SCRUTATIO

Mardi, 14 Juillet 2026 - San Camillo de Lellis ( Letture di oggi)

Livre de Job 10


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BIBLES DES PEUPLESMenge Bibel
1 Oui, je suis dégoûté de la vie, je veux donner libre cours à mes plaintes et laisser parler mon amertume.1 »Mir ekelt vor meinem Leben: so will ich denn meiner Klage über ihn (d.h. Gott) freien Lauf lassen, will reden in der Verzweiflung meiner Seele!
2 Je dirai à Dieu: “Ne me condamne pas ainsi, mais dis-moi de quoi tu m’accuses.2 Ich will zu Gott sagen: ›Behandle mich nicht als einen Frevler! Laß mich wissen, warum du gegen mich im Streite liegst!
3 Est-ce bon pour toi d’agir en tyran, de piétiner l’œuvre de tes mains, de justifier les théories des méchants?3 Ist es wohlgetan von dir, daß du gewaltsam verfährst, daß du das Gebilde deiner Hände verwirfst, während du zu den Anschlägen der Frevler dein Licht leuchten läßt?
4 Tes yeux sont-ils ceux du corps, vois-tu donc à la façon des hommes?4 Sind deine Augen von Fleisch (= wie die eines Sterblichen), oder siehst du die Dinge so an, wie Menschen sie sehen?
5 Ton temps est-il le même que celui des humains, tes années passent-elles comme celles d’un homme?5 Gleichen deine Tage denen eines Sterblichen, oder sind deine Jahre wie die Lebenstage eines Mannes,
6 Pourquoi alors rechercher ma faute, et faire enquête sur mes dettes?6 daß du nach einer Verschuldung bei mir suchst und nach einer Missetat bei mir forschest,
7 Tu sais bien que je ne suis pas coupable, et que personne ne m’arrachera de tes mains.7 obgleich du weißt, daß es für mich keine Rettung gibt, und daß niemand da ist, der mich aus deiner Hand erretten kann?«
8 Tes mains m’ont façonné, tu m’as fait, et maintenant, tu me détruirais?8 »Deine Hände haben mich kunstvoll gebildet und sorgsam gestaltet, danach aber hast du dich dazu gewandt, mich zu vernichten.
9 Souviens-toi que tu m’as pétri comme l’argile: veux-tu me renvoyer à la terre?9 Denke doch daran, daß du mich wie Ton geformt hast; und nun willst du mich wieder zu Staub machen?
10 Ne m’as-tu pas versé comme le lait, et laissé cailler comme le fromage?10 Hast du mich nicht einstmals wie Milch hingegossen und wie Molken (oder: Käse) mich gerinnen lassen?
11 Tu m’as revêtu de peau et de chair, prenant dans le tissu mes os et mes nerfs.11 Mit Haut und Fleisch hast du mich umkleidet und mit Knochen und Sehnen mich durchflochten;
12 Tu as fait en moi œuvre de vie et de grâce, tes attentions ont maintenu mon souffle,12 Leben und Huld (oder: Wohltaten) hast du mir gewährt, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.
13 mais quelle était ton intention secrète? Je sais ce qu’il y avait chez toi!13 Doch du hast dabei im geheimen den Gedanken gehegt – ich weiß, daß dies bei dir fest beschlossen gewesen ist –:
14 Tu voulais voir si j’allais pécher, et si je fautais, ne rien me passer.14 Sobald ich sündigte, wolltest du es mir gedenken und mich von meiner Verfehlung nicht freisprechen.
15 Si j’ai eu tort, malheur à moi! même innocent, je n’ose pas lever la tête. Rassasié d’humiliations, saturé de peines,15 Würde ich mich verschulden, dann wehe mir! Aber auch wenn ich schuldlos bliebe, sollte ich doch mein Haupt nicht erheben, sondern mit Schande gesättigt und mit Elend vollauf getränkt werden;
16 épuisé, tu me poursuis comme un lion; toujours tu veux montrer ta supériorité.16 würde mein Haupt sich aber emporrichten: wie ein Löwe wolltest du mich jagen und immer wieder deine Wundermacht an mir erweisen;
17 Tu reprends tes assauts, ta fureur se ranime, et de nouveau tu lances tes attaques contre moi.17 wolltest immer neue Zeugen gegen mich auftreten lassen und deinen Zorn gegen mich noch steigern, ein immer neues Heer von Leiden gegen mich aufbieten.«
18 Mais pourquoi m’as-tu fait sortir du sein? J’y serais mort, aucun œil ne m’aurait vu:18 »Aber warum hast du mich aus dem Mutterschoß hervorgehen lassen? Ich hätte verscheiden sollen, noch ehe ein Auge mich sah,
19 porté du ventre à la tombe, je serais comme si je n’avais pas été.19 hätte werden sollen, als wäre ich nie gewesen, vom Mutterschoß weg sogleich zum Grabe getragen!
20 Puisqu’il me reste si peu à vivre, éloigne-toi, que j’aie un peu de joie20 Sind nicht meine Lebenstage nur noch wenige? So höre doch auf und laß ab von mir, damit ich noch ein wenig heiter blicken (= aufatmen) kann,
21 avant que je m’en aille, pour ne pas revenir, au pays des ténèbres et de l’ombre mortelle,21 bevor ich, ohne zurückzukehren, dahinfahre in das Land der Finsternis und des Todesschattens,
22 au pays où dans la nuit tout se confond, où même la clarté est faite de ténèbres.22 in das Land, das düster ist wie tiefe Nacht, in das Land des Todesschattens und des Wustes, wo das Aufleuchten (des Tages) so hell ist wie Finsternis.«