SCRUTATIO

Venerdi, 21 agosto 2026 - San Bernardo di Chiaravalle ( Letture di oggi)

Giobbe ܐܝܘܒ 31


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PeshittaPattloch Bibel
1 ܩܝܡܐ ܐܩܝܡܬ ܠܥܝܢ̈ܝ ܕܠܐ ܐܬܒܝܢ ܒܒܬܘܠܬܐ1 Ich schloß einen Bund mit meinen Augen, nie lüstern nach einer Jungfrau zu blicken.
2 ܘܡܢܐ ܗܝ ܦܠܓܘܬܗ ܕܐܠܗܐ ܕܡܢ ܠܥܠ ܘܝܪܬܘܬܗ ܕܐܠܗܐ ܕܡܢ ܡܪܘܡܐ2 Was wäre mein Anteil sonst von Gott droben, mein Erbe vom Allmächtigen aus der Höhe?
3 ܐܠܐ ܬܒܪܐ ܠܥ̇ܘ̈ܠܐ ܘܢܘܟܪܝܘܬܐ ܥܠ ܥܒ̈ܕܝ ܥܘ̣ܠܐ3 Wird nicht Verderben dem Frevler zuteil und Verstoßung dem Übeltäter?
4 ܗܘܝܘ ܚܙܐ ܐܘܪ̈ܚܬܝ ܘܟܠܗܝܢ ܗ̈ܠܟܬܝ ܡܢܐ4 Ist Er es nicht, der meine Wege sieht und alle meine Schritte zählt?
5 ܐܢ ܗܠܟܬ ܥܡ ܫܩܪ̈ܐ ܘܐܢ ܐܣܬܪܗܒ ܪ̈ܓܠܝ ܠܡܪܗܛ ܒܢܟܠܐ5 Bin ich mit Lüge umgegangen, eilte mein Fuß der Täuschung nach?
6 ܢܬܩܠܢܝ ܒܡܣܐܬܐ ܕܩܘܫܬܐ ܘܢܕܥ ܐܠܗܐ ܫܠܡܘܬܝ6 Er möge mich wägen auf richtiger Waage, und Gott wird meine Unschuld erkennen!
7 ܐܢ ܐܣܛܝܬ ܗ̈ܠܟܬܝ ܡܢ ܐܘܪܚܐ ܘܐܢ ܐܙܠ ܠܒܝ ܒܬܪ ܥܝܢ̈ܝ ܘܐܢ ܕܒܩ ܒܝ ܡܕܡ7 Wenn mein Schritt vom Wege wich, mein Herz meinen Augen folgte, an meinen Händen ein Makel klebte,
8 ܐܠܐ ܐܢ ܙܪܥܬ ܗܝܕܝܢ ܐܟܠܬ ܘܐܢ ܢܨܒܬ ܗܝܕܝܢ ܪܒܝܬ ܘܚܡܠܬ8 so genieße ein anderer, was ich säte, und was immer mir sproßt, soll entwurzelt werden!
9 ܘܐܢ ܐܫܬܕܠ ܠܒܝ ܥܠ ܐܢܬܬܐ ܢܘܟܪܝܬܐ ܘܥܠ ܬܪܥܐ ܕܚܒܪܝ ܐܢ ܟܡܢܬ9 Ließ sich mein Herz um ein Weib betören, und lauerte ich an der Tür meines Nächsten,
10 ܐܠܐ ܛܚܢܬ ܠܐܚܪ̈ܢܝܢ ܐܢܬܬܝ ܘܐܦܬ ܒܕܘܟܐ ܐܚܪܢܝܐ10 so sei meine Frau einem andern zu Willen, und Fremde mögen sich über sie beugen!
11 ܡܛܠ ܕܗܝ ܚܛܝܬܐ ܗܝ ܘܗܝ ܥܝܢܐ ܗܝ ܕܨܢܥܬܐ11 Doch das wäre eine Schandtat, wäre ein Vergehen, strafbar vor dem Gericht.
12 ܘܢܘܪܐ ܗܝ ܕܥܕܡܐ ܠܐܒܕܢܐ ܐܟܠܐ ܘܟܠܗܝܢ ܥ̈ܠܠܬܝ ܢܬܥܩܪ̈ܢ12 Ja, es wäre ein Feuer, das bis zur Unterwelt fressen und meine ganze Habe entwurzeln würde.
13 ܐܢ ܐܣܠܝܬ ܕܝܢܐ ܕܥܒܕܝ ܘܕܐܡܬܝ ܡܐ ܕܕܝܢܝܢ ܗܘܘ ܥܡܝ13 Wenn ich des Sklaven und der Sklavin Recht in ihrem Streitfall wider mich verwarf,
14 ܐܠܐ ܐܡܪܬ ܡܢܐ ܐܥܒܕ ܡܐ ܕܩ̇ܐܡ ܐܠܗܐ ܘܡܐ ܕܦ̇ܩܕ ܡܢܐ ܐܬܝܒܝܘܗܝ14 was kann ich dann tun, wenn Gott sich erhebt, was ihm erwidern, wenn er Rechenschaft verlangt?
15 ܕܗܐ ܒܟܪܣܐ ܕܥܒܕܢܝ ܥܒܕܗ ܘܒܚܕ ܡܪܒܥܐ ܬܩܢܢ15 Hat nicht, der mich im Mutterleib schuf, auch ihn erschaffen, und einer uns im Mutterschoß gebildet?
16 ܐܢ ܟܠܝܬ ܠܡܣܟܢܐ ܡܕܡ ܕܨܒܐ ܘܐܢ ܐܚܫܟܬ ܠܥܝ̈ܢܐ ܕܐܪܡܠܬܐ16 Versagte ich den Armen einen Wunsch, ließ ich verschmachten der Witwe Augen?
17 ܐܢ ܐܟܠܬ ܠܚܡܝ ܒܠܚܘܕܝ ܘܠܐ ܝܬܡܐ ܡܢܗ ܐܟܠ17 Aß ich für mich allein meinen Imbiß, ohne daß davon auch das Waisenkind aß?
18 ܡܛܠ ܕܡܢ ܛܠܝܘܬܝ ܪܒܝܘܢܝ ܟܐ̈ܒܐ ܘܡܢ ܟܪܣܗ̇ ܕܐܡܝ ܬܢܚ̈ܬܐ18 Denn seit meiner Jugend zog er mich groß wie ein Vater, und vom Schoß meiner Mutter an führte er mich!
19 ܐܢ ܚܙܝܬ ܕܐܒܝܕ ܡܢ ܒܠܝ ܠܒܘܫܐ ܘܠܝܬ ܬܟܣܝܬܐ ܠܒ̇ܝܫܐ19 Sah ich einen Verarmten und ließ ihn ohne Gewand, und ohne Decke den Dürftigen?
20 ܐܠܐ ܥܠ ܒܘܪ̈ܟܝ ܐܬܪܒܝܘ ܘܡܢ ܓܙ̈ܐ ܕܥܢܝ ܐܫܬܚܢܘ20 Haben nicht seine (bekleideten) Lenden mich dankbar gepriesen, wärmte er sich nicht von der Wolle meiner Schafe?
21 ܐܢ ܐܪܝܡܬ ܥܠ ܝܬܡܐ ܐܝܕܝ ܐܠܐ ܡܐ ܕܚܙܝܬܗ ܒܬܪܥܐ ܥܕܪܬܗ21 Schwang ich drohend die Hand gegen eine Waise, weil ich am Tor für mich Rechtshelfer sah,
22 ܟܬܦܝ ܡܢ ܟܪܗ̇ ܬܦܠ ܘܕܪܥܝ ܡܢ ܩܢܝܗ ܢܬܬܒܪ22 So soll mir die Achsel aus der Schulter fallen und der Arm vom Gelenk brechen!
23 ܡܛܠ ܕܕܚܠܬܗ ܕܐܠܗܐ ܐܙܝܥܬܢܝ ܘܬܒܪܗ ܐܬܐ ܥܠܝ ܘܡܢ ܙܘܥܬܐ ܠܐ ܐܫܟܚܬ ܠܡܩܡ23 Denn als Schrecken überfiele mich Gottes Strafverderben, und vor seiner Hoheit hielte ich nicht stand.
24 ܐܢ ܥܒܕܬ ܕܗܒܐ ܬܘܟܠܢܝ ܘܐܢ ܐܡܪܬ ܥܠ ܟܐܦܐ ܛܒܬܐ ܕܐܢܬܝ ܗܝ ܬܘܟܠܢܝ ܘܐܢ ܐܡܪܬ ܥܠ ܣܢܝܢܐ ܕܐܢܬ ܗܘ ܣܒܪܝ24 Setzte ich mein Vertrauen auf Gold, nannte ich Feingold meine Hoffnung?
25 ܘܐܢ ܚܕܝܬ ܟܕ ܣܓܝ ܩܢܝܢܝ ܘܟܕ ܣܓܝ ܐܫܟܚܬ ܐܝܕܝ25 Freute ich mich, daß groß mein Vermögen und daß gar viel meine Hand gewann?
26 ܐܢ ܚܙܝܬ ܢܘܗܪܐ ܟܕ ܕܢܝܚ ܘܣܗܪܐ ܟܕ ܚܒܝܒ26 Blickte ich auf zur Sonne, wenn sie erstrahlte, oder zum Mond, wenn er prachtvoll einherzog,
27 ܐܢ ܐܙܠ ܘܐܫܬܕܠ ܒܣܬܪܐ ܠܒܝ ܘܢܫܩܬ ܐܝܕܝ ܠܦܘܡܝ27 und ließ sich mein Herz dann heimlich betören, und sandte meine Hand vom Mund Küsse empor?
28 ܐܦ ܗܘ ܚܙܐ ܟܠܗܝܢ ܨܢܥ̈ܬܝ ܐܢ ܟܕܒܬ ܩܕܡ ܐܠܗܐ28 Auch das wäre ein Vergehen, schuldig des Gerichtes; denn ich hätte Gott in der Höhe verleugnet.
29 ܘܐܢ ܚܕܝܬ ܒܬܒܪܐ ܕܣܢܐܝ ܘܐܢ ܕܨܬ ܡܐ ܕܗܘܬ ܠܗ ܒܝܫܬܐ29 Freute ich mich am Unglück meines Feindes, jauchzte ich auf, wenn Unheil ihn traf?
30 ܘܠܐ ܐܫܠܡܬ ܦܘܡܝ ܠܚܛܗܐ ܘܢܦܫܝ ܠܚܕܐ ܡܢ ܗܠܝܢ ܠܐ ܫܐܠܬ30 Nein, ich gab meinen Mund nicht zum Sündigen hin, um sein Leben durch einen Fluch zu verwünschen.
31 ܐܠܐ ܐܡܪܘ ܪ̈ܚܡܝ ܡ̇ܢ ܕܝܢ ܝܗܒ ܠܢ ܡܢ ܒܣܪܗ ܘܠܐ ܣܒܥܢ31 Sagten nicht meines Zeltes Genossen: "Bei ihm durfte sich jeder sättigen mit Fleisch"?
32 ܒܫܘܩܐ ܠܐ ܐܒܝܬܬ ܐܟܣܢܝܐ ܘܬܪܥܝ ܠܐܪܚܐ ܦܬܚܬ32 Kein Fremdling mußte im Freien übernachten, dem Wanderer tat ich die Türen auf.
33 ܐܢ ܟܣܝܬ ܐܝܟ ܐܢܫܐ ܚ̈ܛܗܝ ܘܐܢ ܛܡܪܬ ܒܛܘܫܝܐ ܚ̈ܘܒܝ33 Verheimlichte ich meine Fehler nach Menschenart, indem ich im Herzen meine Schuld verbarg,
34 ܘܐܢ ܕܫܬ ܚܝܠܐ ܕܣ̈ܓܝܐܐ ܐܠܐ ܣܘܓܐܐ ܗܘ ܕܫܪ̈ܒܬܐ ܬܒܪܢܝ ܘܒܪܢܫܐ ܠܐ ܐܗܦܟܬ ܒܬܪܥܐ ܘܒܡܡܠܠܐ ܕܣ̈ܦܘܬܐ ܠܐ ܪܢܝܬ ܓܘܪ̈ܓܘܗܝ ܕܐܠܗܐ ܡܟܟܘܢܝ34 weil ich die große Volksmenge scheute, der Sippen Verachtung mich schreckte, so daß ich stillschwieg und zur Tür nicht hinausging?
35 ܡ̇ܢ ܕܝܢ ܝܗܒ ܡ̇ܢ ܕܫ̇ܡܥ ܠܝ ܐܢ ܐܝܬܘܗܝ ܐܠܗܐ ܢܥܢܝܢܝ ܘܢܟܬܘܒ ܒܣܦܪܐ ܕܝܢ̈ܘܗܝ ܕܓܒܪܐ35 O daß doch einer mich hören möchte! Ja, dies ist mein Begehren, daß mir der Allmächtige Antwort gäbe und mein Gegner im Streit eine Klageschrift schriebe!
36 ܐܠܐ ܥܠ ܟܬܦܝ ܐܫܩܠܝܘܗܝ ܘܥܒܕܬܗ ܠܝ ܟܠܝܠܐ36 Wahrlich, ich wollte auf meine Schulter sie heben; ich wände als Kranz sie mir um!
37 ܡܢܝܢܐ ܕܗ̈ܠܟܬܝ ܐܚܘܝܘܗܝ ܘܐܝܟ ܫܠܝܛܐ ܐܒܕܩܝܘܗܝ37 Alle meine Schritte täte ich ihm kund und nahte mich ihm wie ein Fürst!
38 ܘܥܠܝ ܐܪܥܐ ܬܝܠܠ ܘܟܪ̈ܒܝܗ̇ ܐܟܚܕܐ ܢܒܟܘܢ38 [Wenn wider mich mein Ackerfeld klagte und insgesamt seine Furchen weinten,
39 ܐܢ ܐܟܠܬ ܚܝܠܗ̇ ܕܠܐ ܟܣܦ ܘܢܦܫܐ ܕܡܪܝܪܐ ܐܢ ܐܕܘܝܬ39 wenn seinen Ertrag ich verzehrte, ohne bezahlt zu haben, und das Verlangen seines Besitzers unerfüllt ließ,
40 ܚܠܦ ܚܛܬܐ ܢܦܘܩ ܙܒܠܐ ܘܚܠܦ ܣܥܪܬܐ ܢܦܘܩ ܟܘܒܐ ܘܫܠܡܘ ܦܬ̈ܓܡܘܗܝ ܕܐܝܘܒ40 so möge anstelle des Weizens Dorngestrüpp wachsen und statt der Gerste stinkender Lolch!"] - Zu Ende sind die Worte Jobs. -