| 1 ܨܘܬ ܫܡܝܐ ܘܐܡܠܠ. ܬܫܡܥ ܐܪܥܐ ܡܐܡܪܗ ܕܦܘܡܝ. | 1 Horcht auf, ihr Himmel, denn ich will reden,und die Erde vernehme die Worte meines Mundes! |
| 2 ܢܪܣܡ ܐܝܟ ܡܛܪܐ ܝܘܠܦܢܝ. ܘܢܚܘܬ ܐܝܟ ܛܠܐ ܡܐܡܪܝ. ܐܝܟ ܪ̈ܘܚܐ ܕܥܠ ܬܕܐܐ. ܘܐܝܟ ܐܪ̈ܣܝܣܐ ܕܥܠ ܥܣܒܐ. | 2 Wie Regen ergieße sich meine Belehrung,wie Tau riesele meine Rede,wie Regenschauer auf junges Grünund wie Regentropfen auf Pflanzen! |
| 3 ܡܛܘܠ ܕܒܫܡܗ ܕܡܪܝܐ ܐܩܪܐ. ܗܒܘ ܪܒܘܬܐ ܠܐܠܗܢ ܬܩܝܦܐ. | 3 Denn den Namen (= Ruhm) des HERRN will ich verkünden:gebt unserm Gott die Ehre! |
| 4 ܕܕܠܐ ܡܘܡ ܥ̈ܒ̇ܕܘܗܝ. ܘܟܘܠܗܝܢ ܐܘܪ̈ܚܬܗ ܕܝܢܐ. ܐܠܗܐ ܗܘ ܡܗܝܡܢܐ ܘܠܐ ܗܘܐ ܥܘ̇ܠܐ. ܙܕܝܩܐ ܘܬܪܝܨܐ. | 4 Er ist ein Fels, vollkommen ist sein Tun,denn alle seine Wege sind recht;ein Gott der Treue und ohne Falsch,gerecht und wahrhaftig ist er. |
| 5 ܚܒܠܘ ܘܠܐ ܠܗ ܒܢ̈ܝܐ ܕܡܘܡܐ. ܕܪܐ ܡܥܩܡܐ ܘܡܦܬܠܐ. | 5 Übel haben an ihm gehandelt, die wegen ihrer Verworfenheit nicht seine Söhne (oder: Kinder) sind,ein verderbtes und verkehrtes Geschlecht. |
| 6 ܗܠܝܢ ܠܡܪܝܐ ܦ̇ܪܥܝܢ ܐܢܬܘܢ. ܥܡܐ ܣܟܠܐ ܘܠܐ ܗܘܐ ܚܟܝܡܐ. ܕܠܡܐ ܠܐ ܗܘܐ ܐܒܘܟ ܕܩܢܟ. ܘܗܘ ܥܒ̣ܕܟ ܘܐܬܩܢܟ. | 6 Durftest du dem HERRN so vergelten,du törichtes und unverständiges Volk?Ist nicht er dein Vater, der dich geschaffen?Hat nicht er dich gemacht und bereitet? |
| 7 ܐܬܕܟܪ ܝܘܡ̈ܬܐ ܕܡܢ ܥܠܡ. ܘܐܣܬܟܠ ܒܫ̈ܢܝܐ ܕܕܪܕܪܝܢ. ܫ̇ܐܠ ܠܐܒܘܟ ܘܢܚܘܝܟ. ܘܠܣ̈ܒܝܟ ܘܢܐܡܪܘܢ ܠܟ. | 7 Gedenke der Tage der Vorzeit,betrachte die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht!Frag deinen Vater, der wird dir’s kundtun,deine Greise, die werden dir’s erzählen: |
| 8 ܕܟܕ ܡܦܠܓ ܡܪܝܡܐ ܥܡ̈ܡܐ. ܘܟܕ ܡܦܪܫ ܒܢ̈ܝܢܫܐ. ܐܩܝܡ ܬܚܘܡܐ ܕܥܡ̈ܡܐ ܠܡܢܝܢܐ ܕܒܢ̈ܝ ܐܝܣܪܝܠ. | 8 Als der Höchste den Völkern ihren Erbbesitz zuteilte,als er die Menschenkinder voneinander schied,da setzte er die Gebiete (oder: Grenzen) der Stämme festnach der Zahl der Kinder Israel. |
| 9 ܡܛܠ ܕܦܠܓܘܬܗ ܕܡܪܝܐ ܥܡܗ. ܘܝܥܩܘܒ ܚܒܠܐ ܕܝܪܬܘܬܗ. | 9 Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk,Jakob der Bezirk seines Erbguts. |
| 10 ܐܫܟܚܗ ܒܐܪܥܐ ܕܡܕܒܪܐ. ܘܒܚܘܪܒܐ ܕܐܫܝܡܘܢ ܐܩܦܗ ܘܚܒܒܗ ܘܢܛܪܗ ܐܝܟ ܒܒܬܐ ܕܥܝܢܐ. | 10 Er fand es im Bereich der Wüste,in der Einöde voll Geheul der Wildnis;er umhegte es schützend, nahm sich seiner an,hütete es wie seinen Augapfel. |
| 11 ܐܝܟ ܢܫܪܐ ܕܛ̇ܐܣ ܥܠ ܩܢܗ. ܘܥܠ ܦܪ̈ܘܓܘܗܝ ܡܪܚܦ ܦ̇ܪܣ ܓܦܘ̈ܗܝ ܘܡܩܒܠ ܠܗܘܢ. ܘܫ̇ܩܠ ܠܗܘܢ ܥܠ ܥܘܫܢܐ ܕܐܒܪ̈ܘܗܝ. | 11 Wie ein Adler, der seine Brut aus dem Nest hinausführtund über seinen Jungen flatternd schwebt,seine Fittiche über sie breitet, sie aufnimmt,sie trägt auf seinen Schwingen: |
| 12 ܡܪܝܐ ܒܠܚܘܕܘܗܝ ܕܒܪܗ. ܘܠܝܬ ܗܘܐ ܥܡܗ ܐܠܗ ܢܘܟܪܝ. | 12 so leitete der HERR allein das Volk,kein fremder Gott war mit ihm (oder: bei ihm). |
| 13 ܐܘܬܒܗ ܥܠ ܥܘܫܢܐ ܕܐܪܥܐ. ܘܐܘܟܠܗ ܥ̈ܠܠܬܐ ܕܚܩܠܐ. ܘܐܝܢܩܗ ܕܒܫܐ ܡܢ ܟܐܦܐ. ܘܡܫܚܐ ܡܢ ܟܐܦܐ ܕܛܪܢܐ. | 13 Er ließ es auf den Höhen der Erde einherfahren,und es aß die Erträgnisse des Gefildes;er ließ es Honig aus Felsen schlürfenund Öl aus Kieselgestein, |
| 14 ܚܐܘܬܐ ܕܬܘܪ̈ܐ ܘܚܠܒܐ ܕܥܢܐ. ܥܡ ܬܪܒܐ ܕܡ̈ܦܛܡܐ ܕܟܪ̈ܐ ܒܢ̈ܝ ܕܝ̈ܨܐ ܘܓܕܝ̈ܐ. ܥܡ ܬܪܒܐ ܘܫܘܡܢܐ ܕܚ̈ܛܐ. ܘܕܡܐ ܕܥܢ̈ܒܐ ܐܫܩܝܗ ܚܡܪܐ. | 14 Sahne von Kühen und Milch vom Kleinvieh,dazu das Fett von Lämmern und Widdern,Sprößlinge (d.h. Stiere) von Basan und Böckesamt dem Nierenfett des Weizens;und Traubenblut trankst du, feurigen Wein. |
| 15 ܘܫܡܢ ܐܝܣܪܝܠ ܘܒܥܛ. ܫܡܢ ܘܬܩܦ ܘܩܢܐ ܢܟ̈ܣܐ. ܘܛܥܐ ܠܐܠܗܐ ܕܥܒܕܗ. ܘܨܚܝ ܠܬܩܝܦܐ ܕܦܪܩܗ. | 15 Da wurde Jeschurun fett und schlug aus - ja, fett wurdest du, wurdest dick, wurdest feist! –und verwarf den Gott, der ihn geschaffen,und verachtete den Felsen seines Heils. |
| 16 ܐܛܢܗ ܒܢܘܟܪ̈ܝܐ. ܘܒܕܚ̈ܠܬܐ ܐܪܓܙܗ. | 16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter,erbitterten ihn durch greulichen Götzendienst: |
| 17 ܕܒܚܘ ܠܫܐ̈ܕܐ ܕܠܐ ܗܘܘ ܐ̈ܠܗܐ. ܐ̈ܠܗܐ ܕܠܐ ܝܕܥܘ ܐܢܘܢ. ܚ̈ܕܬܐ ܐܢܘܢ ܕܗܟܝܠ ܐܬܥܒܕܘ. ܘܠܐ ܕܚܠܘ ܠܗܘܢ ܐ̈ܒܗܝܟܘܢ. | 17 sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind,Göttern, die (vorher) ihnen unbekannt gewesen,neuen Göttern, die erst vor kurzem aufgekommen waren,die eure Väter nicht verehrt hatten. |
| 18 ܠܬܩܝܦܐ ܕܝܠܕܟ ܛܥܝܬ. ܘܐܬܢܫܝܬ ܠܐܠܗܐ ܕܫܒܚܟ. | 18 Des Felsens, der dir das Dasein gegeben, gedachtest du nicht mehrund vergaßest den Gott, dem du das Entstehn verdanktest. |
| 19 ܘܚܙܐ ܡܪܝܐ ܘܪܓܙ. ܥܠ ܕܐܪܓܙܘܗܝ ܒܢ̈ܘܗܝ ܘܒܢ̈ܬܗ. | 19 Der HERR sah es und verwarf sievoll Unmuts über seine Söhne und Töchter; |
| 20 ܘܐܡܪ ܐܦܢܐ ܐ̈ܦܝ ܡܢܗܘܢ. ܘܐܚܙܐ ܡܢܐ ܗ̇ܘܝܐ ܚܪܬܗܘܢ. ܡܛܠ ܕܕܪܐ ܐܢܘܢ ܗܦܝܟܐ. ܒܢ̈ܝܐ ܕܠܝܬ ܒܗܘܢ ܗܝܡܢܘܬܐ. | 20 er sprach: »Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen,will sehen, welches ihr Ausgang sein wird;denn ein Geschlecht voll Verkehrtheit sind sie,Kinder, in denen keine Treue wohnt. |
| 21 ܗܢܘܢ ܐܛܢܘܢܝ ܒܠܐ ܐܠܗ . ܘܐܪܓܙܘܢܝ ܒܕܚ̈ܠܬܗܘܢ . ܘܐܦ ܐܢܐ ܐܛܢ ܐܢܘܢ ܒܠܐ ܥܡܝ. ܘܒܥܡܐ ܣܟܠܐ ܐܪܓܙ ܐܢܘܢ. | 21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-Götter,mich erbittert durch ihre nichtigen Götzen;so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk,durch einen unverständigen Volksstamm sie erbittern. |
| 22 ܡܛܠ ܕܢܘܪܐ ܩ̇ܕܚܐ ܒܪܘܓܙܝ. ܘܡܘܩܕܐ ܥܕܡܐ ܠܫܝܘܠ ܬܚܬܝܬܐ. ܬܐܟܘܠ ܐܪܥܐ ܘܥ̈ܠܠܬܗ̇ ܘܬܘܩܕ ܫܬܐ̈ܣܐ ܕܛܘܪ̈ܐ. | 22 Denn ein Feuer ist durch meinen Zorn entbranntund hat bis in die Tiefen der Unterwelt gelodert;es hat die Erde samt ihrem Ertrag verzehrtund die Grundfesten der Berge in Flammen gesetzt. |
| 23 ܐܟܢܫ ܥܠܝܗܘܢ ܒܝܫ̈ܬܐ. ܘܓܐܪ̈ܝ ܐܘܟܠ ܒܗܘܢ. | 23 Ich will Leiden auf sie häufen,meine Pfeile gegen sie verbrauchen: |
| 24 ܘܢܬܛܪܦܘܢ ܠܟܦܢܐ ܘܢܫ̈ܬܠܡܢ ܠܗܘܢ ܪ̈ܘܚܐ ܒܝ̈ܫܬܐ. ܘܠܛܝܪܐ ܐܫܠܡ ܐܢܘܢ. ܘܚܝܘܬ ܫܢܐ ܐܓܪܐ ܒܗܘܢ. ܥܡ ܚܡܬܐ ܕܚ̈ܘܘܬܐ ܕܚ̇ܠܕܝܢ ܒܥܦܪܐ. | 24 sind sie vor Hunger verschmachtetund von Fieberglut und giftigen Seuchen verzehrt,so will ich den Zahn wilder Tiere gegen sie loslassensamt dem Gift der im Staube kriechenden Schlangen. |
| 25 ܡܢ ܠܒܪ ܬܓܝܙ ܚܪܒܐ. ܘܡܢ ܬܘ̈ܢܐ ܕܚܠܬܐ. ܘܐܦ ܓܕܘ̈ܕܐ ܘܒܬ̈ܘܠܬܐ. ܘܛ̈ܠܝܐ ܥܡ ܓܒܪ̈ܐ ܣ̈ܒܐ. | 25 Draußen soll das Schwert sie (der Angehörigen) beraubenund drinnen daheim der Schrecken (sie wegraffen),den Jüngling wie die Jungfrau,den Säugling mitsamt dem Graukopf.« |
| 26 ܘܐܡ̇ܪܬ ܐܝܟܐ ܐܢܘܢ. ܐܒܛܠ ܡܢ ܒܢ̈ܝ ܐܢܫܐ ܕܘܟܪܢܗܘܢ. | 26 Ich hätte gesagt: »Zerstreuen (oder: zerschlagen) will ich sie,ihr Gedächtnis unter den Menschen verschwinden lassen!«, |
| 27 ܐܠܘ ܠܐ ܪܘܓܙܐ ܕܒܥܠܕܒܒܐ ܕܥܫܢ. ܕܠܐ ܢܬܬܪܝܡܘܢ ܒ̈ܥܠܕܒܒܝܗܘܢ . ܘܢܐܡܪܘܢ ܕܐܝܕܢ ܗܘ ܐܬܬܪܝܡܬ. ܘܠܐ ܗܘܐ ܡܪܝܐ ܥܒܕ ܗܠܝܢ. | 27 wenn nicht Verdruß ich vom Feinde her fürchtete,daß nämlich ihre Widersacher es falsch deuteten,daß sie sagen möchten: »Unsere Hand hat obgesiegt,und nicht der HERR hat dies alles vollbracht!« |
| 28 ܡܛܠ ܕܥܡܐ ܗܘ ܕܐܒܝܕܐ ܬܪܥܝܬܗ. ܘܠܝܬ ܒܗܘܢ ܣܘܟܠܐ. | 28 Denn ein Volk sind sie, dem alle Einsicht abgeht,und kein Verständnis findet sich bei ihnen. |
| 29 ܐܠܘ ܚܟܡܘ ܘܐܣܬܟܠܘ ܒܗܕܐ. ܘܐܬܒܝܢܘ ܒܚܪܬܗܘܢ. | 29 Wären sie weise, daß sie dies begriffen,so würden sie bedenken, welches ihr Endgeschick sein wird. |
| 30 ܪܕܦ ܗܘܐ ܚܕ ܠܐܠܦܐ. ܘܬܪ̈ܝܢ ܡܥܪ̈ܩܝܢ ܗܘܘ ܪܒܘܬܐ. ܐܠܐ ܬܩܝܦܗܘܢ ܐܫܠܡ ܐܢܘܢ. ܘܡܪܝܐ ܚܒܫ ܐܢܘܢ. | 30 Wie könnte ein einziger Tausend vor sich hertreibenund zwei Zehntausend in die Flucht schlagen,hätte nicht ihr Fels sie verkauftund der HERR sie preisgegeben? |
| 31 ܡܛܠ ܕܠܐ ܗܘܐ ܐܝܟ ܬܘܩܦܢ ܬܘܩܦܗܘܢ ܘܒ̈ܥܠܕܒܒܝܢ ܕܝ̇ܢ̈ܝܢ. | 31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels;das müssen unsere Feinde selbst anerkennen. |
| 32 ܡܛܠ ܕܡܢ ܓܦܬܐ ܕܣܕܘܡ ܓܦܬܗܘܢ ܘܡܢ ܫܬܠܬܐ ܕܥܡܘܪܐ. ܥܢ̈ܒܝܗܘܢ ܥܢ̈ܒܝܢ ܡܪ̈ܝܪܢ. ܘܣܓܘ̈ܠܝܗܘܢ ܡܪ̈ܪܐ ܠܗܘܢ. | 32 Doch vom Weinstock Sodoms stammt ihr Weinstockund aus den Gefilden Gomorrhas:ihre Trauben sind Gifttrauben,gallenbittre Beeren haben sie; |
| 33 ܚܡܬܐ ܕܬܢܝܢܐ ܚܡܬܗܘܢ. ܘܪܫܐ ܕܦܬܢܐ ܒܝܫܐ. | 33 Schlangengeifer ist ihr Weinund grausiges Otterngift. |
| 34 ܗܐ ܓܢܝܙ ܥܡܝ ܘܚܬܝܡ ܒܐܘܨܪ̈ܐ. | 34 »Liegt das nicht bei mir aufbewahrt,versiegelt in meinen Schatzkammern? |
| 35 ܕܝܠܝ ܗܘ ܦܘܪܥܢܐ. ܕܐܦܪܘܥ ܐܢܘܢ ܒܙܒܢܐ ܕܬܡܘܛ ܪܓܠܗܘܢ. ܡܛܠ ܕܩܪܝܒ ܗܘ ܝܘܡܐ ܕܬܒܪܗܘܢ. ܘܡܣܪܗܒ ܡܕܡ ܕܥܬܝܕ ܠܗܘܢ. | 35 Mir steht die Rache und Vergeltung zufür die Zeit, da ihr Fuß wanken wird;denn nahe ist der Tag ihres Verderbens,und eilends kommt das ihnen bestimmte Schicksal heran.« |
| 36 ܡܛܠ ܕܕܐ̇ܢ ܡܪܝܐ ܠܥܡܗ. ܘܒܥܒ̈ܕܘܗܝ ܡܬܒܝܐ. ܡܛܘܠ ܕܚܙܐ ܕܫܠܛܬ ܐܝܕܐ. ܘܠܝܬ ܕܥ̇ܕܪ ܘܕܣ̇ܡܟ. | 36 Denn der HERR wird sein Volk richten,aber seiner Knechte sich erbarmen,wenn er sieht, daß jeder Halt geschwundenund daß dahin sind Hörige wie Freie. |
| 37 ܘܢܐܡܪ ܐܝܟܐ ܐܢܘܢ ܐ̈ܠܗܝܗܘܢ ܬܩܝ̈ܦܐ. ܗ̇ܢܘܢ ܕܬܟܝܠܝܢ ܗܘܘ ܥܠܝܗܘܢ. | 37 Da wird er sagen: »Wo sind nun ihre Götter,der Fels, auf den sie sich verließen? |
| 38 ܕܬܪܒܐ ܕܕܒܚ̈ܝܗܘܢ ܐ̇ܟܠܝܢ ܗܘܘ. ܘܫ̇ܬܝܢ ܗܘܘ ܚܡܪܐ ܕܢܘܩܝܗܘܢ. ܢܩܘܡܘܢ ܗܫܐ ܘܢܥܕܪܘܢܟܘܢ. ܘܢܗܘܘܢ ܥܠܝܟܘܢ ܡܣܬܪ̈ܢܐ. | 38 Wo sind die, welche das Fett ihrer Schlachtopfer aßen,den Wein ihrer Gußopfer tranken?Sie mögen auftreten und euch helfen,damit sie euer Schirm sind! |
| 39 ܚܙܘ ܗܟܝܠ ܕܐܢܐ ܐܢܐ. ܘܠܝܬ ܐܠܗ ܠܒܪ ܡܢܝ. ܐܢܐ ܡܡܝܬ ܐܢܐ ܘܐܢܐ ܡ̇ܚܐ ܐܢܐ. ܐܢܐ ܡ̇ܚܐ ܐܢܐ ܘܐܢܐ ܡܐܣܐ ܐܢܐ. ܘܠܝܬ ܕܦ̇ܠܛ ܡܢ ܐ̈ܝܕܝ. | 39 Erkennet jetzt, daß ich allein es binund neben mir kein andrer Gott besteht!Ich bin’s, der tötet und lebendig macht,ich verwunde, aber heile auch wieder,und niemand kann aus meiner Hand erretten! |
| 40 ܡܛܠ ܕܐܪܝ̇ܡܬ ܥܠ ܫܡܝܐ ܐܝܕܝ. ܘܐܡ̇ܪܬ ܕܚܝ ܐܢܐ ܠܥܠܡ. | 40 Nun denn, ich erhebe meine Hand zum Himmel und gelobe: So wahr ich ewig lebe: |
| 41 ܐܠܛܘܫ ܫܢܢܗ ܕܣܝܦܝ ܐܝܟ ܒܪܩܐ. ܘܬܐܚܘܕ ܒܕܝܢܐ ܐܝܕܝ. ܐܗܦܟ ܦܘܪܥܢܐ ܠܣܢܐ̈ܝ . ܘܠܒ̈ܥܠܕܒܒܝ ܐܫܠܡ. | 41 Hab’ ich mein blitzendes Schwert geschärftund hat meine Hand zum Gericht gegriffen,so werde ich Rache an meinen Feinden nehmenund denen vergelten, die mich hassen! |
| 42 ܐܪܘܐ ܓܐܪ̈ܝ ܡܢ ܕܡܐ. ܘܣܝܦܝ ܢܐܟܘܠ ܒܣܪܐ. ܡܢ ܕܡܐ ܕܩ̈ܛܝܠܐ ܘܕܫ̈ܒܝܐ. ܘܡܢ ܪܝܫ ܬܓܐ ܕܒܥܠܕܒܒܐ. | 42 Meine Pfeile will ich mit Blut trunken machen - und mein Schwert soll Fleisch fressen –mit dem Blut der Erschlagnen und Gefangnen,vom Haupt der Fürsten des Feindes!« |
| 43 ܡܟܝܠ ܫܒܚܘ ܥܡ̈ܡܐ ܥܡܗ. ܡܛܠ ܕܕܡܐ ܕܥܒ̈ܕܘܗܝ ܡܬܦܪܥ. ܘܦܘܪܥܢܐ ܡܗܦܟ ܠܣܢܐ̈ܘܗܝ . ܘܡܚܣܐ ܥܠ ܐܪܥܗ ܘܥܠ ܥܡܗ. | 43 Jubelt, ihr Heidenvölker, über sein Volk!denn er wird das Blut seiner Knechte rächenund Rache an seinen Bedrängern nehmenund entsünd’gen sein Land, sein Volk. |
| 44 ܘܐܬܐ ܡܘܫܐ ܘܐܡܪ ܟܠܗܘܢ ܦܬ̈ܓܡܐ ܕܬܫܒܘܚܬܐ ܗܕܐ. ܩܕܡ ܥܡܐ. ܗܘ ܘܝܫܘܥ ܒܪܢܘܢ. | 44 Mose ging dann hin und trug den ganzen Wortlaut dieses Liedes dem Volke laut vor, er und Hosea (= Josua), der Sohn Nuns (vgl. 4.Mose 13,16). |
| 45 ܘܟܕ ܫܠܡ ܡܘܫܐ ܠܡܐܡܪ ܟܠܗܘܢ ܦܬ̈ܓܡܐ ܗܠܝܢ. ܠܟܘܠܗ ܐܝܣܪܝܠ. | 45 Als Mose aber dieses ganze Lied allen Israeliten bis zu Ende vorgetragen hatte, |
| 46 ܐܡܪ ܠܗܘܢ ܣܝܡܘ ܠܒܟܘܢ ܒܟܠܗܘܢ ܦܬ̈ܓܡܐ ܗܠܝܢ. ܕܡܣܗܕ ܐܢܐ ܒܟܘܢ ܝܘܡܢܐ. ܕܬܦܩܕܘܢ ܠܒܢ̈ܝܟܘܢ ܕܢܛܪܘܢ ܘܢܥܒܕܘܢ ܟܠܗܘܢ ܦܬ̈ܓܡܘܗܝ ܕܢܡܘܣܐ ܗܢܐ. | 46 sagte er zu ihnen: »Beherzigt all diese Worte, die ich euch heute feierlich ans Herz lege! Ihr sollt sie euren Kindern einprägen, damit sie auf die sorgfältige Beobachtung aller Bestimmungen dieses Gesetzes bedacht sind; |
| 47 ܡܛܠ ܕܠܐ ܗܘܐ ܓܝܪ ܦܬܓܡܐ ܣܪܝܩܐ ܠܟܘܢ. ܡܛܠ ܕܗܘܝܘ ܚܝ̈ܝܟܘܢ. ܘܒܦܬܓܡܐ ܗܢܐ ܬܣܓܘܢ ܝܘܡ̈ܬܐ ܒܐܪܥܐ ܕܥ̇ܒܪܝܢ ܐܢܬܘܢ. ܝܘܪܕܢܢ ܠܬܡܢ ܠܡܐܪܬܗ̇. | 47 denn es ist kein bedeutungsloses Wort für euch, sondern euer Leben hängt davon ab, und durch die Beobachtung dieses Wortes werdet ihr ein langes Bestehen in dem Lande gewinnen, in das ihr jetzt über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.« |
| 48 ܘܡܠܠ ܡܪܝܐ ܥܡ ܡܘܫܐ ܒܗ ܒܝܘܡܐ ܗ̇ܘ ܘܐܡܪ ܠܗ. | 48 An demselben Tage aber sagte der HERR zu Mose (vgl. 4.Mose 27,12-14): |
| 49 ܣܩ ܠܛܘܪܐ ܗܢܐ ܕܥܒܪ̈ܝܐ ܠܛܘܪܐ ܕܢܒܘ. ܕܒܐܪܥܐ ܕܡܘܐܒ ܕܩܕܡ ܐܝܪܝܚܘ. ܘܚܙܝܗ̇ ܠܐܪܥܐ ܕܟܢܥܢ ܕܝ̇ܗܒ ܐܢܐ ܠܒܢ̈ܝ ܐܝܣܪܝܠ ܝܘܪܬܢܐ. | 49 »Steige auf das Gebirge Abarim hier, auf den Berg Nebo, der im Lande der Moabiter, Jericho gegenüber, liegt, und sieh dir das Land Kanaan an, das ich den Israeliten zum Eigentum geben will. |
| 50 ܘܡܘܬ ܒܛܘܪܐ ܕܣ̇ܠܩ ܐܢܬ ܠܗ . ܘܐܬܟܢܫ ܠܘܬ ܥܡܟ. ܐܝܟ ܕܡܝܬ ܐܗܪܘܢ ܐܚܘܟ. ܒܗܘܪ ܛܘܪܐ. ܘܐܬܟܢܫ ܠܘܬ ܥܡܗ. | 50 Dann sollst du auf dem Berge, auf den du hinaufsteigen wirst, sterben und zu deinen Stammesgenossen versammelt werden, wie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor gestorben und zu seinen Stammesgenossen versammelt worden ist. |
| 51 ܥܠ ܕܐܥܠܝܬܘܢ ܒܝ ܒܓܘ ܒܢܝ̈ ܐܝܣܪܝܠ. ܒܡ̈ܝܐ ܕܡܨܘܬܐ ܒܪܩܡ ܒܡܕܒܪܐ ܕܨܝܢ. ܥܠ ܕܠܐ ܩܕܫܬܘܢܢܝ ܒܓܘ ܒܢ̈ܝ ܐܝܣܪܐܝܠ. | 51 Denn ihr habt euch inmitten der Israeliten am Haderwasser von Kades in der Wüste Zin treulos gegen mich erwiesen, weil ihr inmitten der Israeliten mir nicht als dem Heiligen die Ehre gegeben habt. |
| 52 ܡܢ ܩܒܘܠ ܚܙܝܗ̇ ܠܐܪܥܐ ܕܝ̇ܗܒ ܐܢܐ ܠܒܢ̈ܝ ܐܝܣܪܝܠ. ܘܠܬܡܢ ܠܐ ܬܥܘܠ. | 52 Denn nur gegenüber sollst du in das Land, das ich den Israeliten geben will, hineinsehen, aber nicht in das Land selbst hineinkommen!« |