SCRUTATIO

Montag, 31 August 2026 - San Giuseppe d'Arimatea ( Letture di oggi)

Jesus Sirach 9


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1 Sei nicht eifersüchtig auf die Frau an deiner Brust, damit sie selbst nichts Schlimmes lerne wider dich!1 Sei nicht eifersüchtig auf die Ehefrau an deinem Busen und bringe ihr nicht eine schlimme Lehre bei zu deinem eigenen Schaden.
2 Liefre dich der Frau nicht selber aus, indem du über dich sie herrschen läßt!2 Gib deinen Willen nicht ganz und gar deiner Frau preis, so daß sie zu der dir gebührenden Herrschaft emporsteigt.
3 Du sollst dich einer fremden Frau nicht nähern, damit du nicht in ihre Netze fällst!3 Nähere dich keinem buhlerischen Weibe, damit du nicht in ihre Schlingen fallest.
4 Auch leg dich nicht zu einer Saitenspielerin, damit du nicht gefangen wirst durch ihre Töne!4 Bei einer Zitherspielerin (= Sängerin) verweile nicht lange, damit du nicht von ihren Künsten umstrickt werdest.
5 Auf eine Jungfrau wende nicht dein Augenmerk, damit du ihretwegen nicht in Strafe fällst!5 Eine Jungfrau betrachte nicht genau, damit du nicht durch das zu zahlende Strafgeld in Schande geratest (oder: eine Einbuße erleidest?).
6 Gib einer Dirne dich nicht hin, damit sie nicht dein Erbe dir entreißt!6 Gib dein Herz nicht an Buhldirnen hin, damit du nicht um dein Hab und Gut kommest.
7 Schau nicht umher am Zugang zu der Stadt, und streife nicht herum an ihren öden Plätzen!7 Gaffe nicht in den Straßen der Stadt umher und schweife nicht durch ihre einsamen Gassen.
8 Verhülle dir vor einer hübschen Frau das Auge, und schau nach keiner Schönheit, die nicht dein! Schon viele stürzten ins Verderben wegen einer Frau, und sie verbrennt wie Feuer ihre Freunde.8 [Jede Frau, die der Unzucht sich preisgibt, wird wie Unrat auf der Erde zertreten. Viele sind durch eines fremden Weibes Schönheit auf Abwege geraten; denn die Unterhaltung mit ihnen brennt wie Feuer.]
9 Mit einer Ehefrau geh nicht zu Tisch und sitze nicht betrunken neben ihr, damit du nicht zu ihr dein Herz hinneigst und so in deinem Blut zu Grabe sinkst.9 Mit einer verheirateten Frau sitze überhaupt nicht zusammen (h) und schmause nicht mit ihr beim Wein, damit dein Herz sich ihr nicht zuneige und du durch deine Leidenschaft ins Verderben geratest (h).
10 Gib einen alten Freund nicht auf, denn ein neuer ist nicht treu! Neuer Freund gleicht neuem Wein; ist dieser alt, dann trinkt man ihn.10 Einen alten Freund laß nicht fahren, denn der neue kommt ihm nicht gleich; ein neuer Freund ist wie neuer Wein: erst wenn er alt geworden ist, trinkt man ihn mit Vergnügen.
11 Auf einen Frevler sei nicht eifersüchtig; du weißt ja nicht, wie ihm sein Unglückstag verläuft.11 Beneide keinen Sünder um seine Herrlichkeit, denn du weißt nicht, wie sein Ende sein wird.
12 Hab kein Gefallen am Erfolg des Sünders, bedenke, daß er bis zum Tod nicht straflos bleibt!12 Habe kein Wohlgefallen an dem Wohlergehen der Gottlosen; bedenke wohl, daß sie nicht bis zum Tode ungestraft bleiben (?).
13 Bleib einem Manne fern, der Macht zu töten hat, so mußt du nicht in Todesängsten zittern! Doch nahst du ihm, verfehle dich in nichts, damit er nicht dein Leben raube! Wisse, daß du zwischen Netzen schreitest und über einer Gitterfalle wandelst!13 Halte dich weit entfernt von einem Manne, der die Macht hat zu töten, damit du nicht in Todesfurcht zu schweben brauchst; wenn du aber mit ihm zu tun hast, so laß dir nichts zuschulden kommen, damit er dir nicht das Leben nehme. Bedenke wohl, daß du inmitten von Schlingen einhergehst und auf den Mauerzinnen einer Stadt wandelst.
14 Antworte deinem Nächsten möglichst gut; berate dich mit weisen Männern!14 Soviel du vermagst, berate deinen Nächsten und besprich dich mit weisen Leuten.
15 Mit Einsichtsvollen pflege Überlegung und jegliche Beratung nur mit ihnen!15 Mit den Einsichtsvollen halte deine Unterredungen ab, und den Gegenstand aller deiner Gespräche bilde das Gesetz des Höchsten.
16 Gerechte Männer seien deine Tischgenossen, und in der Gottesfurcht erblicke deinen Ruhm!16 Rechtschaffene Männer seien deine Tischgenossen, und in der Gottesfurcht bestehe dein Ruhm.
17 In weisen Händen wird das Rechte festgehalten; der einsichtsvolle Weise herrscht in seinem Volk.17 Durch die Hand kunstfertiger Meister erlangt ein Werk Lob, und der Führer eines Volkes ist der redefertige Weise.
18 Ein Schwätzer ist gefürchtet in der Stadt, verhaßt ein prahlerischer Mund.18 Gefürchtet in seiner Stadt ist der Schwätzer (oder Schreier, Zungenheld), und wer sich in seiner Rede überstürzt, erntet Haß.