SCRUTATIO

Dienstag, 7 Juli 2026 - Sant´Edda ( Letture di oggi)

Jeremia 5


font
Menge BibelBIBLES DES PEUPLES
1 Streift in den Straßen Jerusalems umher und seht euch um! Erkundigt euch und sucht auf den Plätzen der Stadt, ob ihr jemand findet, ob einer da ist, der Recht übt, der auf Treue (oder: Redlichkeit) hält: dann will ich ihr vergeben.1 Parcourez les rues de Jérusalem et regardez, informez-vous, cherchez sur ses places. Si vous y trouvez un homme, un seul, qui pratique la justice et cherche la vérité, je pardonnerai à la ville.
2 Aber wenn sie auch sagen: »So wahr der HERR lebt!«, so schwören sie darum doch falsch.2 S’ils disent: “Yahvé est vivant!” c’est pour jurer faussement.
3 Sind denn deine Augen, HERR, nicht auf Treue (oder: Ehrlichkeit) gerichtet? Du hast sie zwar geschlagen, aber es hat ihnen nicht wehe getan; du hast sie der Vernichtung preisgegeben, aber sie haben keine Zucht annehmen wollen: sie haben ihr Angesicht härter gemacht als Felsgestein und eine Umkehr von sich gewiesen.3 Yahvé, tes yeux ne cherchent-ils pas la vérité? Or tu les as frappés et ils n’ont pas réagi, tu les as détruits et ils ont refusé la leçon; ils se sont fait un visage de pierre et ne sont pas revenus vers toi.
4 Da dachte ich: »Nur die kleinen Leute sind so; die benehmen sich töricht, weil sie den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes (oder: die Gebühr gegen ihren Gott) nicht kennen.4 Moi, je me disais: “Il n’y a que les pauvres pour être ainsi irresponsables; ils ne connaissent pas la voie de Yahvé, la Loi de leur Dieu.
5 Ich will doch einmal zu den Großen gehen und mit ihnen reden; denn die müssen doch den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes (oder: die Gebühr gegen ihren Gott) kennen.« Doch sie haben insgesamt das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen!5 J’irai donc vers les chefs et je leur parlerai, car ils connaissent la voie de Yahvé, la Loi de leur Dieu. Mais eux, c’est d’un commun accord qu’ils ont cassé le joug et rompu les liens.
6 Darum schlägt sie der Löwe aus dem Walde nieder, überwältigt sie der Steppenwolf; der Panther lauert ihnen auf vor ihren Städten: jeder, der aus ihnen hinausgeht, wird zerrissen; denn zahlreich sind ihre Übertretungen, vielfältig ihre Abfallsünden.6 C’est pourquoi le lion de la forêt les a frappés, le loup du désert a fait des ravages, la panthère est aux aguets à la sortie de leurs villes et déchire tous ceux qui sortent. C’est que leurs péchés sont nombreux, et ils s’entêtent dans leur révolte.
7 »Weshalb sollte ich dir verzeihen? Deine Söhne haben mich verlassen und schwören bei Nichtgöttern; und obwohl ich sie den Bund hatte beschwören lassen, haben sie doch Ehebruch begangen und sind im Hurenhause heimisch geworden.7 Il faudrait te pardonner? Tes fils m’ont abandonné et jurent par des faux dieux. Quand je leur donnais leur pain, ils cherchaient l’adultère, ils s’attroupaient à la maison de la prostituée.
8 Wie wohlgenährte (oder: brünstige) Rosse schweifen sie umher: ein jeder wiehert nach dem Eheweibe des andern.8 Ce sont des étalons bien nourris qui courent en liberté, et chacun renifle après la femme de son prochain.
9 Sollte ich so etwas ungestraft lassen?« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »oder sollte an einem solchen Volk meine Seele (oder: mein Zorn) sich nicht rächen?«9 Et je ne punirais pas tout cela? - parole de Yahvé. Et je ne me vengerais pas d’une nation comme celle-là?
10 Steigt auf ihre Mauern hinauf und richtet Verwüstungen an, doch vernichtet sie nicht völlig! Haut ihre Ranken ab; denn dem HERRN gehören sie nicht (mehr) an.10 Escaladez ces murs et détruisez tout. Arrachez ces pieds de vigne car ils ne sont pas ceux de Yahvé.
11 »Ach, sie haben gar treulos an mir gehandelt, das Haus Israel und das Haus Juda!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.11 La maison d’Israël et la maison de Juda m’ont complètement trahi - parole de Yahvé.
12 Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: »Es ist nichts mit ihm, und kein Unglück wird über uns kommen: weder Schwert noch Hungersnot werden wir zu sehen bekommen!12 Ils ont renié Yahvé, ils ont dit: “Il n’existe pas, le malheur ne viendra pas sur nous, nous ne verrons ni l’épée, ni la famine.
13 Und die Propheten? Die sind für den Wind; denn das Wort (des HERRN) ist nicht in ihnen: möge es ihnen selbst so ergehen!«13 Que le vent emporte les prophètes, personne ne parle par eux; que leurs menaces retombent sur eux!”
14 Darum hat Gott, der HERR der Heerscharen, so gesprochen: »Weil ihr solche Reden führt, will ich nunmehr meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dieses Volk zu Brennholz, daß es sie verzehren soll!«14 C’est pourquoi, voici ce que dit Yahvé, le Dieu Sabaot: Puisqu’ils parlent ainsi, je vais mettre dans ta bouche des paroles de feu. Ce peuple sera le bois et le feu les dévorera!
15 »Wisset wohl: ich lasse ein Volk aus der Ferne über euch kommen, ihr vom Hause Israel!« – so lautet der Ausspruch des HERRN –; »ein Volk von unverwüstlicher Kraft ist es, ein Volk von uraltem Stamm, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst.15 Yahvé l’a dit, maison d’Israël: j’amène contre vous une nation lointaine, une nation forte, une nation ancienne, une nation dont tu ne connais pas la langue, et tu ne comprends pas ce qui s’y dit.
16 Sein Köcher ist wie ein offenes Grab: allesamt sind sie Kriegshelden.16 Son étui à flèches est une tombe ouverte, là-bas tous sont des vaillants!
17 Es wird deine Ernte und dein Brotkorn verzehren, verzehren deine Söhne und Töchter, verzehren dein Kleinvieh und deine Rinder, verzehren deinen Weinstock und deinen Feigenbaum; deine festen Städte, auf die du dein Vertrauen setzt, wird es mit dem Schwert zerstören.«17 Elle dévorera ta moisson et ton pain, elle dévorera tes fils et tes filles, elle dévorera tes brebis et tes bœufs, elle dévorera ta vigne et ton figuier. Ses armes détruiront tes forteresses dans lesquelles tu mettais ta confiance.
18 »Doch auch in jenen Tagen« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »will ich euch nicht völlig vernichten.18 Mais, même en ces jours-là, je ne te détruirai pas complètement - parole de Yahvé.
19 Aber wenn ihr alsdann fragt: ›Wofür hat der HERR, unser Gott, uns dies alles widerfahren lassen?‹, so sollst du ihnen antworten: ›Gleichwie ihr mich verlassen und fremden Göttern im eigenen Lande gedient habt, ebenso sollt ihr nun Fremden dienstbar sein in einem Lande, das nicht euch gehört (= in fremdem Lande)!‹«19 Lorsqu’ils demanderont: “Pourquoi Yahvé notre Dieu nous fait-il tout cela?” tu leur répondras: “Puisque vous m’avez abandonné pour servir dans votre pays des dieux étrangers, maintenant vous servirez des étrangers dans un pays qui ne sera pas le vôtre.”
20 Verkündet dies im Hause Jakob und macht es in Juda bekannt mit den Worten:20 Annoncez ceci à la maison de Jacob et proclamez ces paroles en Juda.
21 »Hört doch dies, ihr törichtes Volk voll Unverstand, die ihr Augen habt und nicht seht, die ihr Ohren habt und nicht hört!21 Écoutez donc ceci, peuple insensé et stupide, avec des yeux qui ne voient pas, et des oreilles qui n’entendent pas!
22 Mich wollt ihr nicht fürchten« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »und vor mir nicht zittern? der ich dem Meere den Sand zur Grenze gesetzt habe als ewige Schranke, die es nicht überschreiten darf, so daß seine Wogen, wenn sie auch branden, doch ohnmächtig sind und, wenn sie auch brausen, doch nicht ungebührlich vordringen.22 Ne me craindrez-vous pas - parole de Yahvé, ne tremblerez-vous pas devant moi? C’est moi qui mis le sable à la frontière des mers, comme une borne éternelle qu’elle ne franchira pas. Elle s’agite impuissante, ses flots mugissent mais ne vont pas au-delà.
23 Aber dieses Volk besitzt ein trotziges und widerspenstiges Herz; sie sind abgefallen und davongegangen23 Ce peuple par contre est infidèle et rebelle, ils se reprennent et s’en vont.
24 und haben niemals in ihrem Herzen gedacht: ›Laßt uns doch den HERRN, unsern Gott, fürchten, der den Regen spendet, Frühregen wie Spätregen (= Herbstregen wie Frühlingsregen) zu rechter Zeit, der die festbestimmten Wochen der Erntezeit uns zugute einhält!‹24 Ils ne disent pas au fond d’eux-mêmes: “Craignons Yahvé notre Dieu, qui nous donne les pluies d’automne et celles du printemps, au bon moment, et puis nous donne les semaines qu’il a fixées pour la moisson.”
25 Eure Verschuldungen haben das unmöglich gemacht und eure Sünden euch um den Segen gebracht.25 Vos fautes ont semé là le désordre, vos péchés vous ont privés de ces biens.
26 Denn unter meinem Volke gibt es Gottlose, die auf der Lauer liegen, wie Vogelfänger sich ducken: sie stellen Fallen auf und treiben Menschenfang.26 Il y a dans mon peuple des êtres malfaisants, toujours à l’affût comme le chasseur d’oiseaux; s’ils dressent un piège, c’est pour prendre des hommes.
27 Wie ein Käfig sich mit Vögeln füllt, so füllen sich ihre Häuser mit ungerechtem Gut; auf solche Weise sind sie hoch gekommen und reich geworden;27 Ils ont leur cage pleine d’oiseaux, leur maison s’est remplie par la fraude ils sont devenus puissants et riches.
28 fett sind sie geworden und feist, ja, ihre Verworfenheit überschreitet jedes Maß. An das Recht halten sie sich nicht; für die Sache der Waisen treten sie nicht ein, um sie zum Siege zu führen, und der Rechtssache der Armen nehmen sie sich nicht an.28 Ils sont gros, ils suent la graisse, ils n’ont plus honte du mal. Leur justice n’en est pas une: ils ne connaissent pas le droit de l’orphelin, et ne font pas droit au malheureux.
29 Sollte ich so etwas ungestraft lassen?« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »oder sollte meine Seele (oder: mein Zorn) sich an einem solchen Volk nicht rächen?« (vgl. V.9)29 Et je laisserais passer ces crimes? D’un peuple comme celui-là - parole de Yahvé, je ne me vengerais pas?
30 Entsetzliche und greuliche Dinge haben sich im Lande zugetragen:30 On voit ici des choses honteuses, horribles:
31 die Propheten prophezeien als Lügendiener, und die Priester schalten mit ihnen Hand in Hand, und mein Volk hat es gern so! Was werdet ihr aber tun, wenn es damit zu Ende geht?31 les prophètes prophétisent des mensonges, les prêtres ne pensent qu’à leurs intérêts, et mon peuple aime qu’il en soit ainsi. Mais que ferez-vous à la fin?