SCRUTATIO

Montag, 31 August 2026 - San Felice ( Letture di oggi)

Ijob 30


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Menge BibelVULGATA
1 »Jetzt aber lachen über mich auch solche, die jünger an Jahren sind als ich, deren Väter ich nicht gewürdigt habe, sie neben den Wachhunden meines Kleinviehs anzustellen.1 Nunc autem derident me juniores tempore,
quorum non dignabar patres ponere cum canibus gregis mei :
2 Wozu hätte mir auch die Kraft ihrer Hände nützen können? Bei ihnen war ja die volle Rüstigkeit verlorengegangen.2 quorum virtus manuum mihi erat pro nihilo,
et vita ipsa putabantur indigni :
3 Durch Mangel und Hunger erschöpft, nagen sie das dürre Land ab, die unfruchtbare und öde Steppe;3 egestate et fame steriles, qui rodebant in solitudine,
squallentes calamitate et miseria.
4 sie pflücken sich Melde (oder: Salzkraut) am Buschwerk ab, und die Ginsterwurzel ist ihr Brot.4 Et mandebant herbas, et arborum cortices,
et radix juniperorum erat cibus eorum :
5 Aus der Gemeinde (oder: menschlichen Gesellschaft) werden sie ausgestoßen: man schreit über sie wie über Diebe.5 qui de convallibus ista rapientes,
cum singula reperissent, ad ea cum clamore currebant.
6 In schauerlichen Klüften müssen sie wohnen, in Erdlöchern und Felshöhlen;6 In desertis habitabant torrentium,
et in cavernis terræ, vel super glaream :
7 zwischen Sträuchern brüllen sie, unter Dorngestrüpp halten sie Zusammenkünfte:7 qui inter hujuscemodi lætabantur,
et esse sub sentibus delicias computabant :
8 verworfenes und ehrloses Gesindel, das man aus dem Lande hinausgepeitscht hat.8 filii stultorum et ignobilium,
et in terra penitus non parentes.
9 Und jetzt bin ich ihr Spottlied geworden und diene ihrem Gerede zur Kurzweil (oder: als Zielscheibe).9 Nunc in eorum canticum versus sum,
et factus sum eis in proverbium.
10 Mit Abscheu halten sie sich fern von mir und scheuen sich nicht, vor mir auszuspeien;10 Abominantur me, et longe fugiunt a me,
et faciem meam conspuere non verentur.
11 weil Gott meine Bogensehne abgespannt und mich niedergebeugt hat, lassen sie den Zügel vor mir schießen.11 Pharetram enim suam aperuit, et afflixit me,
et frenum posuit in os meum.
12 Zu meiner Rechten erhebt sich die Brut; sie stoßen meine Füße weg und schütten ihre Unheilsstraßen gegen mich auf.12 Ad dexteram orientis calamitates meæ illico surrexerunt :
pedes meos subverterunt,
et oppresserunt quasi fluctibus semitis suis.
13 Meinen Pfad haben sie aufgerissen, auf meinen Sturz arbeiten sie hin, niemand tut ihnen Einhalt.13 Dissipaverunt itinera mea ;
insidiati sunt mihi, et prævaluerunt :
et non fuit qui ferret auxilium.
14 Wie durch einen breiten Mauerriß (oder: eine Bresche) kommen sie heran, durch die Trümmer (oder: mit wildem Lärm) wälzen sie sich daher:14 Quasi rupto muro, et aperta janua, irruerunt super me,
et ad meas miserias devoluti sunt.
15 ein Schreckensheer hat sich gegen mich gekehrt; wie vom Sturmwind wird meine Ehre weggerafft, und wie eine Wolke ist mein Glück vorübergezogen!«15 Redactus sum in nihilum :
abstulisti quasi ventus desiderium meum,
et velut nubes pertransiit salus mea.
16 »So verblutet sich denn jetzt das Herz in mir: die Tage des Elends halten mich in ihrer Gewalt.16 Nunc autem in memetipso marcescit anima mea,
et possident me dies afflictionis.
17 Die Nacht bohrt in meinen Gebeinen und löst sie von mir ab, und die an mir nagenden Schmerzen schlafen nicht.17 Nocte os meum perforatur doloribus,
et qui me comedunt, non dormiunt.
18 Durch Allgewalt ist mein Gewand (d.h. meine Haut) entstellt: so eng wie mein Unterkleid (oder: Panzer) umschließt es mich.18 In multitudine eorum consumitur vestimentum meum,
et quasi capitio tunicæ succinxerunt me.
19 Gott hat mich in den Kot geworfen, und ich bin (an Ansehen) dem Staub und der Asche gleichgestellt.19 Comparatus sum luto,
et assimilatus sum favillæ et cineri.
20 Schreie ich zu dir, so antwortest du mir nicht; trete ich vor dich hin, so achtest du nicht auf mich:20 Clamo ad te, et non exaudis me :
sto, et non respicis me.
21 du hast dich mir in einen erbarmungslosen Feind verwandelt; mit deiner starken Hand bekämpfst du mich.21 Mutatus es mihi in crudelem,
et in duritia manus tuæ adversaris mihi.
22 Du hebst mich auf (die Fittiche) des Sturmwindes empor, läßt mich dahinfahren und im Sturmestosen vergehen.22 Elevasti me, et quasi super ventum ponens ;
elisisti me valide.
23 Ja, ich weiß es: in den Tod willst du mich heimführen und in das Versammlungshaus aller Lebenden!«23 Scio quia morti trades me,
ubi constituta est domus omni viventi.
24 »Doch streckt man nicht beim Ertrinken die Hand (nach Rettung) aus, und erhebt man beim Versinken nicht darob einen Hilferuf?24 Verumtamen non ad consumptionem eorum emittis manum tuam :
et si corruerint, ipse salvabis.
25 Habe ich denn nicht um den geweint, der harte Tage durchzumachen hatte, und ist mein Herz nicht um den Armen bekümmert gewesen?25 Flebam quondam super eo qui afflictus erat,
et compatiebatur anima mea pauperi.
26 Ja, auf Glück habe ich gewartet, aber Unheil kam; und ich harrte auf Licht, aber es kam Finsternis.26 Expectabam bona, et venerunt mihi mala :
præstolabar lucem, et eruperunt tenebræ.
27 Mein Inneres ist in Aufruhr ohne Unterlaß, Leidenstage haben mich überfallen.27 Interiora mea efferbuerunt absque ulla requie :
prævenerunt me dies afflictionis.
28 In Trauer gehe ich einher ohne Sonne (oder: ohne Trost); ich stehe in der versammelten Gemeinde auf und schreie;28 Mœrens incedebam sine furore ;
consurgens, in turba clamabam.
29 den (heulenden) Schakalen bin ich ein Bruder geworden und den (klagenden) Straußen ein Genosse.29 Frater fui draconum,
et socius struthionum.
30 Meine Haut löst sich, schwarz geworden, von mir ab, und mein Gebein ist von Fieberglut ausgedörrt.30 Cutis mea denigrata est super me,
et ossa mea aruerunt præ caumate.
31 So ist denn mein Zitherspiel zum Trauerlied (= zur Totenklage) geworden und meine Schalmei zu Tönen der Klage!«31 Versa est in luctum cithara mea,
et organum meum in vocem flentium.