so daß die Bürger von Sichem von Abimelech abfielen – |
| 24 ܡܛܠ ܕܢܐܬܐ ܥܘܠܐ ܕܫܒܥܝܢ ܒ̈ܢܘܗܝ ܕܢܕܘܒܥܠ ܘܕܡܗܘܢ ܠܡܣܡ ܥܠ ܐܒܝܡܠܟ ܐܚܘܗܘܢ ܕܩܛܠ ܐܢܘܢ ܘܥܠ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ ܕܚܝܠܘ ܐ̈ܝܕܘܗܝ ܕܢܩܛܠ ܠܐܚ̈ܘܗܝ | 24 dies geschah nämlich, damit das an den siebzig Söhnen Jerubbaals begangene Verbrechen gerächt würde und Gott ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech, der sie ermordet hatte, und auf die Bürger von Sichem kommen ließe, die ihm bei der Ermordung seiner Brüder behilflich gewesen waren. |
| 25 ܘܐܟܡܢܘ ܠܗ ܟܡܐܢܐ ܥܠ ܪܝܫ ܛܘܪܐ ܘܚܛܦܘ ܟܠ ܕܥܒܪ ܥܠܝܗܘܢ ܒܐܘܪܚܐ ܘܐܬܚܘܝ ܠܐܒܝܡܠܟ | 25 Die Bürger von Sichem legten also, um ihn verhaßt zu machen, auf den Bergeshöhen Wegelagerer in Hinterhalt; die mußten jeden ausplündern, der auf der Straße an ihnen vorüberzog. Das wurde dem Abimelech hinterbracht. |
| 26 ܘܐܬܐ ܓܥܠ ܒܪ ܥܦܪ ܘܐ̈ܚܘܗܝ ܘܥܒܪ ܒܫܟܝܡ ܘܐܬܬܟܠܘ ܥܠܘܗܝ ܡܪ̈ܝܗ ܕܫܟܝܡ | 26 Damals war nämlich Gaal, der Sohn Ebeds, mit seinen Brüdern (oder: Stammesgenossen) gekommen und hatte sich in Sichem niedergelassen, und die Bürger von Sichem hatten Vertrauen zu ihm gewonnen. |
| 27 ܘܢܦܩܘ ܠܕܒܪܐ ܘܩܛܦܘ ܟܪ̈ܡܝܗܘܢ ܘܥܨܪܘ ܘܥܒܕܘ ܚܠܘܠܐ ܘܥܠܘ ܠܒܝܬ ܐ̈ܠܗܝܗܘܢ ܘܠܥܣܘ ܘܐܫܬܝܘ ܘܨܚܝܘ ܠܐܒܝܡܠܟ | 27 Als sie nun einst aufs Feld hinausgezogen waren und die Weinlese gehalten und gekeltert hatten, veranstalteten sie ein Freudenfest, begaben sich in den Tempel ihres Gottes, aßen und tranken und stießen Verwünschungen gegen Abimelech aus. |
| 28 ܘܐܡܪ ܓܥܠ ܒܪ ܥܦܪ ܡܢܘ ܐܒܝܡܠܟ ܘܡܢܘ ܫܟܝܡ ܕܢܦܠܚܝܘܗܝ ܠܐ ܗܘܐ ܒܪ ܢܕܘܒܥܠ ܘܙܟܠ ܕܫܢܝ ܦܘܩܕܢܗ ܦܠܚ ܠܐܢܫ̈ܝ ܚܡܘܪ ܐܒܘܗܝ ܕܫܟܝܡ ܡܛܘܠ ܡܢܐ ܢܦܠܚܝܘܗܝ ܚܢܢ | 28 Da rief Gaal, der Sohn Ebeds, aus: »Wer ist Abimelech, und wer sind wir Sichemiten, daß wir seine Untertanen sein sollten? Ist er nicht ein Sohn Jerubbaals und Sebul sein Vogt? Müßte er nicht den Männern Hemors, des Stammvaters von Sichem, untertan sein? Warum sollen nun wir ihm dienen? |
| 29 ܡ̇ܢ ܕܝܢ ܐܫܠܡܗ ܠܥܡܐ ܗܢܐ ܒܐ̈ܝܕܝ ܘܐܥܒܪܬܗ ܠܐܒܝܡܠܟ. ܘܐܡܪ ܠܐܒܝܡܠܟ ܐܣܓܐ ܚܝܠܟ ܘܦܘܩ | 29 Hätte ich nur dies Volk unter meinem Befehl: ich wollte diesem Abimelech schon den Weg weisen und dem Abimelech sagen lassen: ›Verstärke dein Heer und rücke aus!‹« |
| 30 ܘܫܡܥ ܙܟܠ ܫܠܝܛܐ ܕܩܪܝܬܐ ܡ̈ܠܘܗܝ ܕܓܥܠ ܒܪ ܥܦܪ ܘܐܬܚܡܬ ܪܘܓܙܗ | 30 Als nun Sebul, der Stadthauptmann, Kunde von den Reden Gaals, des Sohnes Ebeds, erhielt, geriet er in Zorn; |
| 31 ܘܫܕܪ ܐܝ̈ܙܓܕܐ ܠܘܬ ܐܒܝܡܠܟ ܒܢܟܠܐ ܘܐܡܪ ܗܐ ܓܥܠ ܒܪ ܥܦܪ ܗܘ ܘܐܚ̈ܘܗܝ ܐܬܘ ܠܫܟܝܡ ܘܗܐ ܚܕܝܪܝܢ ܠܩܪܝܬܐ ܥܠܝܟ | 31 er sandte insgeheim Boten an Abimelech und ließ ihm sagen: »Wisse wohl: Gaal, der Sohn Ebeds, ist mit seinen Brüdern (vgl. V.26) nach Sichem gekommen, und sie wiegeln nun die Stadt gegen dich auf. |
| 32 ܗܫܐ ܩܘܡ ܒܠܠܝܐ ܐܢܬ ܘܥܡܐ ܕܥܡܟ ܘܐܬܟܡܢܘ ܒܕܒܪܐ | 32 Mache dich also in der Nacht (oder: noch in dieser Nacht) mit dem Kriegsvolk, das du bei dir hast, auf den Weg und lege dich draußen auf dem Felde in einen Hinterhalt. |
| 33 ܘܒܨܦܪܐ ܡܐ ܕܕܢܚܬ ܫܡܫܐ ܩܘܡ ܘܗܠܟ ܥܠ ܩܪܝܬܐ ܘܗܐ ܗܘ ܘܥܡܐ ܕܥܡܗ ܢܦܩܝܢ ܠܘܬܟ ܥܒܕ ܠܗܘܢ ܐܝܟ ܡܐ ܕܣܦܩܐ ܒܐ̈ܝܕܝܟ | 33 Frühmorgens aber, sobald die Sonne aufgeht, brich auf und überfalle die Stadt. Wenn er dann mit seinen Leuten gegen dich ausrückt, so verfahre mit ihm nach den Umständen.« |
| 34 ܘܩܡ ܐܒܝܡܠܟ ܘܟܠܗ ܥܡܐ ܕܥܡܗ ܒܠܠܝܐ ܘܐܬܟܡܢܘ ܥܠ ܫܟܝܡ ܐܪܒܥܐ ܪ̈ܫܝܢ | 34 Da machte sich Abimelech mit allem Kriegsvolk, das er bei sich hatte, in der Nacht auf den Weg, und sie legten sich in vier Abteilungen in den Hinterhalt gegen Sichem. |
| 35 ܘܢܦܩ ܓܥܠ ܒܪ ܥܦܪ ܘܩܡ ܒܡܥܠܢܐ ܕܬܪܥܐ ܕܩܪܝܬܐ ܘܩܡ ܐܒܝܡܠܟ ܘܥܡܐ ܕܥܡܗ ܡܢ ܟܡܐܢܐ | 35 Als nun Gaal, der Sohn Ebeds, hinausging und an den Eingang des Stadttores trat, brach Abimelech mit seinen Leuten aus dem Hinterhalt hervor. |
| 36 ܘܚܙܐ ܓܥܠ ܠܥܡܐ ܘܐܡܪ ܠܙܟܠ ܗܐ ܥܡܐ ܢܚܬܝܢ ܡܢ ܪ̈ܝܫܝ ܛܘܪ̈ܐ ܘܐܡܪ ܠܗ ܙܟܠ ܛܠܠܐ ܗܘ ܕܛܘܪ̈ܐ ܚܙܐ ܐܢܬ ܐܝܟ ܐܢܫ̈ܐ | 36 Sobald Gaal die Leute erblickte, sagte er zu Sebul: »Da kommt ja Kriegsvolk von den Berghöhen herab!« Aber Sebul entgegnete ihm: »Den Schatten der Berge siehst du für Männer an.« |
| 37 ܘܐܘܣܦ ܓܥܠ ܘܐܡܪ ܠܙܟܠ ܗܐ ܥܡܐ ܢܚܬܝܢ ܡܢ ܬܘܩܢܗ̇ ܕܐܪܥܐ ܘܪܫܐ ܚܕ ܐܬ̇ܐ ܡܢ ܐܘܪܚܐ ܕܒܝܬ ܒܠܘܛܐ ܕܡܥܘܢܝܢ | 37 Doch Gaal blieb dabei: »Nein, es sind Krieger, die vom Nabel des Landes (oder: vom Erdnabel) herabziehen, und dort ist noch eine Schar, die des Weges von der Wahrsager-Eiche her kommt«. |
| 38 ܐܡܪ ܠܗ ܙܟܠ ܐܝܟܐ ܗܘ ܦܘܡܟ ܗܘ ܕܐܡܪ ܗܘܐ ܕܡܢܘ ܐܒܝܡܠܟ ܕܢܦܠܚܝܘܗܝ ܠܐ ܗܘܐ ܗܢܐ ܥܡܐ ܕܐܣܠܝܬ ܦܘܩ ܗܫܐ ܘܐܬܟܬܫ ܥܡܗ | 38 Da rief Sebul ihm zu: »Wo ist denn nun dein großes Maul, mit dem du ausgerufen hast: ›Wer ist Abimelech, daß wir seine Untertanen sein sollten?‹ Das ist ja das Kriegsvolk, das du verachtet hast! So ziehe nun jetzt aus und kämpfe mit ihm!« |
| 39 ܘܢܦܩ ܓܥܠ ܩܕܡ ܡܪ̈ܝܗ ܕܩܪܝܬܐ ܘܐܬܟܬܫ ܥܡ ܐܒܝܡܠܟ | 39 Da zog Gaal an der Spitze der Bürger von Sichem aus und wurde mit Abimelech handgemein; |
| 40 ܘܪܕܦܗ ܐܒܝܡܠܟ ܘܥܪܩ ܡܢ ܩܕܡܘܗܝ ܘܢܦܠܘ ܩ̈ܛܝܠܐ ܣ̈ܓܝܐܐ ܥܕܡܐ ܠܡܥܠܢܐ ܕܬܪܥܐ | 40 dieser aber schlug ihn zurück, und er mußte vor ihm fliehen, und viele blieben erschlagen liegen bis an den Eingang des Stadttores. |
| 41 ܘܐܝܬܒ ܐܒܝܡܠܟ ܒܐܕܘܡܐ ܘܛܪܕ ܙܟܠ ܠܓܥܠ ܘܠܐ̈ܚܘܗܝ ܕܠܐ ܢܬܒܘܢ ܒܫܟܝܡ | 41 Während Abimelech dann in Aruma blieb, vertrieb Sebul den Gaal und dessen Brüder (oder: Genossen), so daß sie nicht länger in Sichem bleiben konnten. |
| 42 ܘܗܘܐ ܡܢ ܒܬܪ ܝܘܡܐ ܘܢܦܩܘ ܥܡܐ ܠܕܒܪܐ ܘܚܘܝܘ ܠܐܒܝܡܠܟ | 42 Als dann am folgenden Morgen die Leute aufs Feld hinausgegangen waren, nahm Abimelech, der Kunde davon erhalten hatte, |
| 43 ܘܕܒܪ ܠܥܡܐ ܘܦܠܓ ܐܢܘܢ ܠܬܠܬܐ ܪ̈ܫܝܢ ܘܐܬܟܡܢܘ ܒܕܒܪܐ ܘܚܙܐ ܘܗܐ ܥܡܐ ܢܦܩ ܡܢ ܩܪܝܬܐ ܘܩܡ ܥܠܝܗܘܢ ܘܩܛܠ ܐܢܘܢ | 43 sein Kriegsvolk, teilte es in drei Abteilungen und legte sich draußen auf dem Felde in den Hinterhalt. Als er nun sah, wie die Leute aus der Stadt herauskamen, fiel er über sie her und machte sie nieder; |
| 44 ܘܐܒܝܡܠܟ ܘܪ̈ܝܫܐ ܕܥܡܗ ܗܠܟܘ ܘܩܡܘ ܒܡܥܠܢܐ ܕܬܪܥܐ ܕܩܪܝܬܐ ܘܬܪ̈ܝܢ ܪ̈ܝܫܝܢ ܗܠܟܘ ܥܠ ܟܠ ܕܒܡܕܒܪܐ ܘܩܛܠܘ ܐܢܘܢ | 44 dann stürmte er mit seiner Abteilung vor und nahm am Eingang des Stadttores Stellung, während die beiden anderen Abteilungen über alle die herfielen, welche auf dem Felde waren, und sie niederhieben. |
| 45 ܘܐܒܝܡܠܟ ܐܬܟܬܫ ܒܩܪܝܬܐ ܟܠܗ ܝܘܡܐ ܗܘ ܘܟܒܫܗ̇ ܠܩܪܝܬܐ ܘܠܟܠܗ ܥܡܐ ܕܐܝܬ ܒܗ̇ ܩܛܠ ܘܥܩܪܗ̇ ܠܩܪܝܬܐ ܘܙܪܥܗ̇ ܡܠܘܚܐ | 45 Abimelech bestürmte dann die Stadt jenen ganzen Tag hindurch, und als er sie erobert hatte, ließ er die Einwohner töten, zerstörte die Stadt und streute Salz über die ganze Stätte. |
| 46 ܘܫܡܥܘ ܟܠܗܘܢ ܡܪ̈ܝܗ ܕܡܓܕܠ ܫܟܝܡ ܘܐܬܘ ܠܡܦܣܩ ܒܝܬ ܐܝܠ ܩܝܡܐ | 46 Als die Bewohner der Burg von Sichem das vernahmen, begaben sie sich alle in den Keller des Tempels des Bundesgottes. |
| 47 ܘܚܘܝܘ ܠܐܒܝܡܠܟ ܕܐܬܟܢܫܘ ܡܪ̈ܝܗ ܕܡܓܕܠ ܫܟܝܡ | 47 Sobald nun dem Abimelech gemeldet wurde, daß alle Bewohner der Burg von Sichem dort beisammen seien, |
| 48 ܘܣܠܩ ܐܒܝܡܠܟ ܠܛܘܪܐ ܕܨܠܡܘܢ ܘܟܠܗ ܥܡܐ ܕܥܡܗ ܘܢܣܒ ܐܒܝܡܠܟ ܢܪܓܐ ܒܐܝܕܗ ܘܦܣܩ ܣܘܟܬܐ ܕܩܝ̈ܣܐ ܘܫܩܠܗ̇ ܘܣܡܗ̇ ܥܠ ܟܬܦܗ ܘܐܡܪ ܠܥܡܐ ܕܥܡܗ ܡܐ ܕܚܙܝܬܘܢ ܕܥܒܕܬ ܥܒܕܘ ܐܦ ܐܢܬܘܢ ܒܥܓܠ ܐܟܘܬܝ | 48 stieg er mit seiner gesamten Mannschaft auf den Berg Zalmon; dort nahm Abimelech seine Axt zur Hand, hieb einen Busch Holz ab, lud ihn sich auf die Schultern und befahl seinen Leuten: »Was ihr mich habt tun sehen, das tut auch ihr ohne Verzug!« |
| 49 ܘܦܣܩܘ ܓܒܪ ܣܘܟܬܗ ܘܐܙܠܘ ܒܬܪ ܐܒܝܡܠܟ ܘܣܡܘ ܟܫܝܬܐ ܘܐܘܩܕܘܗ ܠܩܪܝܬܐ ܒܢܘܪܐ ܘܡܝܬܘ ܟܠܗܘܢ ܐܢܫܐ ܕܐܝܬ ܒܡܓܕܠ ܫܟܝܡ ܒܢܘܪܐ ܐܝܟ ܐܠܦ ܒܝܬ ܓܒܪ̈ܐ ܠܢܫ̈ܐ | 49 Da hieben auch sämtliche Krieger Mann für Mann einen Busch für sich ab, zogen dann hinter Abimelech her, warfen (das Holz) oben auf den Keller und setzten so den Keller von obenher in Brand, so daß nun auch alle Bewohner der Burg von Sichem ihren Tod fanden, ungefähr tausend Männer und Frauen. |
| 50 ܘܐܙܠ ܐܒܝܡܠܟ ܠܬܒܨ ܘܫܪܐ ܒܬܒܨ ܘܐܚܕܗ̇ | 50 Hierauf rückte Abimelech gegen Thebez, belagerte den Ort und eroberte ihn. |
| 51 ܘܡܓܕܠܐ ܥܫܝܢܐ ܗܘܐ ܒܓܘܗ̇ ܕܩܪܝܬܐ ܘܥܪܩܘ ܠܬܡܢ ܟܠܗܘܢ ܓܒܪ̈ܐ ܘܢܫ̈ܐ ܘܟܠܗܘܢ ܡܪ̈ܝܗ ܕܩܪܝܬܐ ܘܐܚܕܘ ܒܐ̈ܦܝܗܘܢ ܘܣܠܩܘ ܠܐܓܪܐ ܕܡܓܕܠܐ | 51 Mitten im Ort stand aber ein fester Turm, in den sich alle Männer und Frauen, sämtliche Bürger des Orts, geflüchtet hatten; sie hatten sich daselbst eingeschlossen und waren auf das Dach des Turmes gestiegen. |
| 52 ܘܡܛܝ ܐܒܝܡܠܟ ܥܕܡܐ ܠܡܓܕܠܐ ܘܡܬܟܬܫ ܒܗ ܘܩܪܒ ܥܕܡܐ ܠܬܪܥܐ ܕܡܓܕܠܐ ܕܢܘܩܕܝܘܗܝ ܒܢܘܪܐ | 52 Als nun Abimelech an den Turm herangerückt war und ihn bestürmte und dabei bis an den Eingang des Turmes heranging, um Feuer an ihn zu legen, |
| 53 ܘܫܕܬ ܐܢܬܬܐ ܚܕܐ ܬܒܪܐ ܕܪܟܒܐ ܕܪܚܝܐ ܥܠ ܪܝܫܗ ܕܐܒܝܡܠܟ ܘܬܒܪܬܗ ܠܪܝܫܗ | 53 schleuderte ihm eine Frau den oberen Stein einer Handmühle auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. |
| 54 ܘܩܪܐ ܡܣܪܗܒܐܝܬ ܠܛܠܝܐ ܫ̇ܩܠ ܡܐ̈ܢܘܗܝ ܘܐܡܪ ܠܗ ܫܡܘܛ ܣܝܦܟ ܘܩܛܘܠܝܢܝ ܒܗ ܕܠܐ ܢܐܡܪܘܢ ܥܠܝ ܕܐܢܬܬܐ ܩܛܠܬܗ ܘܕܩܪܗ ܥܠܝܡܐ ܘܡܝܬ | 54 Da rief er schnell seinen Waffenträger herbei und befahl ihm: »Ziehe dein Schwert und töte mich vollends, damit man mir nicht nachsagen kann, ein Weib habe mich umgebracht!« Da durchbohrte ihn sein Waffenträger, und er starb. |
| 55 ܘܚܙܘ ܒ̈ܢܝ ܐܝܣܪܝܠ ܕܡܝܬ ܠܗ ܐܒܝܡܠܟ ܘܐܙܠܘ ܐܢܫ ܠܐܬܪܗ | 55 Als nun die Israeliten sahen, daß Abimelech tot war, kehrten sie ein jeder in seinen Wohnort zurück. |
| 56 ܘܦܪܥܗ ܐܠܗܐ ܒܝܫܬܐ ܠܐܒܝܡܠܟ ܕܥܒܕ ܠܐܒܘܗܝ ܘܩܛܠ ܫܒܥܝܢ ܐ̈ܚܘܗܝ | 56 So vergalt Gott dem Abimelech das Verbrechen, das er durch die Ermordung seiner siebzig Brüder an seinem Vater begangen hatte; |
| 57 ܘܟܠܗ̇ ܒܝܫܬܐ ܕܥܒܕܘ ܐܢܫ̈ܝ ܫܟܝܡ ܐܗܦܟ ܐܠܗܐ ܒܪܝܫܗܘܢ ܘܐܬܬ ܥܠܝܗܘܢ ܟܠܗ̇ ܠܘܛܬܗ ܕܝܘܬܡ ܒܪ ܢܕܘܒܥܝܠ | 57 und ebenso ließ Gott alle Freveltaten der Einwohner von Sichem auf ihr Haupt zurückfallen. So erfüllte sich an ihnen der Fluch Jothams, des Sohnes Jerubbaals. |