SCRUTATIO

Sonntag, 13 September 2026 - SS. Nome di Maria ( Letture di oggi)

Jeremia 13


font
Menge BibelEINHEITSUBERSETZUNG BIBEL
1 So hat der HERR zu mir gesprochen: »Gehe hin und kaufe dir einen linnenen Gürtel und lege ihn dir um die Hüften, aber laß ihn nicht ins Wasser geraten!«1 So hat der Herr zu mir gesagt: Geh, kauf dir einen leinenen Gürtel, und leg ihn dir um die Hüften, aber tauch ihn nicht ins Wasser!
2 Da kaufte ich den Gürtel nach dem Befehl des HERRN und legte ihn mir um die Hüften.2 Da kaufte ich, wie der Herr mir aufgetragen hatte, den Gürtel und legte ihn mir um die Hüften.
3 Hierauf erging das Wort des HERRN zum zweitenmal an mich folgendermaßen:3 Nun erging das Wort des Herrn zum zweiten Mal an mich; er sagte:
4 »Nimm den Gürtel, den du dir gekauft hast und um deine Hüften trägst, und mache dich auf, gehe an den Euphrat und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!«4 Nimm den gekauften Gürtel, den du um die Hüften trägst, mach dich auf den Weg an den Eufrat und verbirg ihn dort in einer Felsspalte!
5 Da ging ich hin und versteckte ihn am Euphrat, wie der HERR mir geboten hatte.5 Ich ging hin und verbarg ihn am Eufrat, wie mir der Herr befohlen hatte.
6 Nach längerer Zeit aber sagte der HERR zu mir: »Mache dich auf, gehe an den Euphrat und hole von dort den Gürtel, den du dort auf meinen Befehl versteckt hast!«6 Nach längerer Zeit sprach der Herr zu mir: Mach dich auf den Weg an den Eufrat und hol den Gürtel zurück, den du dort auf meinen Befehl hin verborgen hast.
7 Da begab ich mich an den Euphrat, grub nach und nahm den Gürtel von der Stelle, wo ich ihn versteckt hatte; aber siehe da: der Gürtel war verdorben, war zu nichts mehr zu gebrauchen!7 Da ging ich zum Eufrat, suchte den Gürtel und holte ihn von der Stelle, wo ich ihn verborgen hatte. Doch der Gürtel war verdorben, zu nichts mehr zu gebrauchen.
8 Da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen:8 Nun erging das Wort des Herrn an mich:
9 »So spricht der HERR: Ebenso will ich den Hochmut Judas und den Hochmut Jerusalems, der so gewaltig ist, ins Verderben stürzen!9 So spricht der Herr: Ebenso verderbe ich die stolze Pracht Judas und Jerusalems, wie groß sie auch sei.
10 Dieses böse Volk, das sich weigert, auf meine Worte zu hören, das da wandelt im Starrsinn seines Herzens und anderen Göttern nachläuft, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: es soll ihm ebenso ergehen wie diesem Gürtel, der zu nichts mehr taugt.10 Dieses böse Volk weigert sich, auf meine Worte zu hören, es folgt dem Trieb seines Herzens und läuft anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; es soll daher wie dieser Gürtel werden, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist.
11 Denn gleichwie der Gürtel sich eng an die Hüften eines Mannes anschließt, so hatte ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda sich eng an mich anschließen lassen« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »damit sie mein Volk würden, mir zum Ruhm und zum Lobpreis und zur Zierde; aber sie haben nicht gehorcht.«11 Denn wie sich der Gürtel den Hüften des Mannes anschmiegt, so wollte ich, dass sich das ganze Haus Juda mir anschmiegte - Spruch des Herrn -, damit es mein Volk und mein Ruhm, mein Preis und mein Schmuck wäre. Sie aber haben nicht gehorcht.
12 »So richte denn folgende Worte an sie: ›So hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: Jeder Krug wird mit Wein gefüllt.‹ Wenn sie dann zu dir sagen: ›Sollten wir das wirklich nicht selbst wissen, daß jeder Krug mit Wein gefüllt wird?‹,12 Du sollst ihnen das folgende Wort ausrichten: So spricht der Herr, der Gott Israels: Jeden Krug kann man mit Wein füllen. Wenn sie dir darauf erwidern: Wissen wir nicht selbst, dass man jeden Krug mit Wein füllen kann?,
13 so erwidere ihnen: ›So hat der HERR gesprochen: Fürwahr, ich will alle Bewohner dieses Landes, sowohl die Könige, die auf dem Throne Davids sitzen, als auch die Priester und Propheten und alle Bewohner Jerusalems mit Trunkenheit füllen13 dann sollst du ihnen antworten: So spricht der Herr: Seht, ich fülle alle Bewohner dieses Landes mit Trunkenheit, die Könige, die auf Davids Thron sitzen, die Priester, die Propheten und alle Einwohner Jerusalems.
14 und sie sich dann einen an dem andern zerschmettern lassen, und zwar die Väter zugleich mit den Söhnen!‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN –; ›ich will dabei keine Schonung üben und kein Mitleid haben, und kein Erbarmen soll mich abhalten, sie zu vernichten!‹«14 Ich zerschmettere sie, den einen am andern, Väter und Söhne zugleich - Spruch des Herrn. Keine Schonung, kein Mitleid und kein Erbarmen hält mich ab, sie zu vernichten.
15 Höret und merkt auf! Seid nicht hochmütig, denn der HERR ist’s, der geredet hat!15 Hört und merkt auf!
Seid nicht hochmütig; denn der Herr redet.
16 Gebt dem HERRN, eurem Gott, die Ehre, bevor es Nacht wird und bevor eure Füße sich an den Bergen in der Dunkelheit stoßen und ihr dann auf Licht wartet, er es aber zu tiefster Finsternis macht und es in Wolkendunkel verwandelt!16 Erweist dem Herrn, eurem Gott, die Ehre,
bevor es dunkel wird,
bevor eure Füße straucheln auf dämmrigen Bergen. Wartet ihr dann auf das Licht -
er verwandelt es in Finsternis
und macht es zur Dunkelheit.
17 Wenn ihr aber nicht gehorcht, so muß ich vor Kummer im Verborgenen weinen ob eurem Hochmut, und mein Auge muß unaufhörlich in Tränen zerfließen, weil die Herde des HERRN gefangen weggeführt wird.17 Wenn ihr aber darauf nicht hört,
so muss ich im Verborgenen weinen über den Hochmut und mein Auge muss ohne Unterlass Tränen vergießen,
da die Herde des Herrn weggeführt wird.
18 Sage (oder: sagt) zum König und zur Herrin (oder: Königin-Mutter): »Setzt euch tief herunter, denn vom Haupt ist euch eure herrliche Krone herabgefallen.18 Sag zum König und zur Herrin:
Setzt euch tief hinunter; denn eure prächtige Krone
sinkt euch vom Haupt.
19 Die Städte des Südlands sind verschlossen, und niemand ist da, der sie öffnet; in Gefangenschaft wird Juda weggeführt insgesamt, weggeführt in voller Zahl!«19 Die Städte im Negeb sind verschlossen
und niemand kann sie öffnen.
Weggeführt wird ganz Juda, vollständig weggeführt.
20 Hebe deine Augen auf, Jerusalem, und sieh, wie sie von Norden daherkommen! Wo ist die Herde, die dir anvertraut war, deine prächtigen Schafe?20 Blick auf [Jerusalem]
und schau, wie sie kommen vom Norden! Wo bleibt da die Herde, die dir anvertraut war,
deine prächtigen Schafe?
21 Was wirst du sagen, wenn er die, welche du selbst als vertraute Freunde an dich gewöhnt hast, zum Oberhaupt (= zu Herren) über dich bestellt? Werden dich da nicht Wehen erfassen wie ein Weib in Geburtsnöten?21 Was wirst du sagen,
wenn man die Freunde, die du selbst an dich gewöhnt hast,
als Herren über dich setzt? Werden dich nicht Wehen ergreifen
wie eine gebärende Frau?
22 Und wenn du alsdann bei dir selber denkst: »Warum hat solches Leid mich getroffen?«, so wisse: Wegen deiner schweren Verschuldung wird dir die Schleppe aufgehoben, werden dir die Füße mit Gewalt entblößt.22 Und wenn du dich fragst:
Warum hat mich das alles getroffen?, so wisse: Wegen deiner großen Schuld wird deine Schleppe aufgehoben
und dein Leib vergewaltigt.
23 Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln und ein Pardel sein buntes Fell? Dann würdet auch ihr imstande sein gut zu handeln, die ihr an Bösestun gewöhnt seid.23 Ändert wohl ein Neger seine Hautfarbe
oder ein Leopard seine Flecken? Dann könntet auch ihr euch noch bessern,
die ihr ans Böse gewöhnt seid.
24 »Darum will ich sie zerstreuen wie Spreu, die vor dem Wüstenwinde verfliegt.24 So aber zerstreue ich euch wie Spreu,
die verfliegt, wenn der Wüstenwind weht.
25 Das ist dein Los, dein Teil, das ich dir zugemessen habe« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »weil du mich vergessen und dein Vertrauen auf Trug (= den Truggötzen) gesetzt hast.25 Das ist dein Los, dein Lohn,
von mir dir zugemessen - Spruch des Herrn -, weil du mich vergessen
und dich auf Lügen verlassen hast.
26 Darum will auch ich dir deine Schleppen vorn bis über das Gesicht hochziehen, damit deine Scham sichtbar wird.26 Nun hebe auch ich deine Schleppe auf,
bis über dein Gesicht,
sodass deine Schande offenbar wird,
27 Deine Ehebrecherei und dein brünstiges Wiehern, die Schmach deiner Buhlerei – auf den Hügeln wie im freien Felde habe ich deine Greuel gesehen! Wehe dir, Jerusalem, daß du dich nicht reinigst! Wie lange wird’s noch währen?«27 deine Ehebrüche, dein geiles Wiehern,
deine schändliche Unzucht. Auf den Hügeln und auf dem Feld
habe ich deine Gräuel gesehen. Weh dir, Jerusalem,
weil du dich nicht reinigst -
wie lange noch?