SCRUTATIO

Lundi, 6 Juillet 2026 - Santa Maria Goretti ( Letture di oggi)

Livre de Jérémie 6


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BIBLES DES PEUPLESMenge Bibel
1 Fuyez, fils de Benjamin, sortez de Jérusalem. Sonnez du cor à Tékoa, dressez un signal sur Beth-Ha-Kérem, car un malheur vient du Nord, une véritable catastrophe.1 Flüchtet, ihr Benjaminiten, aus Jerusalem hinweg, stoßt zu Thekoa in die Trompete und richtet ein Sturmzeichen über Beth-Kerem auf! Denn Unheil droht von Norden her, und zwar eine gewaltige Zerschmetterung:
2 N’étais-tu pas, fille de Sion, une prairie délicieuse?2 die Liebliche und Verwöhnte, die Tochter Zion, will ich vertilgen.
3 Des bergers y arrivent avec leurs troupeaux, ils piquent leurs tentes tout autour, et chacun y fait paître son troupeau.3 Auf sie zu kommen Hirten gezogen mitsamt ihren Herden, schlagen Zelte ringsum gegen sie auf und weiden ein jeder sein Teil (= seinen Bereich) ab.
4 Engagez contre elle une guerre sainte, debout, il fait jour, montons à l’assaut! Malheur à nous! Déjà le jour baisse et les ombres du soir s’allongent.4 »Weihet euch zum Kampf gegen sie! Auf, wir wollen noch am Mittag hinaufziehen! Wehe uns, der Tag neigt sich schon, denn die Abendschatten dehnen sich schon lang!
5 Alors faisons l’assaut de nuit, car il nous faut détruire ses forts.5 Auf, laßt uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören!
6 Voici ce que dit Yahvé Sabaot: Abattez les arbres, dressez contre Jérusalem des palissades, car cette ville doit rendre des comptes, tout en elle est oppression.6 Denn so hat der HERR der Heerscharen gesprochen: ›Fället die Bäume dort und führt einen Wall gegen Jerusalem auf!‹« – »Das ist die Stadt, die gestraft werden soll: überall herrscht Gewalttat (oder: Unrecht) in ihrem Innern!
7 Comme la source fait jaillir son eau, d’elle sort sa méchanceté. On n’y entend parler que d’abus, de violence et je n’y vois jamais que plaies et coups.7 Wie ein Brunnen sein Wasser sprudeln läßt, so läßt sie ihre Bosheit sprudeln: von Frevel und Unrecht hört man in ihr; Wunden und Striemen treten mir allezeit (in ihr) vor Augen.
8 Reprends-toi, Jérusalem! Ou bien je me détacherai de toi, je ferai de toi un désert, une terre inhabitée.8 Laß dich warnen, Jerusalem, damit mein Herz sich nicht von dir losreißt, damit ich dich nicht zur Wüste mache, zu einem unbewohnten Lande!«
9 Voici ce que dit Yahvé Sabaot: On grappillera comme une vigne ce qui restera d’Israël, comme le vendangeur passe la main sur les pieds de sa vigne.9 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: »Gründliche Nachlese wie am Weinstock wird man am Überrest Israels halten: lege deine Hand immer wieder an, wie der Weingärtner an die Ranken!«
10 À qui puis-je parler? M’écoutera-t-on si j’insiste? Leurs oreilles ont besoin d’une circoncision: elles sont incapables d’attention. La parole de Yahvé est devenue pour eux un sujet de moqueries; ils n’en veulent pas.10 Ja, an wen soll ich meine Worte noch richten und wem ins Gewissen reden, daß sie darauf hören? Ach, ihr Ohr ist unbeschnitten (= taub), so daß sie nichts vernehmen können! Ach, das Wort des HERRN ist ihnen zum Spott geworden, so daß sie kein Gefallen daran haben!
11 Et moi je suis rempli de la colère de Yahvé, je n’en peux plus de la retenir! “Déverse-la sur les enfants dans la rue, ou sur le groupe des jeunes! Le mari et sa femme seront pris ensemble, et le plus âgé avec celui qui ne l’est pas.11 Ja, ich bin mit der Zornglut des HERRN erfüllt, nur mit Mühe vermag ich sie zurückzuhalten! »So laß sie sich denn über die Kinder auf der Straße ergießen und über die Schar der Jünglinge allzumal! Denn Männer wie Weiber sollen von ihr getroffen werden, Alte mitsamt den Vollbetagten;
12 Leurs maisons, leurs champs et leurs femmes passeront à d’autres, car je vais lever ma main contre les habitants du pays - parole de Yahvé.”12 und ihre Häuser sollen an andere übergehen, die Äcker und die Weiber allesamt, wenn ich meine Hand ausstrecke gegen die Bewohner des Landes!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
13 Tous sont des malhonnêtes, du plus petit jusqu’au plus grand; prophètes ou prêtres, tous mentent.13 Denn vom Jüngsten bis zum Ältesten sind sie alle gierig nach Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Falschheit um;
14 Ils ne font que couvrir la blessure de mon peuple et promettent la paix, alors qu’il n’y a pas de paix.14 die schwere Wunde meines Volkes wollen sie leichtfertig obenhin heilen, indem sie verheißen: »Heil, Heil!«, wo doch kein Heil vorhanden ist.
15 Ils ne rougissent pas de commettre ces horreurs, car ils ne savent même plus rougir, ils ne savent plus ce que c’est que la honte! C’est pourquoi ils seront au nombre des victimes, ils tomberont le jour où je les visiterai - parole de Yahvé.”15 Beschämt werden sie dastehen müssen, weil sie Greuel verübt haben; und doch schämen sie sich keineswegs, und Erröten kennen sie nicht. »Darum werden sie fallen, wenn alles fällt: zur Zeit, wo ich sie zur Rechenschaft ziehe, werden sie stürzen!« – so hat der HERR gesprochen.
16 Voici ce que dit Yahvé: “Revenez au point de départ et renseignez-vous sur les chemins d’autrefois: quel est le chemin du salut? Et puis suivez-le, et vous trouverez du repos pour vos âmes.” Mais voici qu’ils répondent: “Non, nous ne le prendrons pas!”16 So hat der HERR gesprochen: »Tretet hin an die Wege und haltet Umschau und forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils (oder: zum Glück) sei, und dann wandelt auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!« Aber sie haben geantwortet: »Nein, wir wollen auf ihm nicht wandeln!«
17 J’ai placé à côté de vous des sentinelles: “Faites attention si la trompette sonne!” Mais ils ont répondu: “Non, nous n’y ferons pas attention!”17 »Dann (oder: trotzdem) habe ich Wächter über euch bestellt (und euch gemahnt): Merkt auf den Schall der Posaune! Aber sie haben geantwortet: ›Nein, wir wollen auf ihn nicht merken!‹
18 C’est pourquoi nations, écoutez, que l’assemblée des peuples le sache,18 Darum höret, ihr Völker, und gib wohl acht, du Gemeinde, was mit ihnen geschehen wird!
19 et toi, terre, écoute: Je vais faire venir un malheur sur ce peuple, et ce sera le fruit de leur infidélité; car ils n’ont pas été attentifs à ma parole et ils ont rejeté ma loi.19 Vernimm du es, Erde! Jetzt will ich Unheil über dies Volk bringen, den Lohn ihrer (bösen) Anschläge! Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und meine Weisung – die haben sie verworfen.
20 Que m’importe l’encens importé de Chéba et le roseau parfumé importé d’un pays lointain? Vos holocaustes ne me plaisent pas, vos sacrifices ne me sont pas agréables.20 Wozu soll mir da der Weihrauch aus Saba dienen und das kostbare Würzrohr aus fernem Lande? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig und eure Schlachtopfer mir nicht angenehm!«
21 C’est pourquoi, voici ce que dit Yahvé: Je vais mettre des pierres sur leur chemin, ils trébucheront et périront tous ensemble, le père avec son fils, l’homme et son compagnon.21 Darum hat der HERR so gesprochen: »Nunmehr lege ich diesem Volk Steine des Anstoßes in den Weg, daß Väter und Söhne zugleich darüber straucheln, daß ein Nachbar mit dem andern zugrunde geht!«
22 Ainsi parle Yahvé: Un peuple arrive du nord, une grande nation se lève des extrémités de la terre.22 So hat der HERR gesprochen: »Gebt acht! Es kommt ein Volk vom Nordlande her, und ein gewaltiges Heer setzt sich in Bewegung vom äußersten Ende der Erde her.
23 Ce sont des barbares sans pitié, qui savent manier l’arc et le javelot. On dirait le grondement de la mer: ils arrivent sur leurs chevaux comme un seul homme, prêts à combattre, fille de Sion.23 Bogen und Wurfspieß führen sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr Lärmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie, gerüstet wie ein Mann (= Krieger) zum Kampf gegen dich, Tochter Zion!«
24 Quand nous avons appris la nouvelle, nos mains sont restées sans force, l’inquiétude nous a saisis, une douleur comme celle de la femme qui enfante.24 »Wir haben die Kunde von ihm vernommen: die Hände sind uns schlaff herabgesunken, Angst hat uns erfaßt, Zittern wie ein Weib in Kindesnöten!
25 Ne sortez pas dans les champs, ne vous aventurez pas sur les routes, car l’épée de l’ennemi est là: c’est la terreur de tous côtés.25 Geht nicht aufs Feld (oder: ins Freie) hinaus und wandert nicht auf der Landstraße; denn da droht euch das Schwert des Feindes – Grauen ringsum!«
26 Habille-toi d’un sac, fille de mon peuple, roule-toi dans la cendre et porte le deuil comme pour un fils unique, pousse des lamentations déchirantes, car d’un seul coup le dévastateur est là sur nous.26 O Tochter meines Volkes, umgürte dich mit dem Sackleinen (= Trauergewand) und wälze dich in der Asche! Stelle Trauer an wie um den einzigen Sohn, eine bittere Wehklage; denn jählings wird der Verwüster über uns kommen!
27 Je t’ai demandé de passer au creuset mon peuple, de connaître et d’éprouver leur conduite.27 »Zum Prüfer habe ich dich bei meinem Volk (oder: für mein Volk) bestellt, zum Metallprüfer, damit du ihren Wandel erkennen lernst und prüfst.
28 Ce sont tous des rebelles, ils ont la tête dure comme le bronze ou le fer; ils ne font tous que détruire.28 Allesamt sind sie widerspenstige Empörer, gehen als Verleumder umher, sind gemeines Kupfer und Eisen, allesamt schändliche Bösewichter!«
29 Le soufflet a soufflé si fort que le plomb a disparu dans le feu; mais le fondeur a perdu ses efforts car les impuretés ne sont pas parties.29 Der Blasebalg hat wohl geschnaubt, aber aus dem Feuer ist nur Blei herausgekommen: vergeblich ist alles Schmelzen gewesen, die Schlacken haben sich nicht ausscheiden lassen.
30 On les appellera “argent de balayures” car Yahvé les a mis aux ordures.30 ›Verworfenes Silber‹ nennt man sie nun, denn der HERR hat sie verworfen.