SCRUTATIO

Mercredi, 8 Juillet 2026 - Santi Aquila e Priscilla ( Letture di oggi)

Livre de Job 15


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BIBLES DES PEUPLESMenge Bibel
1 Élifaz de Téman prit alors la parole:1 Da nahm Eliphas von Theman das Wort und sagte:
2 Un savoir aussi creux, est-ce la réponse d’un sage: rien qu’un vent d’est, et le voilà rempli!2 »Wird wohl ein Weiser windiges Wissen als Antwort vortragen und seine Lunge mit (bloßem) Ostwind blähen,
3 Il parle, et ce sont des critiques négatives, des mots qui n’apportent rien.3 um sich mit Reden zu verantworten, die nichts taugen, und mit Worten, durch die er nichts nützt?
4 Voilà que tu renverses la sainte crainte, tu ne veux plus penser à la manière de Dieu.4 Dazu vernichtest du die fromme Scheu und tust der Andachtsstille Abbruch, die Gott gebührt;
5 Ton fond mauvais te fait parler, et te fournit des raisons paradoxales.5 denn dein Schuldbewußtsein macht deinen Mund beredt, und du wählst die Sprache der Verschmitzten.
6 Ce sont tes mots qui te condamnent, pas moi, ta propre bouche témoigne contre toi!6 Dein eigener Mund verurteilt dich, nicht ich, und deine eigenen Lippen zeugen gegen dich.
7 Es-tu né le premier dans l’espèce humaine, venu au jour quand les montagnes n’étaient pas?7 Bist du etwa als erster der Menschen geboren und noch vor den Bergen auf die Welt gekommen?
8 Quand Dieu décidait, étais-tu là pour entendre, as-tu fais main basse sur la sagesse?8 Hast du im Rate (= in der Ratssitzung) Gottes als Zuhörer gelauscht und dort die Weisheit an dich gerissen?
9 Que sais-tu que nous ne sachions? Comprends-tu des choses qui nous échappent?9 Was weißt du denn, das wir nicht auch wüßten? was verstehst du, das uns nicht auch bekannt wäre?
10 Dans notre camp sont nos aînés, les anciens: ils seraient plus âgés que ton père.10 Auch unter uns sind Ergraute, sind Weißköpfe, reicher noch als dein Vater an Lebenstagen.
11 Tu ne veux donc pas des consolations de Dieu et des paroles qu’on te dit gentiment?11 Sind dir die Tröstungen Gottes minderwertig, und gilt ein Wort der Sanftmut nichts bei dir?
12 Pourquoi réagir avec tant de passion, pourquoi ces regards égarés,12 Was reißt deine Leidenschaft dich fort, und was rollen (oder: zwinkern) deine Augen,
13 pour te défouler contre Dieu et déblatérer sans aucune retenue?13 daß du gegen Gott deine Wut richtest und (solche) Reden deinem Munde entfahren läßt?
14 Un humain pourrait-il prétendre qu’il est pur? peut-il se justifier, celui qui naît d’une femme?14 Was ist der Mensch, daß er rein sein könnte, und der vom Weibe Geborene, daß er als gerecht dastände?
15 À ses anges même Dieu ne fait pas confiance; la voûte cristalline n’est pas pure à ses yeux.15 Bedenke doch: selbst seinen heiligen (Engeln) traut er nicht, und nicht einmal der Himmel ist rein in seinen Augen:
16 Que dire de cet être écœurant, corrompu, qui boit l’injustice comme l’eau?16 geschweige denn der Abscheuliche und Entartete, der Mensch, dem Unrechttun wie Wassertrinken ist!«
17 Écoute-moi, je veux t’instruire; je vais te raconter ce que j’ai vu.17 »Ich will dich unterweisen: höre mir zu; und was ich gesehen habe, will ich berichten,
18 Voici ce qu’enseignent les sages: ce qu’ils nous disent, le tenant de leurs pères,18 was die Weisen von ihren Vätern überkommen und ohne Hehl verkündigt haben –
19 ces hommes à qui le pays fut donné loin de toute présence étrangère:19 ihnen war noch allein das Land übergeben, und noch kein Fremder war unter ihnen umhergezogen –:
20 c’est un tourment que la vie du méchant, les années auxquelles a droit le violent.20 ›Sein ganzes Leben lang muß der Frevler sich ängstigen, und zwar alle die Jahre hindurch, die dem Gewalttätigen beschieden sind.
21 Il entend sans cesse des propos alarmistes: est-il en paix? les pillards vont l’assaillir,21 Schreckensrufe dringen ihm laut ins Ohr; mitten im ruhigen Glück überfällt ihn der Verderber;
22 plus moyen d’échapper aux ténèbres, il en est sûr, son destin c’est l’épée,22 er hegt keine Zuversicht, aus der Finsternis wieder herauszukommen, und ist (in seiner Angst) für das Schwert ausersehen.
23 après quoi il sera la proie des vautours, il sent que le jour fatal est proche: il est là!23 Er irrt nach Brot umher – wo findet er’s? Er weiß, daß durch ihn (d.h. Gott) der Tag des Verderbens festgesetzt ist.
24 Détresse et angoisse: c’est l’épouvante; attaqué par un roi, son mal ne serait pas pire.24 Angst und Bangigkeit schrecken ihn: sie überwältigen ihn wie ein König, der zum Sturm gerüstet ist.
25 Mais voilà: il levait le poing contre Dieu, face au Tout-Puissant il jouait au brave.25 Weil er seine Hand gegen Gott erhoben und dem Allmächtigen Trotz geboten hat –
26 Il s’élançait contre lui, tête baissée, s’abritant derrière un gros bouclier,26 er stürmte gegen ihn an mit emporgerecktem Halse, mit den dichten Buckeln seiner Schilde –
27 on lui voyait une face bouffie, la ceinture alourdie de graisse.27 weil er sein Gesicht von Fett hatte strotzen lassen und Schmer an seinen Lenden angesetzt
28 Il s’était établi en des villes détruites, avec des maisons où nul n’habite, toujours en danger de s’écrouler.28 und sich in gebannten Städten angesiedelt hatte, in Häusern, die unbewohnt bleiben sollten, die zu Trümmerhaufen bestimmt waren:
29 Mais il ne s’y fera pas riche! Sa fortune ne tiendra pas, il ne couvrira pas le pays de son ombre.29 so bringt er’s nicht zu Reichtum, und sein Wohlstand hat keinen Bestand, und seine Sichel (oder: Ähre = sein Besitz) neigt sich nicht zur Erde.
30 Il n’échappera pas aux ténèbres, le feu dessèchera ses tiges vertes, le vent emportera sa fleur.30 Er kommt nicht aus der Finsternis heraus; seine Schößlinge versengt die Gluthitze, und er selbst vergeht durch den Zornhauch des Mundes Gottes.
31 Il a su s’élever: qu’il ne s’y fie pas, nous savons que c’est pure apparence.31 Er verlasse sich nicht auf Trug: er täuscht sich nur; denn Trug wird auch das sein, was er durch seinen eigenen (Trug) erzielt:
32 Ses rejetons se flétriront avant le jour, sa ramure ne reverdira pas.32 ehe noch seine Zeit da ist, erfüllt sich sein Geschick, während sein Wipfel noch nicht gegrünt hat.
33 Comme pour la vigne ses fruits verts se perdront, comme l’olivier il laissera tomber ses fleurs.33 Wie der Weinstock stößt er seine Beeren unreif ab und läßt wie der Ölbaum seine Blüten abfallen.
34 Oui, le parti des impies est stérile, et les corrompus, le feu dévore leurs tentes.34 Denn die Rotte des Frevlers bleibt ohne Frucht, und Feuer verzehrt die Zelte der Bestechung (= der Bestechlichen).
35 Qui a conçu du Mal enfante le malheur; son propre ventre lui mûrit sa déception.35 Mit Unheil gehen sie schwanger und gebären Frevel, und ihr Inneres (oder: Schoß) bringt nur Selbsttäuschung zutage.‹«