Salmi 89
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| BIBBIA MARTINI | Pattloch Bibel |
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| 1 Orazione di Mosè uomo di Dio. Signore, tu se' stato nostro rifugio per tutte quante le età. | 1 [Weisheitslied. Von Etan, dem Esrachiten.] |
| 2 Prima che fossero fatti i monti, o formata la terra, e il mondo, da tutta l'eternità, e per tutta l'eternità, o Dio, sei tu. | 2 Von den Hulderweisen des Herrn will ich ewig singen, von Geschlecht zu Geschlecht deine Treue künden mit vollem Munde! |
| 3 Non ridur l'uomo nell'abbiezione tu, che dicesti: Convertitevi, o figliuoli degli uomini. | 3 Ja, ich erkläre: Für ewig ist Huld errichtet, am Himmel steht fest deine Treue! |
| 4 Perocché mille anni dinanzi agli occhi tuoi son come il di di ieri, che è trapassato; | 4 "Ich schloß einen Bund mit meinem Erwählten, schwur meinem Knechte David: |
| 5 E come una vigilia notturna: i loro anni saran come cosa, che nulla si stima. | 5 "Ewigen Bestand verleihe ich deinem Stamm und errichte deinen Thron für alle Geschlechter!"" [Zwischenspiel] |
| 6 In un giorno passa com'erba: al mattino fiorisce, e passa; sulla sera, cade, e s'indurisce, e si secca. | 6 Der Himmel preist, o Herr, deine Wundermacht, deine Treue preist man im Kreis der Heiligen. |
| 7 Siam venuti meno sotto il tuo sdegno, e pel tuo furore viviamo in turbamento. | 7 Denn wer in den Wolken kommt dem Herrn gleich, wer ist dem Herrn ähnlich unter den göttlichen Wesen? |
| 8 Hai collocate davanti a te le nostre iniquità, e la nostra vita davanti alla luce della tua faccia. | 8 Ein Gott - gewaltig im Rat der Heiligen, groß und furchtbar über allen, die ihn umgeben! |
| 9 Cosi tutti i giorni nostri sono mancati, e noi sotto il tuo sdegno siam consumati. | 9 Herr, Gott der Heerscharen, wer ist wie du? Deine Macht und deine Treue sind rings um dich her. |
| 10 Come tela di ragno saran considerati gli anni nostri: pe' giorni di nostra vita si hanno i settant'anni. E pe' più robusti gli ottani anni: e il di più è affanno, e dolore. Dapoichè è venuta in aiuto la (tua) benignità; e noi sarem tosto rapiti. | 10 Du bändigst des Meeres Übermut, das Toben seiner Wellen beruhigst du. |
| 11 Chi sa conoscere la grandezza dell'ira tua? e chi sa comprendere la tua indignazione, come tu' se formidabile? | 11 Rahab hast du zertreten wie einen Erschlagenen, mit deinem starken Arm deine Feinde zerstreut. |
| 12 Fa adunque conoscere (a noi) la tua destra, e da a noi un cuore illuminato dalla sapienza. | 12 Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; die Welt und was sie erfüllt, du hast sie gegründet. |
| 13 Volgiti a noi, o Signore: e fino a quando (sarai sdegnaito)? placati co' servi tuoi. | 13 Nord und Süd, du hast sie erschaffen; Tabor und Hermon rühmen deinen Namen. |
| 14 Sarem ripieni al mattino di tua misericordia, e saremo nella esultazione, e nel gaudio per tutti i giorni nostri. | 14 Du hast einen machtvollen Arm, deine Hand ist stark, deine Rechte hoch erhoben. |
| 15 Avrem letizia per ragione de giorni, ne' quali tu ci affliggesti, e per gli anni, ne' quali vedemmo miserie. | 15 Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Stütze, Huld und Treue treten vor dich hin. |
| 16 Getta il tuo sguardo sopra i tuoi servi, e sopra le opere tue; e reggi tu i loro figliuoli. | 16 Glücklich das Volk, das Jubelruf kennt! Herr, sie wandeln im Licht deines Antlitzes. |
| 17 E la luce del Signore Dio nostro sia sopra di noi: e governa tu in noi le opere delle nostre mani: e l'opera delle mani nostre governa tu. | 17 Über deinen Namen frohlocken sie allezeit, durch deine Güte sind sie erhöht. |
| 18 Denn ihre herrliche Kraft bist du, und durch deine Gnade wächst unsere Stärke. | |
| 19 Wahrlich, dem Herrn ist unser Schild zu eigen, dem Heiligen Israels unser König! | |
| 20 Einst sprachst du im Gesicht zu deinem Frommen und erklärtest: "Ich setze einem Helden die Krone auf, erhöhte einen Erwählten aus dem Volke. | |
| 21 Ich fand meinen Knecht David, mit einem heiligen Öl salbte ich ihn. | |
| 22 Meine Hand ist beständig mit ihm, ja, mein Arm macht ihn stark. | |
| 23 Kein Feind kann ihn überlisten, kein Ruchloser ihn bezwingen. | |
| 24 Ich zerschlage vor ihm seine Feinde, und seine Gegner stoße ich nieder. | |
| 25 Meine Treue und Huld stehen ihm bei, durch meinen Namen wächst seine Stärke. | |
| 26 Ich lasse ihn seine Hand aufs Meer legen, auf die Ströme seine Rechte. | |
| 27 Er darf zu mir rufen: "Mein Vater bist du, mein Gott und mein rettender Fels!" | |
| 28 Ich aber will ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten unter den Königen der Erde. | |
| 29 Ewig bewahre ich ihm meine Huld, und mein Bund mit ihm bleibt unverbrüchlich. | |
| 30 Ich erhalte seinen Stamm für immer und seinen Thron, solange der Himmel besteht. | |
| 31 Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht nach meinen Geboten wandeln, | |
| 32 wenn sie meine Satzungen schänden und meine Befehle nicht halten, | |
| 33 dann strafe ich ihre Schuld mit der Rute, ihre Sünde mit Schlägen. | |
| 34 Doch meine Huld entziehe ich ihm nie und verleugne nicht meine Treue. | |
| 35 Meinen Bund werde ich nimmer entweihen, das Wort meiner Lippen nicht ändern. | |
| 36 Dies eine schwur ich bei meiner Heiligkeit und werde David gewiß nicht täuschen: | |
| 37 "Sein Stamm soll bestehen für ewig, sein Thron vor mir wie die Sonne, | |
| 38 wie der Mond, der ewig von Dauer ist und ein zuverlässiger Zeuge sei in den Wolken!"" [Zwischenspiel] | |
| 39 Dennoch hast du selbst verstoßen und verworfen, deinen Gesalbten mit Zorn überhäuft. | |
| 40 Du hast den Bund mit deinem Knecht gelöst, seine Krone am Boden entweiht. | |
| 41 Alle seine Mauern rissest du nieder, legtest seine Burgen in Trümmer. | |
| 42 Wer immer des Weges kam, raubte ihn aus, Schmach erfuhr er von seinen Nachbarn. | |
| 43 Die Hand seiner Widersacher hast du erhöht, alle seine Feinde mit Freude erfüllt. | |
| 44 Du hast sein schützendes Schwert zurückweichen lassen und bist ihm nicht beigestanden im Krieg. | |
| 45 Du hast sein herrliches Zepter zertrümmert und seinen Thron zu Boden geworfen. | |
| 46 Du hast seine Jugendzeit verkürzt, hast ihn mit Schande bedeckt. [Zwischenspiel] | |
| 47 Wie lang, o Herr, verbirgst du dich dauernd, lodert wie Feuer dein Zorn? | |
| 48 Gedenke, wie vergänglich ich bin, wie nichtig du alle Menschen erschufst! | |
| 49 Wer lebt weiter, ohne den Tod zu schauen? Wer kann sein Leben retten vor dem Zugriff der Totenwelt? | |
| 50 Wo sind deine früheren Hulderweise, o Herr, die du bei deiner Treue David zugeschworen? | |
| 51 Gedenke, Herr, der Schmach deines Knechtes, die ich von all den vielen Völkern tragen muß in meiner Brust! | |
| 52 So schmähen deine Feinde, Herr, so schmähen sie deines Gesalbten Schritte. - | |
| 53 Der Herr sei gepriesen in Ewigkeit! Amen. Amen. |