SCRUTATIO

Venerdi, 17 luglio 2026 - San Alessio ( Letture di oggi)

Daniele ܕܢܝܐܝܠ 2


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PeshittaEINHEITSUBERSETZUNG BIBEL
1 ܒܫܢܬ ܬܪܬܝܢ ܕܡܠܟܘܬܗ ܕܢܒܘܟܕܢܨܪ ܚܠ̣ܡ ܢܒܘܟܕܢܨܪ ܚܠܡܐ ܘܐܫܬܢܝܬ ܪܘܚܗ ܘܫܢܬܗ ܗܘܬ ܥܠܘܗܝ1 Im zweiten Jahr der Herrschaft Nebukadnezzars hatte dieser einen Traum. Sein Geist wurde davon so beunruhigt, dass er nicht mehr schlafen konnte.
2 ܘܐܡ̣ܪ ܡ̇ܠܟܐ ܠܡܩܪܐ ܠܚ̇ܪ̈ܫܐ ܘܠܐܫ̈ܘܦܐ ܘܠܡܓܘܫ̈ܐ ܘܠܟ̈ܠܕܝܐ ܠܡܚܘܝܘ ܠܡ̇ܠܟܐ ܚܠܡܗ ܘܐܬܘ ܘܩܡܘ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ2 Da ließ der König die Zeichendeuter und Wahrsager, die Beschwörer und Chaldäer zusammenrufen; sie sollten ihm Aufschluss geben über seinen Traum. Sie kamen und traten vor den König.
3 ܘܐܡ̣ܪ ܠܗܘܢ ܡܠܟܐ ܚܠܡܐ ܚܙܝܬ ܘܐܫܬܢܝܬ ܪܘܚܝ ܠܡܕܥܗ ܠܚܠܡܐ3 Der König sagte zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt; mein Geist ist voll Unruhe und ich möchte den Traum verstehen.
4 ܘܡܠܠܘ ܟ̈ܠܕܝܐ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܐܪܡܐܝܬ ܘܐܡܪܝܢ ܡ̇ܠܟܐ ܠܥܠܡ ܚܝܝ ܐܡ̣ܪ ܚܠܡܐ ܠܥܒ̣̈ܕܝܟ ܘܦܫܪܗ ܚܢܢ ܢܚܘܐ4 Die Chaldäer sagten zu ihm [aramäisch]: O König, mögest du ewig leben. Erzähl deinen Knechten den Traum, dann geben wir dir die Deutung.
5 ܥܢ̣ܐ ܡ̇ܠܟܐ ܘܐܡ̣ܪ ܠܟ̈ܠܕܝܐ ܫܪܝܪܐ ܗܝ ܡܠܬܐ ܕܐܡܪܬ ܕܐܠܐ ܬܚܘܘܢܢܝ ܚܠܡܐ ܘܦܫܪܗ ܗܕܡ ܗܕܡ ܬܬܦܣܩܘܢ ܘܒܬ̈ܝܟܘܢ ܢܬܒܙܘܢ5 Der König antwortete den Chaldäern: Das ist mein unwiderruflicher Entschluss: Wenn ihr mir nicht den Traum und seine Deutung sagen könnt, dann werdet ihr in Stücke gerissen und eure Häuser werden in Schutthaufen verwandelt.
6 ܐܢ ܕܝܢ ܚܠܡܐ ܘܦܫܪܗ ܬܚܘܘܢܢܝ ܡܘܗ̈ܒܬܐ ܘܥܘܬܪܐ ܘܐܝܩܪܐ ܣܓܝܐܐ ܬܩܒ̇ܠܘܢ ܡܢܝ ܒܠܚܘܕ ܚܠܡܐ ܘܦܫܪܗ ܚܘܐܘܢܝ6 Sagt ihr mir aber den Traum und seine Deutung, dann empfangt ihr von mir Geschenke, Gaben und hohe Ehrungen. Gebt mir also den Traum und seine Deutung an!
7 ܥܢܘ ܬܘܒ ܘܐܡܪܝܢ ܠܗ ܡ̇ܠܟܐ ܚܠܡܐ ܢܐܡܪ ܠܥܒ̣̈ܕܘܗܝ ܘܦܫܪܗ ܚܢܢ ܢܚ̇ܘܐ7 Sie antworteten zum zweiten Mal: Der König erzähle seinen Knechten den Traum, dann geben wir ihm die Deutung.
8 ܥܢ̣ܐ ܡܠܟܐ ܘܐܡ̣ܪ ܫܪܝܪܐܝܬ ܝܕܥ̇ ܐܢܐ ܕܙܒܢܐ ܗܘ ܫܐ̇ܠܝܢ ܐܢܬܘܢ ܡܛܠ ܕܚܙܝܬܘܢ ܕܫܪܝܪܐ ܗܝ ܡܠܬܝ8 Da erwiderte der König: Nun bin ich sicher, dass ihr nur Zeit gewinnen wollt; denn ihr seht, dass mein Entschluss unwiderruflich ist.
9 ܕܐܢ ܚܠܡܐ ܠܐ ܬܚܘܘܢܢܝ ܚܕܐ ܗܝ ܕܬܟܘܢ ܘܡܠܬܐ ܟܕܒܬܐ ܘܣܪܝܩܬܐ ܐܬܪܥܝܬܘܢ ܠܡܐܡܪ ܩܕܡܝ ܥܕ ܙܒܢܐ ܢܥܒܪ ܐܠܐ ܚܠܡܐ ܐܡܪܘ ܠܝ ܕܐܕܥ ܕܐܦ ܦܫܪܗ ܡܚܘܝܢ ܐܢܬܘܢ ܠܝ9 Wenn ihr mir den Traum nicht sagen könnt, gibt es nur ein Urteil über euch, nämlich: Ihr habt euch verabredet, mir einen erlogenen und verkehrten Spruch vorzutragen, in der Hoffnung, dass sich die Lage ändert. Erzählt mir also den Traum; daran werde ich erkennen, dass ihr ihn auch deuten könnt.
10 ܥܢܘ ܟ̈ܠܕܝܐ ܘܐܡܪܝܢ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܠܝܬ ܐܢܫ ܥܠ ܐܪܥܐ ܕܡܠܬ ܡ̇ܠܟܐ ܡܫܟܚ ܠܡܚܘܝܘ ܐܦ ܠܐ ܡܢ ܡܬܘܡ ܡܠܟ ܪܒ ܘܫܠܝܛ ܡܠܬܐ ܐܝܟ ܗܕܐ ܫܐ̇ܠ ܠܟܠ ܚ̇ܪܫ ܘܐܫܘܦ ܘܟܠܕܝ10 Die Chaldäer hielten dem König entgegen: Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der sagen könnte, was der König verlangt. Auch hat noch nie ein König, mag er noch so groß und mächtig gewesen sein, ein solches Ansinnen an irgendeinen Zeichendeuter, Wahrsager oder Chaldäer gestellt.
11 ܘܡܠܬܐ ܕܡ̇ܠܟܐ ܫܐ̇ܠ ܝܩܝܪܐ ܗܝ ܘܐܢܫ ܠܝܬ ܕܢܚܘܝܗ̇ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܐܠܐ ܐܢ ܐ̈ܠܗܝܢ ܕܠܝܬ ܡܥܡܪܗܘܢ ܥܡ ܒܢ̈ܝ ܒܣܪܐ11 Was der König verlangt, ist zu schwierig. Es gibt auch sonst niemand, der es dem König sagen könnte, außer den Göttern; doch diese wohnen nicht bei den Sterblichen.
12 ܗܝܕܝܢ ܡ̇ܠܟܐ ܐܬܚ̇ܡܬ ܪܘܪܒܐܝܬ ܘܒܪܘܓܙܐ ܣܓܝܐܐ ܐܡ̣ܪ ܠܡܘܒܕܘ ܠܟܠܗܘܢ ܚ̈ܟܝܡܐ ܕܒܒܠ12 Darüber wurde der König so wütend und zornig, dass er befahl, alle Weisen in Babel umzubringen.
13 ܘܦܘܩܕܢܐ ܢܦܩ̣ ܘܚܟܝ̈ܡܐ ܡܬܩ̇ܛܠܝܢ ܘܒܥܘ ܕܢܩܛܠܘܢ ܠܕܢܝܐܝܠ ܘܠܚܒܪ̈ܘܗܝ13 Als der Befehl erging, die Weisen zu töten, waren auch Daniel und seine Freunde in Gefahr, getötet zu werden.
14 ܗܝܕܝܢ ܕܢܝܐܝܠ ܐܬܪܥܝ ܘܐܬܡܠܟ ܘܐܡ̣ܪ ܠܐܪܝܘܟ ܪܒ ܕܚܫ̈ܐ ܕܡ̇ܠܟܐ ܗ̇ܘ ܕܢܦܩ ܠܡܩ̇ܛܠܘ ܠܚ̈ܟܝܡܐ ܕܒܒܠ14 Aber Daniel, klug und rechtskundig, wandte sich an Arjoch, den Obersten der königlichen Leibwache, der schon unterwegs war, um die Weisen Babels zu töten.
15 ܥܠ ܡܢܐ ܗܢܐ ܦܘܩܕܢܐ ܡܚܨܦ ܡܢ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܘܓܠܗ̇ ܡܠܬܐ ܐܪܝܘܟ ܠܕܢܝܐܝܠ15 Daniel fragte den Bevollmächtigten des Königs, warum der König einen so harten Befehl gegeben habe. Da erklärte ihm Arjoch die Sache.
16 ܘܕܢܝܐܝܠ ܒܥ̣ܐ ܡܢ ܡ̇ܠܟܐ ܕܙܒܢܐ ܢܬܠ ܠܗ ܘܦܫܪܐ ܠܡ̇ܠܟܐ ܢܘܕܥ16 Daniel ging darauf zum König und bat ihn, er möge ihm eine Frist bewilligen, damit er ihm die Deutung des Traumes geben könne.
17 ܗܝܕܝܢ ܕܢܝܐܝܠ ܠܒܝܬܗ ܐܙ̣ܠ ܘܠܚܢ̇ܢܝܐ ܘܠܡܝܫܐܝܠ ܘܠܥܙܪܝܐ ܚܒܪ̈ܘܗܝ ܡܠܬܐ ܗܕܐ ܓܠ̣ܐ17 Dann eilte Daniel nach Hause, teilte seinen Gefährten Hananja, Mischaël und Asarja alles mit
18 ܕܢܒܥܘܢ ܪ̈ܚܡܐ ܡܢ ܩܕܡ ܐܠܗܐ ܕܫܡܝܐ ܥܠ ܐܪܙܐ ܗܢܐ ܕܠܐ ܢܐܒܕܘܢ ܕܢܝܐܝܠ ܘܚܒܪ̈ܘܗܝ ܥܡ ܫܪܟܐ ܕܚܟܝ̈ܡܐ ܕܒܒܠ18 und sagte, sie sollten wegen dieses Geheimnisses den Gott des Himmels um Erbarmen bitten, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den anderen Weisen Babels umkämen.
19 ܗܝܕܝܢ ܠܕܢܝܐܝܠ ܒܚܙܘܐ ܕܠܠܝܐ ܐܪܙܐ ܐܬܓܠܝ ܘܕܢܝܐܝܠ ܒ̇ܪܟ ܠܐܠܗܐ ܕܫܡܝܐ19 Darauf wurde ihm das Geheimnis in einer nächtlichen Vision enthüllt und Daniel pries den Gott des Himmels dafür.
20 ܥܢ̣ܐ ܕܢܝܐܝܠ ܘܐܡ̣ܪ ܢܗܘܐ ܫܡܗ ܕܡܪܝܐ ܡܒܪܟ ܡܢ ܥܠܡ ܘܥܕܡܐ ܠܥܠܡ ܕܚܟܡܬܐ ܘܓܢܒܪܘܬܐ ܕܝܠܗ ܗܝ20 Er betete: Der Name Gottes sei gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Denn er hat die Weisheit und die Macht.
21 ܘܗ̣ܘ ܡܚ̇ܠܦ ܙܒ̈ܢܐ ܘܥ̈ܕܢܐ ܡܥܒܪ ܡ̈ܠܟܝܢ ܘܡܩܝܡ ܡ̈ܠܟܝܢ ܝܗ̇ܒ ܚܟܡܬܐ ܠܚ̈ܟܝܡܐ ܘܡܕܥܐ ܠܝܕ̈ܥܝ ܣܘܟܠܐ21 Er bestimmt den Wechsel der Zeiten und Fristen; er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen die Weisheit und den Einsichtigen die Erkenntnis.
22 ܘܗ̣ܘ ܓ̇ܠܐ ܥܡܝܩ̈ܬܐ ܘܟܣ̈ܝܬܐ ܘܝ̇ܕܥ ܡܐ ܕܒܚܫܘܟܐ ܘܢܗܝܪܐ ܥܡܗ ܗܘ22 Er enthüllt tief verborgene Dinge; er weiß, was im Dunkeln ist, und bei ihm wohnt das Licht.
23 ܠܟ ܐܠܗܐ ܕܐ̈ܒܗܝ ܡܘܕܐ ܐܢܐ ܘܡܫܒܚ ܐܢܐ ܕܚܟܡܬܐ ܘܓܢܒܪܘܬܐ ܝܗܒܬ ܠܝ ܘܗܫܐ ܐܘܕܥܬܢܝ ܕܒܥܝܢ ܡܢܟ ܘܡܠܬ ܡ̇ܠܟܐ ܐܘܕܥܬܢܝ23 Dich, Gott meiner Väter, preise und rühme ich; denn du hast mir Weisheit und Macht verliehen und jetzt hast du mich wissen lassen, was wir von dir erfleht haben: Du hast uns die Sache des Königs wissen lassen.
24 ܘܒܗ̇ ܒܫܥܬܐ ܥܠ ܕܢܝܐܝܠ ܠܘܬ ܐܪܝܘܟ ܗ̇ܘ ܕܦܩ̣ܕ ܠܗ ܡ̇ܠܟܐ ܠܡܩ̇ܛܠܘ ܠܚ̈ܟܝܡܐ ܕܒܒܠ ܘܐܙܠ̣ ܘܗܟܢܐ ܐܡ̣ܪ ܠܗ ܠܚܟܝ̈ܡܐ ܕܒܒܠ ܠܐ ܬܘܒܕ ܐܠܐ ܐܥܠܝܢܝ ܩܕܡ ܡܠܟܐ ܘܦܫܪܐ ܠܡ̇ܠܟܐ ܐܚ̇ܘܐ24 Darauf ging Daniel zu Arjoch, dem der König aufgetragen hatte, die Weisen Babels umzubringen; er trat ein und sagte zu ihm: Bring die Weisen Babels nicht um! Führe mich vor den König! Ich werde dem König die Deutung seines Traumes geben.
25 ܗܝܕܝܢ ܐܪܝܘܟ ܚܦܝܛܐܝܬ ܐܥܠܗ ܠܕܢܝܐܝܠ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܘܐܡ̣ܪ ܠܗ ܐܫܟܚܬ ܓܒܪܐ ܡܢ ܒ̈ܢܝ ܫܒܝܬܐ ܕܝܗܘܕ ܕܦܫܪܐ ܠܡ̇ܠܟܐ ܢܘܕܥ25 In aller Eile brachte Arjoch Daniel vor den König und meldete ihm: Ich habe unter den verschleppten Juden einen Mann gefunden, der dem König die Deutung des Traums geben will.
26 ܥܢ̣ܐ ܡ̇ܠܟܐ ܘܐܡ̣ܪ ܠܕܢܝܐܝܠ ܕܫܡܗ ܒܠܛܫܨܪ ܡܫܟܚ ܐܢܬ ܠܡܚܘܝܘܬܢܝ ܚܠܡܐ ܕܚܙܝܬ ܘܦܫܪܗ26 Darauf sagte der König zu Daniel, den man auch Beltschazzar nannte: Bist du wirklich imstande, mir das Traumgesicht, das ich hatte, und seine Deutung zu sagen?
27 ܥܢ̣ܐ ܕܢܝܐܝܠ ܘܐܡ̣ܪ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ ܐܪܙܐ ܕܡ̇ܠܟܐ ܫܐ̇ܠ ܠܐ ܚܟܝ̈ܡܐ ܘܠܐ ܡܓܘܫ̈ܐ ܘܠܐ ܚ̇ܪ̈ܫܐ ܘܠܐ ܐܫ̈ܘܦܐ ܡܫܟܚܝܢ ܠܡܚܘܝܘ ܠܡ̇ܠܟܐ27 Daniel antwortete dem König: Weise und Wahrsager, Zeichendeuter und Astrologen vermögen dem König das Geheimnis, nach dem er fragt, nicht zu enthüllen.
28 ܐܠܐ ܐܝܬ ܐܠܗܐ ܒܫܡܝܐ ܓ̇ܠܐ ܐܪ̈ܙܐ ܕܢܘܕܥ ܠܡ̇ܠܟܐ ܢܒܘܟܕܢܨܪ ܡܐ ܕܢܗܘܐ ܒܝ̈ܘܡܬܐ ܐܚܪ̈ܝܐ ܚܠܡܟ ܘܚܙܘܐ ܕܪܝܫܟ ܕܥܠ ܡܫܟܒܟ ܗܢܐ ܗܘ28 Aber es gibt im Himmel einen Gott, der Geheimnisse offenbart; er ließ den König Nebukadnezzar wissen, was am Ende der Tage geschehen wird. Der Traum, den dein Geist auf deinem Lager hatte, war so:
29 ܐܢܬ ܡ̇ܠܟܐ ܡܚ̈ܫܒܬܟ ܥܠ ܠܒܟ ܣܠܩ ܥܠ ܡܐ ܕܢܗܘܐ ܒܐܚܪܝܬܐ ܘܓ̇ܠܐ ܐܪ̈ܙܐ ܐܘܕܥܟ ܡܐ ܕܢܗܘܐ29 Auf deinem Lager kamen dir, König, Gedanken darüber, was dereinst geschehen werde; da ließ er, der die Geheimnisse enthüllt, dich wissen, was geschehen wird.
30 ܘܐܢܐ ܠܐ ܗܘܐ ܡܛܠ ܕܐܝܬ ܒܝ ܚܟܡܬܐ ܝܬܝܪ ܡܢ ܟܠܗܘܢ ܚ̈ܝܐ ܐܬܓܠܝ ܠܝ ܐܪܙܐ ܗܢܐ ܐܠܐ ܡܛܠ ܕܦܫܪܐ ܢܬܝܕܥ ܠܡ̇ܠܟܐ ܘܡܕܡ ܕܐܬܚܫܒܬ ܒܠܒܟ ܬܕܥ30 Dieses Geheimnis wurde mir enthüllt, nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen anderen Lebenden voraus hätte, sondern nur, damit du, König, die Deutung erfährst und die Gedanken deines Herzens verstehst.
31 ܐܢܬ ܡ̇ܠܟܐ ܚ̇ܙܐ ܗܘܝܬ ܘܗܐ ܨܠܡܐ ܚܕ ܪܒܐ ܕܛܒ ܙܝܘܗ ܝܬܝܪ ܘܩܐ̇ܡ ܠܩܘܒܠܟ ܚܙܘܗ ܕܚܝܠ31 Du, König, hattest eine Vision: Du sahst ein gewaltiges Standbild. Es war groß und von außergewöhnlichem Glanz; es stand vor dir und war furchtbar anzusehen.
32 ܪܝܫܗ ܕܕܗܒܐ ܛܒܐ ܚܕܝܗ ܘܕܪ̈ܥܘܗܝ ܕܣܐܡܐ ܟܪܣܗ ܘܥܛܡ̈ܬܗ ܕܢܚܫܐ32 An diesem Standbild war das Haupt aus reinem Gold; Brust und Arme waren aus Silber, der Körper und die Hüften aus Bronze.
33 ܫܩ̈ܘܗܝ ܕܦܪܙܠܐ ܪ̈ܓܠܘܗܝ ܡܢܗܝܢ ܕܦܪܙܠܐ ܘܡܢܗܝܢ ܕܚܨܦܐ33 Die Beine waren aus Eisen, die Füße aber zum Teil aus Eisen, zum Teil aus Ton.
34 ܘܚܙܝܬ ܕܐܬܓܙܪܬ ܟܐܦܐ ܕܠܐ ܒܐ̈ܝܕܝܢ ܘܡܚܬܗ ܠܨܠܡܐ ܥܠ ܪ̈ܓܠܘܗܝ ܕܦܪܙܠܐ ܘܕܚܨܦܐ ܘܕܩܩܬ ܐܢܝܢ ܛܒ34 Du sahst, wie ohne Zutun von Menschenhand sich ein Stein von einem Berg löste, gegen die eisernen und tönernen Füße des Standbildes schlug und sie zermalmte.
35 ܘܐܬܕܩܩܘ ܐܟܚܕܐ ܦܪܙܠܐ ܘܢܚܫܐ ܘܚܨܦܐ ܘܣܐܡܐ ܘܕܗܒܐ ܘܗܘܘ ܐܝܟ ܥܘܪܐ ܕܡܢ ܐܕܪܐ ܕܩܝܛܐ ܘܢܣܒܬ ܐܢܘܢ ܪܘܚܐ ܬܩܝܦܬܐ ܘܐܬܪ ܠܐ ܐܫܬܟܚ ܠܗܘܢ ܘܟܐܦܐ ܕܡܚܬܗ ܠܨܠܡܐ ܗܘܬ ܠܛܘܪܐ ܪܒܐ ܘܡܠܬ ܡܢܗ̇ ܟܠܗ̇ ܐܪܥܐ35 Da wurden Eisen und Ton, Bronze, Silber und Gold mit einem Mal zu Staub. Sie wurden wie Spreu auf dem Dreschplatz im Sommer. Der Wind trug sie fort und keine Spur war mehr von ihnen zu finden. Der Stein aber, der das Standbild getroffen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.
36 ܗܢܘ ܚܠܡܐ ܘܦܫܪܗ ܐܡ̣ܪ ܩܕܡ ܡ̇ܠܟܐ36 Das war der Traum. Nun wollen wir dem König sagen, was er bedeutet.
37 ܐܢܬ ܡ̇ܠܟܐ ܡܠܟ ܡ̈ܠܟܐ ܐܠܗܐ ܡܪܝܡܐ ܡܠܟܘܬܐ ܚܣܝܢܬܐ ܘܐܝܩܪܐ ܝܗ̣ܒ ܠܟ37 Du, König, bist der König der Könige; dir hat der Gott des Himmels Herrschaft und Macht, Stärke und Ruhm verliehen.
38 ܘܟܠ ܐܬܪ ܕܥܡܪܝܢ ܒܗ ܒ̈ܢܝ ܐܢܫܐ ܘܦܪܚܬܐ ܕܫܡܝܐ ܘܚܝܘܬܐ ܕܕܒܪܐ ܝܗ̣ܒ ܒܐ̈ܝܕܝܟ ܘܐܫܠܛܟ ܥܠ ܟܠܗܘܢ ܐܢܬ ܗܘ ܪܝܫܐ ܕܕܗܒܐ38 Und in der ganzen bewohnten Welt hat er die Menschen, die Tiere auf dem Feld und die Vögel am Himmel in deine Hand gegeben; dich hat er zum Herrscher über sie alle gemacht: Du bist das goldene Haupt.
39 ܘܒܬܪܟ ܬܩܘܡ ܡܠܟܘܬܐ ܐܚܪܬܐ ܕܡܟܝܟܐ ܡܢܟ ܘܡܠܟܘܬܐ ܐܚܪܬܐ ܕܬܠܬ ܕܐܝܬܝܗ̇ ܢܚܫܐ ܬܫܠܛ ܒܟܠܗ̇ ܐܪܥܐ39 Nach dir kommt ein anderes Reich, geringer als deines; dann ein drittes Reich, von Bronze, das die ganze Erde beherrschen wird.
40 ܘܡܠܟܘܬܐ ܐܪܒܝܥܝܬܐ ܬܗܘܐ ܚܣܝܢܐ ܐܝܟ ܦܪܙܠܐ ܘܐܝܟ ܕܦܪܙܠܐ ܐ̇ܪܫ ܘܡ̇ܕܩ ܟܠ ܗܟܢܐ ܐܦ ܗ̣ܝ ܬܫܚܘܩ ܘܬܟܒܘܫ ܟܠ40 Ein viertes endlich wird hart wie Eisen sein; Eisen zerschlägt und zermalmt ja alles; und wie Eisen alles zerschmettert, so wird dieses Reich alle anderen zerschlagen und zerschmettern.
41 ܘܕܚܙܝܬ ܪ̈ܓܠܐ ܘܨܒܥ̈ܬܐ ܕܡܢܗܝܢ ܕܚܨܦܐ ܕܦܚܪܐ ܘܡܢܗܝܢ ܕܦܪܙܠܐ ܡܠܟܘܬܐ ܬܗܘܐ ܦܠܝܓܐ ܘܡܢ ܥܩܪܐ ܕܦܪܙܠܐ ܢܗܘܐ ܒܗ̇ ܐܝܟܢܐ ܕܚܙܝܬ ܦܪܙܠܐ ܕܡܚܠܛ ܒܚܨܦܐ ܕܛܝܢܐ41 Die Füße und Zehen waren, wie du gesehen hast, teils aus Töpferton, teils aus Eisen; das bedeutet: Das Reich wird geteilt sein; es wird aber etwas von der Härte des Eisens haben, darum hast du das Eisen mit Ton vermischt gesehen.
42 ܘܨܒ̈ܥܬܐ ܕܪ̈ܓܠܐ ܕܚܙܝܬ ܕܡܢܗܝܢ ܕܦܪܙܠܐ ܘܡܢܗܝܢ ܕܚܨܦܐ ܡܢܗ̇ ܡܢ ܡܠܟܘܬܐ ܬܗܘܐ ܥܫܝܢܐ ܘܡܢܗ̇ ܬܗܘܐ ܬܒܝܪܐ42 Dass aber die Zehen teils aus Eisen, teils aus Ton waren, bedeutet: Zum Teil wird das Reich hart sein, zum Teil brüchig.
43 ܘܕܚܙܝܬ ܦܪܙܠܐ ܕܡܚܠܛ ܒܚܨܦܐ ܕܛܝܢܐ ܗܟܢܐ ܢܬܚ̇ܠܛܘܢ ܒܙܪܥ ܐܢܫܐ ܘܠܐ ܢܗܘܘܢ ܕܒܩܝܢ ܚܕ ܠܚܕ ܐܝܟ ܦܪܙܠܐ ܕܠܐ ܡܬܚܠܛ ܥܡ ܛܝܢܐ43 Wenn du das Eisen mit Ton vermischt gesehen hast, so heißt das: Sie werden sich zwar durch Heiraten miteinander verbinden; doch das eine wird nicht am anderen haften, wie sich Eisen nicht mit Ton verbindet.
44 ܘܒܝ̈ܘܡܬܗܘܢ ܕܡ̈ܠܟܐ ܗ̇ܢܘܢ ܢܩܝܡ ܐܠܗ ܫܡܝܐ ܡܠܟܘܬܐ ܕܠܥܠܡܝܢ ܠܐ ܬܬܚܒܠ ܘܡܠܟܘܬܐ ܠܥܡܐ ܐܚܪܢܐ ܠܐ ܬܫܒܘܩ ܐܠܐ ܬܕܩܩ ܘܬܣܝܦ ܟܠܗܝܢ ܡ̈ܠܟܘܬܐ ܗܠܝܢ ܘܗܝ ܬܩܘܡ ܠܥܠܡܝܢ44 Zur Zeit jener Könige wird aber der Gott des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle jene Reiche zermalmen und endgültig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen.
45 ܐܝܟܢܐ ܕܚܙܝܬ ܕܡܢ ܛܘܪܐ ܐܬܓܙܪܬ ܟܐܦܐ ܕܠܐ ܒܐ̈ܝܕܝܢ ܘܕܩܩܬ ܦܪܙܠܐ ܘܢܚܫܐ ܘܚܨܦܐ ܘܣܐܡܐ ܘܕܗܒܐ ܐܠܗܐ ܪܒܐ ܐܘܕܥܟ ܡܐ ܕܢܗܘܐ ܒܝ̈ܘܡܬܐ ܐܚܪ̈ܝܐ ܫܪܝܪ ܚܠܡܐ ܘܡܗܝܡܢ ܦܫܪܗ45 Du hast ja gesehen, dass ohne Zutun von Menschenhand ein Stein vom Berg losbrach und Eisen, Bronze und Ton, Silber und Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was dereinst geschehen wird. Der Traum ist sicher und die Deutung zuverlässig.
46 ܗܝܕܝܢ ܢܒܘܟܕܢܨܪ ܡ̇ܠܟܐ ܢܦܠ ܥܠ ܐ̈ܦܘܗܝ ܠܕܢܝܐܝܠ ܣܓܕ ܘܒܣ̈ܡܝܢ ܘܩܘܪ̈ܒܢܝܢ ܐܡ̣ܪ ܠܡܩܪܒܘ ܠܗ46 Da warf sich König Nebukadnezzar auf sein Gesicht nieder, huldigte Daniel und befahl, man sollte ihm Opfer und Weihrauch darbringen.
47 ܥܢ̣ܐ ܡ̇ܠܟܐ ܘܐܡ̣ܪ ܠܕܢܝܐܝܠ ܒܩܘܫܬܐ ܐܠܗܟܘܢ ܗܘܝܘ ܐܠܗ ܐ̈ܠܗܝܢ ܘܡܪܐ ܡ̈ܠܟܝܢ ܘܓ̇ܠܐ ܐܪ̈ܙܝܢ ܕܐܫܟܚܬ ܠܡܓܠܐ ܪܐܙܐ ܗܢܐ47 Und der König sagte zu Daniel: Es ist wahr: Euer Gott ist der Gott der Götter und der Herr der Könige und er kann Geheimnisse offenbaren; nur deshalb konntest du dieses Geheimnis enthüllen.
48 ܗܝܕܝܢ ܡ̇ܠܟܐ ܐܘܪܒ ܠܕܢܝܐܝܠ ܘܡܘܗ̈ܒܬܐ ܣ̈ܓܝܐܬܐ ܝܗ̣ܒ ܠܗ ܘܐܫܠܛܗ ܥܠ ܟܠܗ̇ ܐܪܥܐ ܕܒܒܠ ܘܐܩܝܡܗ ܪܝܫܐ ܥܠ ܟܠܗܘܢ ܪ̈ܒܝ ܚܝ̈ܠܐ ܘܥܠ ܟܠܗܘܢ ܚܟܝ̈ܡܐ ܕܒܒܠ48 Dann verlieh der König dem Daniel einen hohen Rang und gab ihm viele, reiche Geschenke; er machte ihn zum Gebieter über die ganze Provinz Babel und zum obersten Präfekten aller Weisen von Babel.
49 ܘܕܢܝܐܝܠ ܒܥ̣ܐ ܡܢ ܡ̇ܠܟܐ ܘܐܫܠܛ ܥܠ ܥܒ̇ܕܐ ܕܡܕܝܢܬ ܒܒܠ ܠܫܕܪܟ ܡܝܫܟ ܘܥܒܕܢ̇ܓܘ ܘܕܢܝܐܝܠ ܗܘ̣ܐ ܒܬܪܥܐ ܕܡ̇ܠܟܐ49 Auf Daniels Bitte betraute der König Schadrach, Meschach und Abed-Nego mit der Verwaltung der Provinz Babel; Daniel selbst aber blieb am königlichen Hof.