SCRUTATIO

Dienstag, 8 September 2026 - Natività Beata Vergine Maria ( Letture di oggi)

Ester 6


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Menge BibelNOVA VULGATA
1 Hier folgt die Abschrift des Schreibens: Großkönig Artaxerxes entbietet den hundertsiebenundzwanzig Statthaltern von Indien bis Äthiopien, den Verwaltern der Landschaften und allen, die uns wohlgesinnt sind, seinen Gruß.1 Noctem illam duxit rex insomnem iussitque afferri sibi librummemorialium, annales priorum temporum. Quae cum illo praesente legerentur,
2 Viele, die durch die übergroße Güte ihrer Wohltäter allzusehr geehrt werden, trachten nach noch Höherem2 ventum est ad eum locum, ubi scriptum erat quomodo nuntiasset Mardochaeusinsidias Bagathan et Thares duorum eunuchorum ianitorum, qui voluerant manusmittere in regem Asuerum.
3 und suchen nicht nur unseren Untertanen Schaden zuzufügen, sondern, weil sie das Übermaß ihres Glückes nicht zu ertragen vermögen, unternehmen sie es sogar, gegen ihre Wohltäter Anschläge ins Werk zusetzen.3 Quod cum audisset rex, ait: “ Quid pro hac fide honoris ac praemiiMardochaeus consecutus est? ”. Dixeruntque ei servi illius ac ministri: “Nihil omnino mercedis accepit ”.
4 Indem sie nicht nur das Gefühl der Dankbarkeit in den Menschen zerstören, sondern sich auch durch das prahlerische Gerede derer, die keine Wohltaten empfangen, sich ermutigen lassen, wähnen sie, dem das Böse hassenden Strafgericht des allwissenden Gottes entrinnen zu können.4 Statimque rex: “ Quis est, inquit, inatrio? ”. Aman quippe exterius atrium domus regiae intraverat, ut suggereretregi, ut iuberet Mardochaeum suspendi in patibulo, quod ei fuerat praeparatum.
5 Oft hat aber auch böse Überredungskunst viele von den höheren Staatsbeamten, die doch mit der Sorge für die Angelegenheiten ihrer Freunde betraut worden sind, zu Mitschuldigen an unschuldig vergossenem Blute gemacht und in unheilbares Unglück verstrickt,5 Responderunt pueri: “ Ecce Aman stat in atrio ”. Dixitque rex: “Ingrediatur ”.
6 wenn jene durch die lügnerische Täuschung der sittlichen Schlechtigkeit das arglose Wohlwollen der Regierenden täuschend hintergehen.6 Cumque esset ingressus, ait illi: “ Quid debet fieri viro, quem rex honoraredesiderat? ”. Cogitans autem in corde suo Aman et reputans quod nullum aliumrex nisi se vellet honorare
7 Zu ersehen ist das nicht sowohl aus den älteren Geschichten, für deren Überlieferung wir gesorgt haben, als vielmehr, indem ihr das, was ihr unmittelbar vor Augen habt, genau ins Auge faßt, nämlich die frevelhaften Taten, die durch die nichtswürdige Bosheit der höchsten Reichsbeamten verübt worden sind.7 respondit: “ Homo, quem rex honorare cupit,
8 Und für die Folgezeit ist darauf zu achten, daß wir das Reich allen Menschen in festgeordnetem und friedlichem Zustande darbieten, indem wir die erforderlichen Veränderungen vornehmen und das, was uns vor die Augen kommt, immer mit möglichster Milde beurteilen und behandeln.8 debet indui vestibus regiis, quibus rex indutus erat, et imponi super equum, quide sella regis est, et acceperit regium diadema super caput suum;
9 Wie denn auch Haman, der Sohn Hamadathas, ein Mazedonier, der tatsächlich dem Geblüt der Perser fernsteht und sich von unserer Ehrenhaftigkeit völlig losgesagt hat, gastlich von uns aufgenommen, –9 et primus deregiis principibus nobilissimis induat eum et teneat equum eius et per plateamcivitatis incedens clamet et dicat: “Sic honorabitur quemcumque voluerit rexhonorare” ”.
10 er hatte die Menschenfreundlichkeit, die wir gegen alle Völker hegen, in solchem Grade erfahren, daß er öffentlich als unser Vater bezeichnet und als die zweite Person nach dem königlichen Thron von allen immerfort durch Niederfallen geehrt wurde, –10 Dixitque ei rex: “ Festina et, sumpta stola et equo, fac, ut locutus es,Mardochaeo Iudaeo, qui sedet in foribus palatii; cave, ne quidquam de his, quaelocutus es, praetermittas ”.
11 seinen Hochmut nicht hat zügeln können, sondern darauf ausgegangen ist, uns der Herrschaft und des Lebens zu berauben,11 Tulit itaque Aman stolam et equum; indutumqueMardochaeum et impositum equo praecedebat in platea civitatis atque clamabat:“ Hoc honore condignus est quemcumque rex voluerit honorare ”.
12 und unsern Lebensretter und immerwährenden Wohltäter Mardochai und auch Esther, die unsträfliche Genossin des Königsthrones, samt allen ihren Volksgenossen durch arglistige Vorspiegelungen und Ränke in den gewaltsamen Tod hat bringen wollen.12 Reversusque est Mardochaeus ad ianuam palatii; et Aman festinavit ire indomum suam lugens et operto capite.
13 Denn durch diese Künste hoffte er, wenn er uns vereinsamt gemacht hätte, die Oberherrschaft der Perser auf die Mazedonier zu übertragen.13 Narravitque Zares uxori suae et amicisomnia, quae evenissent sibi; cui responderunt sapientes, quos habebat inconsilio, et uxor eius: “ Si de semine Iudaeorum est Mardochaeus, ante quemcadere coepisti, non poteris praevalere contra eum, sed cades in conspectu eius”.
14 Wir aber finden, daß die von dem Erzschurken der Vernichtung preisgegebenen Juden keine Verbrecher sind, sondern nach durchaus gerechten Gesetzen und Bräuchen im Staate leben und daß sie Kinder des höchsten, größten, lebendigen Gottes sind, der uns und unseren Vorfahren das Reich im schönsten Zustande erhalten hat.14 Adhuc illis loquentibus, venerunt eunuchi regis et cito eum adconvivium, quod regina paraverat, pergere compulerunt.
15 Ihr werdet also wohl tun, wenn ihr keinen Gebrauch von dem Schreiben macht, welches Haman, der Sohn Hamadathas, abgesandt hat, weil er um seiner Böstaten willen vor den Toren von Susa mit seiner ganzen Familie aufgehängt worden ist, indem der allwaltende Gott das wohlverdiente Gericht an ihm vollzogen hat.
16 Eine Abschrift dieses Schreibens sollt ihr aber in allen Ortschaften öffentlich aushängen, daß man nämlich den Juden gestatte, nach ihren eigenen Gesetzen und Bräuchen zu leben, und daß man ihnen Beistand leiste, damit sie sich derer, die sie zur Zeit ihrer Bedrängnis am dreizehnten Tage des zwölften Monats Adar angreifen, an eben diesem Tage erwehren können;
17 denn dieser Tag hat der über alles waltende Gott dem erwählten Volke statt zum Verderben zu einem Freudentage gemacht.
18 So feiert ihr denn nun neben euren anerkannten (= herkömmlichen) Festen einen besonders ausgezeichneten Tag mit aller Fröhlichkeit, damit er sowohl jetzt als auch in der Folgezeit für euch und für die euch wohlgesinnten Perser ein Tag des Heils sei, für die aber, welche uns nachstellen, eine Erinnerung an das Verderben.
19 Jede Stadt aber oder Landschaft ohne Ausnahme, die nicht nach diesem Erlaß verfährt, soll mit Waffengewalt und Feuer unnachsichtlich verheert werden, so daß sie nicht nur den Menschen unzugänglich, sondern auch den wilden Tieren und den Vögeln für alle Zeit zum Abscheu wird«. Abschriften (dieses Erlasses) sollen weithin sichtbar im ganzen Königreiche ausgehängt werden, und alle Juden sollen sich auf den genannten Tag zum Kampfe mit ihren Gegnern bereit halten«.