SCRUTATIO

Lundi, 6 Juillet 2026 - Santa Maria Goretti ( Letture di oggi)

Livre de Jérémie 9


font
BIBLES DES PEUPLESMenge Bibel
1 Trouvez-moi au désert un gîte d’étape: je laisserai mon peuple, j’irai loin d’eux, ces infidèles, cette bande de traîtres.1 O hätte ich doch eine Wanderer-Herberge (= Ruhestatt) fern in der Wüste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen weggehen! Denn sie sind allesamt Ehebrecher, eine Gesellschaft von Treulosen (oder: Betrügern).
2 Avec leur langue ils décochent des flèches, c’est le mensonge et non la vérité qui règne dans ce pays, car ils vont de crime en crime au lieu de me connaître - parole de Yahvé.2 »Sie spannen ihre Zunge wie einen Bogen: mit Lüge und nicht durch Wahrhaftigkeit schalten sie als Herren im Lande; denn von einer Bosheit schreiten sie zur andern fort, mich aber kennen sie nicht!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
3 Que chacun se garde de son compagnon, ne faites pas confiance à un frère, car ce frère ne pense qu’à vous avoir, et votre ami vous calomnie.3 Seid auf der Hut, ein jeder vor seinem Freunde, und schenkt auch keinem Bruder Vertrauen! Denn jeder Bruder übt Lug und Trug, und jeder Freund geht auf Verleumdung aus;
4 Ils se trompent l’un l’autre, personne ne dit la vérité. Ils sont entraînés au mensonge et s’épuisent à faire le mal.4 sie hintergehen einer den andern, und keiner redet ein wahres Wort; sie haben ihre Zunge an Lügenreden gewöhnt und mühen sich ab, verkehrt zu handeln, können nicht anders:
5 Ils sont installés dans le mensonge, leur fausseté les empêche de me connaître - parole de Yahvé.5 »Gewalttat über Gewalttat, Arglist über Arglist! Sie wollen mich nicht kennen!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
6 C’est pourquoi Yahvé Sabaot a déclaré: Je vais les éprouver au feu, les examiner; que puis-je faire d’autre pour mon peuple?6 Darum hat der HERR der Heerscharen so gesprochen: »Gib acht: ich will sie schmelzen und läutern! Denn wie sollte ich anders mit der Tochter meines Volks verfahren?
7 Leur langue est une flèche qui tue, leurs paroles ne sont que mensonge, ils souhaitent la paix à leur prochain, mais au fond ils préparent un coup bas.7 Ein todbringender Pfeil ist ihre Zunge, Trug sind die Worte ihres Mundes; man redet freundlich mit seinem Nächsten, aber im Herzen stellt man ihm eine Falle.
8 Et je ne les punirais pas pour tout cela? - parole de Yahvé, je ne me vengerais pas d’une nation comme celle-là?8 Sollte ich so etwas bei ihnen ungestraft lassen?« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »oder sollte ich mich an einem solchen Volk nicht rächen?«
9 Faites entendre une lamentation à propos des montagnes, un chant de deuil pour les pâturages du désert, car les voilà brûlés. Nul n’y passe, on n’y entend plus les bruits du troupeau; oiseaux du ciel et bêtes sauvages ont fui, tous ont disparu.9 Um die Berge will ich ein Weinen und eine Wehklage erheben und um die Auen der Trift ein Trauerlied! Denn sie sind verödet, so daß niemand sie durchwandert und man die Stimmen der Herden nicht mehr vernimmt; die Vögel des Himmels und das Wild – alles ist entflohen, ist weggezogen!
10 “Je ferai de Jérusalem un tas de ruines, un repaire de chacals; je ferai des villes de Juda un désert sans habitants.”10 »Auch Jerusalem will ich zu Steinhaufen machen, zur Behausung der Schakale; und die Ortschaften Judas verwandle ich in eine Einöde, in der kein Mensch mehr wohnt!«
11 Y aura-t-il quelqu’un d’assez sage pour comprendre ces événements, quelqu’un à qui Yahvé dira d’en expliquer le pourquoi: pourquoi ce pays ravagé, brûlé, devenu un désert où personne ne passe?11 Wer ist ein so weiser Mann, daß er dies verstehen mag? Und zu wem hat der Mund des HERRN geredet, daß er es kundtue, warum das Land zugrunde gegangen ist und verödet daliegt wie die Wüste, so daß niemand es durchwandert?
12 Yahvé dit: “C’est parce qu’ils ont abandonné ma Loi que je leur avais donnée, ils ne m’ont pas écouté, ils ne l’ont pas suivie,12 Der HERR hat gesagt: »Weil sie mein Gesetz, das ich ihnen vorgelegt hatte, unbeachtet gelassen und meinen Weisungen nicht gehorcht und nicht nach ihnen gelebt haben,
13 ils ont préféré suivre les Baals comme leurs pères leur avaient enseigné.”13 vielmehr dem Starrsinn ihres eigenen Herzens gefolgt und den Baalen nachgelaufen sind, wie sie es von ihren Vätern gelernt hatten;
14 C’est pourquoi, voici ce que dit Yahvé Sabaot, le Dieu d’Israël: Je ferai absorber à ce peuple de l’absinthe, je lui donnerai à boire de l’eau empoisonnée.14 darum« – so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: »Nunmehr will ich sie, dieses Volk da, mit Wermut speisen und ihnen Giftwasser zu trinken geben
15 Je le disperserai au milieu de nations que ni eux ni leurs pères n’ont connues. J’enverrai contre eux l’épée jusqu’à les avoir exterminés.15 und will sie unter die Heidenvölker zerstreuen, die weder sie noch ihre Väter gekannt haben, und will das Schwert hinter ihnen her senden, bis ich sie vertilgt habe!«
16 Voici ce que dit Yahvé Sabaot: “Appelez les pleureuses, envoyez chercher les meilleures et qu’elles pleurent!16 So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: »Merkt auf und ruft die Klageweiber herbei, daß sie kommen, und schickt zu den weisen Frauen (= den wehgesangskundigen Weibern), daß sie herkommen
17 Qu’elles nous fassent entendre des lamentations pour que nous pleurions nous aussi et que nos yeux laissent échapper nos larmes.”17 und eilends ein Klagelied (oder: das Totenlied) über uns anstimmen, damit unsere Augen in Tränen zerfließen und unsere Wimpern von Zähren triefen!« –
18 Oui, l’écho d’une plainte nous arrive de Sion: “Hélas, quel pillage et quelle honte pour nous: nous avons dû quitter le pays, et l’on a démoli nos maisons.”18 Ach horch! Eine Wehklage vernimmt man von Zion her: »Wehe, wie sind wir vergewaltigt und schmählich in Schande geraten! Ach, wir müssen das Land verlassen! Ach, man hat unsere Wohnungen niedergerissen!« –
19 Ô femmes, écoutez donc la parole de Yahvé, que vos oreilles entendent les paroles de sa bouche. Enseignez à vos filles ce chant funèbre, redites l’une à l’autre cette lamentation:19 Ach hört, ihr Frauen, das Wort des HERRN, und euer Ohr vernehme das Wort seines Mundes, und lehrt eure Töchter das Klagelied und eine jede die andere den Grabgesang:
20 “La mort a grimpé par nos fenêtres, elle est entrée dans nos palais, elle a fauché l’enfant dans la rue et les jeunes gens sur les places.20 »Ach, der Tod ist in unsere Fenster eingestiegen, in unsere Paläste eingedrungen, hat die Kinder von der Straße weggerafft, die Jünglinge (oder: jungen Männer) von den Marktplätzen!« –
21 Les cadavres sont étendus comme du fumier à la surface des champs, comme la gerbe oubliée derrière le moissonneur, que personne ne vient ramasser!”21 Rede: »So lautet der Ausspruch des HERRN: Es liegen die Leichen der Menschen da wie Dünger auf dem Felde und wie Ährenbündel hinter dem Schnitter, ohne daß jemand sie aufliest!«
22 Voici ce que dit Yahvé: “Que le sage ne se vante pas de sa sagesse, que le brave ne se vante pas de sa bravoure, que le riche ne se vante pas de ses richesses!22 So hat der HERR gesprochen: »Nicht rühme sich der Weise seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, nicht rühme sich der Reiche seines Reichtums!
23 Mais si quelqu’un veut se vanter, qu’il se vante de ceci: d’avoir l’intelligence pour me connaître: moi, Yahvé, mon œuvre sur terre n’est que bonté, droiture et justice. Voilà ce que j’aime - parole de Yahvé.”23 Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, daß er Einsicht besitzt und von mir erkennt, daß ich, der HERR, es bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit auf Erden übt (oder: walten läßt); denn an solchen (oder: daran) habe ich Wohlgefallen« – so lautet der Ausspruch des HERRN.
24 Voici venir des jours - parole de Yahvé - où je demanderai des comptes à tous ceux qui sont circoncis avec ceux qui ne le sont pas:24 »Gebt acht: es kommt die Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »da werde ich alle, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind, zur Rechenschaft ziehen:
25 l’Égypte, Juda, Édom, les fils d’Ammon, Moab et tous les hommes aux tempes rasées qui habitent le désert. Car tous ces païens n’ont pas la circoncision, et les gens d’Israël n’ont pas la circoncision du cœur.25 Ägypten und Juda, Edom, die Ammoniter und Moabiter und alle, die sich das Haar an den Schläfen stutzen, die in der Wüste wohnen. Denn wohl sind alle Heidenvölker unbeschnitten, aber das ganze Haus Israel ist unbeschnitten am Herzen!«