SCRUTATIO

Dienstag, 7 Juli 2026 - Sant´Edda ( Letture di oggi)

Weisheit 1


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Menge BibelVULGATA
1 Gewinnt die Gerechtigkeit lieb, ihr Herrscher auf Erden! denkt an den Herrn in Aufrichtigkeit und sucht ihn in Einfalt des Herzens!1 Diligite justitiam, qui judicatis terram.
Sentite de Domino in bonitate,
et in simplicitate cordis quærite illum :
2 Denn er läßt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen (= auf die Probe stellen), und offenbart sich denen, die ihm nicht mißtrauen.2 quoniam invenitur ab his qui non tentant illum,
apparet autem eis qui fidem habent in illum.
3 Denn verkehrte Gedanken führen von Gott ab, und seine Allmacht, wenn sie angezweifelt wird, straft die Toren3 Perversæ enim cogitationes separant a Deo ;
probata autem virtus corripit insipientes.
4 Denn in eine bösgesinnte Seele kehrt die Weisheit nicht ein und nimmt ihre Wohnung nicht in einem der Sünde dienstbaren Leibe.4 Quoniam in malevolam animam non introibit sapientia,
nec habitabit in corpore subdito peccatis.
5 Denn der heilige Geist der Zucht meidet die Falschheit; er hält sich fern von törichten Gedanken und wird verscheucht, wenn Ungerechtigkeit aufkommt.5 Spiritus enim sanctus disciplinæ effugiet fictum,
et auferet se a cogitationibus quæ sunt sine intellectu,
et corripietur a superveniente iniquitate.
6 Denn ein menschenfreundlicher Geist ist die Weisheit und läßt auch den Gotteslästerer nicht ungestraft ob der Schuld seiner Lippen; denn Gott ist Zeuge seiner Nieren (d.h. der Kenner dessen, was in seinem Innern vorgeht), er ist der wahrhaftige Beobachter seines Herzens und der Hörer seiner Reden.6 Benignus est enim spiritus sapientiæ,
et non liberabit maledicum a labiis suis :
quoniam renum illius testis est Deus,
et cordis illius scrutator est verus,
et linguæ ejus auditor.
7 Denn der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis, und er, der das All umfaßt, hat Kenntnis von jedem gesprochenen Wort.7 Quoniam spiritus Domini replevit orbem terrarum,
et hoc quod continet omnia, scientiam habet vocis.
8 Darum bleibt keiner verborgen, der Unrechtes redet, und die strafende Gerechtigkeit geht an ihm nicht vorüber.8 Propter hoc qui loquitur iniqua non potest latere,
nec præteriet illum corripiens judicium.
9 Denn über die Anschläge des Gottlosen findet eine Untersuchung statt, und die Kunde von seinen Reden kommt vor den Herrn zur Bestrafung seiner Verfehlungen;9 In cogitationibus enim impii interrogatio erit ;
sermonum autem illius auditio ad Deum veniet,
ad correptionem iniquitatum illius.
10 denn sein eifersüchtiges Ohr hört alles, und auch das leiseste Murren bleibt ihm nicht verborgen.10 Quoniam auris zeli audit omnia,
et tumultus murmurationum non abscondetur.
11 Hütet euch also vor unnützem Murren und bewahrt die Zunge vor Lästerrede; denn auch heimliches Gerede geht nicht ungestraft hin, und ein lügnerischer Mund vernichtet die Seele.11 Custodite ergo vos a murmuratione quæ nihil prodest,
et a detractione parcite linguæ :
quoniam sermo obscurus in vacuum non ibit,
os autem quod mentitur occidit animam.
12 Trachtet nicht nach dem Tode durch die Verirrung eures Lebens und zieht nicht das Verderben durch euer eigenes Tun herbei;12 Nolite zelare mortem in errore vitæ vestræ,
neque acquiratis perditionem in operibus manuum vestrarum.
13 denn Gott hat den Tod nicht geschaffen und hat keine Freude am Untergang der Lebenden.13 Quoniam Deus mortem non fecit,
nec lætatur in perditione vivorum.
14 Denn alle Dinge hat er zum Sein geschaffen, und alles in der Welt Erzeugte ist zum Heil da; in keinem findet sich das Gift des Verderbens, und das Totenreich hat nicht die Herrschaft auf Erden.14 Creavit enim ut essent omnia,
et sanabiles fecit nationes orbis terrarum :
et non est in illis medicamentum exterminii,
nec inferorum regnum in terra.
15 Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich (= dem Tode nicht unterworfen), [die Ungerechtigkeit aber führt den Tod herbei].15 Justitia enim perpetua est, et immortalis.
16 Die Gottlosen aber rufen den Tod herbei durch ihre Taten und Reden; sie halten ihn für einen Freund und verzehren sich in Sehnsucht nach ihm, sie schließen einen Bund mit ihm, weil sie es wert sind, ihm als Beute zuzufallen.16 Impii autem manibus et verbis accersierunt illam,
et æstimantes illam amicam, defluxerunt ;
et sponsiones posuerunt ad illam,
quoniam digni sunt qui sint ex parte illius.