SCRUTATIO

Dienstag, 6 Oktober 2026 - San Bruno (Brunone) ( Letture di oggi)

Jesus Sirach 40


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Pattloch BibelEINHEITSUBERSETZUNG BIBEL
1 Gar große Mühsal ist verhängt von Gott, und schweres Joch liegt auf den Menschenkindern vom Tage an, da sie den Mutterschoß verlassen, bis zu ihrer Rückkehr zu der Mutter aller Lebenden:1 Große Mühsal hat Gott den Menschen zugeteilt,
ein schweres Joch ihnen auferlegt von dem Tag, an dem sie aus dem Schoß ihrer Mutter hervorgehen,
bis zum Tag ihrer Rückkehr zur Mutter aller Lebenden:
2 Ihr Grübeln und die Sorge ihres Herzens, ihr Denken an die Zukunft, an den Todestag.2 ihr Grübeln und die Angst ihres Herzens,
der Gedanke an die Zukunft, an den Tag ihres Todes.
3 Von dem, der auf dem Thron erhaben sitzt, bis hin zu dem, der sitzt in Staub und Asche;3 Von dem, der auf hohem Thron sitzt,
bis zu dem, der in Staub und Asche sitzt,
4 von dem, der Krone trägt und Diadem, bis hin zu dem, der Kleider trägt aus Fellen:4 von dem, der Krone und Stirnreif trägt,
bis zu dem, der ein Kleid aus Fellen trägt:
5 Zorn herrscht und Eifersucht, die Sorge und der Schrecken, die Todesfurcht, der Zank und Streit. Und selbst zur Zeit der Ruhe auf dem Lager verwirrt der Schlaf der Nacht noch seinen Sinn.5 Zorn, Eifersucht, Sorge und Schrecken,
Todesangst, Zank und Streit. Noch auf dem Bett zur Ruhezeit
verwirrt der nächtliche Schlaf ihm den Sinn.
6 Ein wenig, einen Augenblick nur hat er Ruhe, dann wird er mitten unter Schreckensbildern aufgestört. Er irrt hinweg im Traumgesicht der Seele, wie ein Entronnener vor dem Verfolger flieht.6 Bald wird er, nach einem Augenblick der Ruhe,
von schrecklichen Träumen aufgejagt, bald in die Irre getrieben durch Vorspiegelungen seiner Seele,
wie ein Flüchtling, der dem Verfolger entrinnt;
7 Ist es soweit, daß er gerettet ist, dann wacht er auf und wundert sich ob seiner Furcht vor nichts.7 gerade während er sich rettet, wacht er auf
und wundert sich über die Angst um nichts.
8 Bei allen Wesen, von den Menschen bis zum Vieh, und bei den Sündern siebenfach verstärkt8 Hinzu kommt über alles Lebende, vom Menschen bis zum Vieh,
und über die Sünder siebenfach:
9 herrscht Pest und Blutvergießen, Fieber, Schwert, Verwüstung und Verderben, Hungersnot und Tod.9 Pest und Blut, Fieber und Schwert,
Untergang und Verderben, Hunger und Tod.
10 Das Übel ist erschaffen für den Frevler und seinetwegen die Vernichtung auferlegt.10 Für den Frevler ist das Übel erschaffen
und seinetwegen kommt die Vernichtung.
11 Zur Erde kehrt, was aus der Erde stammt, zurück und, was von oben stammt, nach oben.11 Alles, was von der Erde stammt,
kehrt zur Erde zurück,
was aus der Höhe stammt, zur Höhe.
12 All Unrecht und Bestechung werden ausgerottet, doch Redlichkeit bleibt ewiglich bestehen.12 Jede Bestechung und Ungerechtigkeit wird ausgerottet,
Treue aber besteht für immer.
13 Des Frevlers Habe rinnt dahin gleichwie ein Bach und wie ein starker Strom nach dem Gewitterregen.13 Der Reichtum des Frevlers ist wie ein reißender Bach,
wie ein mächtiger Fluss beim Gewitterregen.
14 Wenn dieser schwillt, dann werden Felsen mitgerollt; jedoch versiegt er plötzlich und für immer.14 Schwillt er an, dann werden Felsen bewegt,
doch plötzlich versiegt er für immer.
15 Der Schößling dessen, der Gewalttat übt, setzt keine Triebe an; denn eines Frevlers Wurzel liegt auf Felsenriffen15 Der Schössling des Gewalttätigen treibt keinen Spross;
denn die Wurzel des Ruchlosen liegt auf einem Felsenriff,
16 wie eine Kresse an dem Rand des Baches; sie wird von jedem Regen weggeschwemmt.16 wie Riedgras am Bachrand,
das schneller als jedes Gras verdorrt.
17 Die Güte aber wankt auf ewig nicht, und Wohltun hat Bestand für immer.17 Liebe aber wird in Ewigkeit nicht ausgetilgt,
Barmherzigkeit besteht für immer.
18 Süß ist des Reichen und des Zechers Leben, doch beide übertrifft, wer einen Schatz gefunden.18 Überfluss und Verdienst machen das Leben angenehm,
doch mehr als beide, einen Schatz zu finden.
19 Kind und Stadt verewigen den Namen, doch mehr als beide, wer die Weisheit fand. Rinderzucht und Pflanzung bringen Ruhm dem Namen, doch mehr als beide eine liebe Frau.19 Nachkommenschaft und Städtebau geben dem Namen Bestand,
doch mehr als beide, Weisheit zu finden. Viehzucht und Ackerbau lassen den Leib gedeihen,
doch mehr als beide eine treue Frau.
20 Wein und Rauschtrank machen froh das Herz, doch mehr als beide Liebe zwischen Freunden.20 Wein und Bier erfreuen das Herz,
doch mehr als beide die Freundesliebe.
21 Flötenspiel und Harfe zieren den Gesang, doch mehr als beide eine reine Stimme.21 Flöte und Harfe verschönern das Lied,
doch mehr als beide eine reine Stimme.
22 Schönheit und Gestalt gefallen sehr dem Auge, doch mehr als beide Blumen auf der Wiese.22 Anmut und Schönheit entzücken das Auge,
doch mehr als beide die Blumen des Feldes.
23 Freund und Weggenosse führen, wenn es Zeit ist, doch mehr als beide eine kluge Frau.23 Freund und Gefährte leiten zur rechten Zeit,
doch mehr als beide eine verständige Frau.
24 Bruder und Gehilfe retten in der Notzeit, doch mehr als beide rettungbringende Wohltat.24 Bruder und Helfer nützen in der Zeit der Not,
doch mehr als beide eine rettende Liebesgabe.
25 Gold und Silber stützen vor dem Fall den Fuß, doch mehr als beide guter Rat.25 Gold und Silber stützen den Fuß,
doch mehr als beide ein guter Rat.
26 Gut und Macht erheben hoch das Herz, doch mehr als beide Gottesfurcht.26 Reichtum und Macht erheben das Herz,
doch mehr als beide die Gottesfurcht. Hat man Gottesfurcht, so gibt es keine Not,
neben ihr braucht man keine Stütze zu suchen;
27 Die Gottesfurcht ist wie ein Paradies voll Segen, und über alle Herrlichkeit erstrahlt ihr Baldachin.27 die Gottesfurcht ist wie ein gesegnetes Paradies,
über seine ganze Pracht (breitet sich) ihr schirmendes Dach.
28 Mein Sohn, ein Bettlerleben führe nicht; denn lieber sterben als betteln!28 Mein Sohn, lebe nicht vom Betteln!
Besser sterben, als aufdringlich sein.
29 Wer blicken muß nach fremdem Tisch, des Leben ist als Leben nicht zu rechnen. Befleckung für die Seele sind geschenkte Bissen und Magenschmerzen für den weisen Mann.29 Wer nach dem Tisch anderer schauen muss,
dessen Leben ist nicht als Leben zu rechnen. Geschenkte Leckerbissen beschmutzen die Kehle,
dem verständigen Mann bereiten sie Magenschmerzen.
30 Im Mund des Frechen ist das Betteln süß, in seinem Innern aber brennt es wie ein Feuer.30 Im Mund des Frechen ist Betteln süß,
doch in seinem Innern brennt es wie Feuer.