SCRUTATIO

Venerdi, 4 settembre 2026 - San Gregorio Magno ( Letture di oggi)

Livro do Eclesiastes 1


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1 Palavras do Eclesiastes, filho de Davi, rei de Jerusalém.1 (Dies sind) die Worte des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs in Jerusalem.
2 “Fugacidade das fugacidades!”, diz o Eclesiastes. “fugacidade das fugacidades! Tudo é fugaz!”2 O Nichtigkeit der Nichtigkeiten! sagt der Prediger; o Nichtigkeit der Nichtigkeiten: alles ist nichtig!
3 Que proveito tira o homem de todo o trabalho com que se afadiga debaixo do sol?3 Welchen Gewinn hat der Mensch von all seiner Mühe, mit der er sich unter der Sonne abmüht?
4 Uma geração passa, outra vem, mas a terra sempre subsiste.4 Ein Geschlecht geht dahin, und ein anderes kommt, doch die Erde steht ewig unbewegt.
5 O sol se levanta, o sol se põe e se apressa a voltar a seu lugar onde renasce.5 Die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter und eilt an denselben Ort zurück, wo sie aufging (oder: wieder aufgehn soll).
6 O vento sopra para o sul, volta para o norte, volteia e gira nos mesmos circuitos.6 Der Wind geht nach Süden und dreht sich nach Norden; immerfort kreisend weht der Wind, und zu seinen (= den alten) Kreisläufen kehrt der Wind zurück.
7 Todos os rios se dirigem para o mar, e o mar não transborda. Em direção ao mar, para onde correm os rios, para lá correm sem cessar.7 Alle Flüsse laufen ins Meer, und das Meer wird doch nicht voll; an den Ort, wohin die Flüsse einmal fließen, dahin fließen sie immer wieder.
8 Todas as coisas se afadigam, mais do que se pode dizer. A vista não se farta de ver, o ouvido nunca se sacia de ouvir.8 Alle Dinge mühen sich ab: kein Mensch vermag es auszusprechen (= mit Worten zu erschöpfen); das Auge wird des Sehens nicht satt und das Ohr nicht voll vom Hören.
9 O que foi é o que será. O que aconteceu é o que há de acontecer. Não há nada de novo debaixo do sol.9 Was gewesen ist, dasselbe wird wieder sein, und was geschehen ist, dasselbe wird wieder geschehen; es gibt nichts Neues unter der Sonne.
10 Se é encontrada alguma coisa da qual se diz: “Veja, isto é novo”, ela já existia nos tempos passados.10 Kommt (einmal) etwas vor, von dem man sagen möchte: »Siehe, dies hier ist etwas Neues!«, so ist es doch längst dagewesen in den Zeitläuften, die vor uns waren:
11 Não há memória do que é antigo, nem nossos descendentes não deixarão memória junto àqueles que virão depois deles.11 es ist nur kein Andenken an die früheren Zeiten geblieben, und auch für die späteren, die künftig sein werden, wird kein Andenken übrigbleiben bei denen, die noch später kommen werden.
12 Eu, o Eclesiastes, fui rei de Israel, em Jerusalém.12 Ich, der Prediger, bin König über Israel in Jerusalem gewesen
13 Apliquei meu espírito a um estudo atencioso e à sábia observação de tudo quanto se passa debaixo do céu. Deus impôs aos homens essa ocupação ingrata.13 und habe es mir angelegen sein lassen, vermittels der Weisheit alles zu erforschen und zu ergründen, was unter dem Himmel geschieht: ein leidiges (oder: mühseliges) Geschäft, das Gott den Menschenkindern auferlegt hat, sich damit abzuquälen.
14 Vi tudo o que se faz debaixo do sol: eis que tudo é fugaz e vento que passa.14 Ich habe alles Arbeiten beobachtet, das unter der Sonne betrieben wird, und siehe da: alles war (oder: ist) nichtig und ein Haschen nach Wind.
15 O que está torto não se pode endirei­tar, o que falta não se pode calcular.15 Krummes kann doch nicht als gerade gelten, und was lückenhaft ist, darf man nicht als voll rechnen.
16 Eu disse comigo mesmo: “Eis que amontoei e acumulei sabedoria mais do que todos os que me precederam em Jerusalém. Porque minha mente estudou muito a sabedoria e a ciência,16 Ich dachte bei mir in meinem Herzen also: »Fürwahr, ich habe mir größere Schätze der Weisheit erworben als alle, die vor mir über (oder: in) Jerusalem gewesen sind, und mein Geist hat sich eine Fülle von Weisheit und Erkenntnis angeeignet!«
17 e apliquei o meu coração ao discernimento da sabedoria, da loucura e da tolice. E cheguei à conclusão de que isso é também vento que passa.17 Als ich mich aber daranmachte, zu erkennen, was Weisheit sei, und zu erkennen, was Torheit und Unverstand sei, da wurde es mir klar, daß auch dies nur ein Haschen nach Wind ist;
18 Porque no acúmulo de sabedoria, acumula-se tristeza, e quem aumenta a ciência, aumenta a dor”.18 denn wo viel Weisheit ist, da ist auch viel Verdruß, und mit der Zunahme der Erkenntnis wächst auch der Schmerz (oder: die Enttäuschung).