SCRUTATIO

Mittwoch, 8 Juli 2026 - Santi Aquila e Priscilla ( Letture di oggi)

Weisheit 7


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Menge BibelLXX
1 Auch ich bin zwar ein sterblicher Mensch gleich allen anderen und ein Abkömmling des erdgeborenen Ersterschaffenen;1 εἰμὶ μὲν κἀγὼ θνητὸς ἄνθρωπος ἴσος ἅπασιν καὶ γηγενοῦς ἀπόγονος πρωτοπλάστου καὶ ἐν κοιλίᾳ μητρὸς ἐγλύφην σὰρξ
2 dem Körper nach bin ich im Schoße meiner Mutter in zehnmonatlicher Frist gebildet, zusammengeronnen im Blut aus Mannessamen und der im Beischlaf sich zugesellenden Lust.2 δεκαμηνιαίῳ χρόνῳ παγεὶς ἐν αἵματι ἐκ σπέρματος ἀνδρὸς καὶ ἡδονῆς ὕπνῳ συνελθούσης
3 Auch ich sog nach meiner Geburt die allen gemeinsame Luft ein und fiel auf die Erde, wie das alle Kinder tun, indem ich den ersten Schrei auf die allen gleiche Weise weinend ausstieß;3 καὶ ἐγὼ δὲ γενόμενος ἔσπασα τὸν κοινὸν ἀέρα καὶ ἐπὶ τὴν ὁμοιοπαθῆ κατέπεσον γῆν πρώτην φωνὴν τὴν ὁμοίαν πᾶσιν ἴσα κλαίων
4 in Windeln wurde ich aufgezogen und unter Sorgen.4 ἐν σπαργάνοις ἀνετράφην καὶ φροντίσιν
5 Denn kein König hat einen andern Anfang seines Daseins gehabt: nein,5 οὐδεὶς γὰρ βασιλέων ἑτέραν ἔσχεν γενέσεως ἀρχήν
6 alle treten in gleicher Weise ins Leben ein und aus dem Leben hinaus.6 μία δὲ πάντων εἴσοδος εἰς τὸν βίον ἔξοδός τε ἴση
7 Darum betete ich, da wurde mir Einsicht verliehen; ich rief Gott an, da zog der Geist der Weisheit in mich ein.7 διὰ τοῦτο εὐξάμην καὶ φρόνησις ἐδόθη μοι ἐπεκαλεσάμην καὶ ἦλθέν μοι πνεῦμα σοφίας
8 Ich schätzte sie höher als Zepter und Thron und achtete den Reichtum für nichts im Vergleich mit ihr;8 προέκρινα αὐτὴν σκήπτρων καὶ θρόνων καὶ πλοῦτον οὐδὲν ἡγησάμην ἐν συγκρίσει αὐτῆς
9 keinen noch so unschätzbaren Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold ist neben ihr nur ein bißchen Sand, und Silber wird im Vergleich mit ihr als Unrat angesehen.9 οὐδὲ ὡμοίωσα αὐτῇ λίθον ἀτίμητον ὅτι ὁ πᾶς χρυσὸς ἐν ὄψει αὐτῆς ψάμμος ὀλίγη καὶ ὡς πηλὸς λογισθήσεται ἄργυρος ἐναντίον αὐτῆς
10 Mehr als Gesundheit und Schönheit liebte ich sie und zog ihren Besitz sogar dem Lichte vor, weil die von ihr ausgehende Helligkeit nie erlischt.10 ὑπὲρ ὑγίειαν καὶ εὐμορφίαν ἠγάπησα αὐτὴν καὶ προειλόμην αὐτὴν ἀντὶ φωτὸς ἔχειν ὅτι ἀκοίμητον τὸ ἐκ ταύτης φέγγος
11 Es kamen aber zugleich mit ihr alle anderen Güter in meinen Besitz, und ungezählten Reichtum brachte sie mit.11 ἦλθεν δέ μοι τὰ ἀγαθὰ ὁμοῦ πάντα μετ’ αὐτῆς καὶ ἀναρίθμητος πλοῦτος ἐν χερσὶν αὐτῆς
12 Ich freute mich aber aller dieser Dinge, weil die Weisheit ihre Führerin ist; ich wußte aber noch nicht, daß sie auch die Erzeugerin von ihnen allen ist.12 εὐφράνθην δὲ ἐπὶ πᾶσιν ὅτι αὐτῶν ἡγεῖται σοφία ἠγνόουν δὲ αὐτὴν γενέτιν εἶναι τούτων
13 Ohne Hintergedanken habe ich sie kennen gelernt, und ohne Neid mache ich jetzt Mitteilung davon; ich will ihren Reichtum nicht für mich zurückbehalten;13 ἀδόλως τε ἔμαθον ἀφθόνως τε μεταδίδωμι τὸν πλοῦτον αὐτῆς οὐκ ἀποκρύπτομαι
14 denn ein unerschöpflicher Schatz ist sie für die Menschen; alle, die ihn benutzen, verwenden ihn dazu, Freundschaft mit Gott zu schließen, dem sie sich durch die aus der Zucht stammenden Gaben empfohlen haben.14 ἀνεκλιπὴς γὰρ θησαυρός ἐστιν ἀνθρώποις ὃν οἱ κτησάμενοι πρὸς θεὸν ἐστείλαντο φιλίαν διὰ τὰς ἐκ παιδείας δωρεὰς συσταθέντες
15 Mir aber möge Gott verleihen, nach meinem Wunsche (oder der Einsicht gemäß?) zu reden und Erwägungen anzustellen, die der mir verliehenen Gabe würdig sind; denn er ist ebensowohl der Führer zur Weisheit als auch der Wegweiser (= Lenker) der Weisen.15 ἐμοὶ δὲ δῴη ὁ θεὸς εἰπεῖν κατὰ γνώμην καὶ ἐνθυμηθῆναι ἀξίως τῶν δεδομένων ὅτι αὐτὸς καὶ τῆς σοφίας ὁδηγός ἐστιν καὶ τῶν σοφῶν διορθωτής
16 In seiner Hand sind ja sowohl wir als auch unsere Worte und jegliche Einsicht und jedes Geschick für geschäftliche Leistungen.16 ἐν γὰρ χειρὶ αὐτοῦ καὶ ἡμεῖς καὶ οἱ λόγοι ἡμῶν πᾶσά τε φρόνησις καὶ ἐργατειῶν ἐπιστήμη
17 So hat er denn auch mir ein untrügliches Wissen von den Dingen verliehen, so daß ich mich auf den Bau der Welt und auf die Kraft der Elemente verstehe,17 αὐτὸς γάρ μοι ἔδωκεν τῶν ὄντων γνῶσιν ἀψευδῆ εἰδέναι σύστασιν κόσμου καὶ ἐνέργειαν στοιχείων
18 auf den Anfang und das Ende und die Mitte der Zeiten, auf den Wandel der Sonnenwenden und den Wechsel der Jahreszeiten,18 ἀρχὴν καὶ τέλος καὶ μεσότητα χρόνων τροπῶν ἀλλαγὰς καὶ μεταβολὰς καιρῶν
19 auf den Kreislauf der Jahre und die Stellungen der Gestirne,19 ἐνιαυτοῦ κύκλους καὶ ἄστρων θέσεις
20 auf die verschiedenartige Natur der Tiere und die wilden Triebe der Raubtiere, auf die gewaltigen Kräfte der Geister und die Gedanken der Menschen, auf die Verschiedenheiten der Pflanzen und die Heilkräfte der Wurzeln.20 φύσεις ζῴων καὶ θυμοὺς θηρίων πνευμάτων βίας καὶ διαλογισμοὺς ἀνθρώπων διαφορὰς φυτῶν καὶ δυνάμεις ῥιζῶν
21 Alles, was verborgen und offenbar ist, habe ich kennen gelernt; denn die Künstlerin von allen hat es mich gelehrt, die Weisheit.21 ὅσα τέ ἐστιν κρυπτὰ καὶ ἐμφανῆ ἔγνων ἡ γὰρ πάντων τεχνῖτις ἐδίδαξέν με σοφία
22 Denn in ihr wohnt ein Geist: denkend, heilig, eigenartig, vielteilig, fein, beweglich, durchsichtig, unbefleckbar, klar, unverletzlich, das Gute liebend, scharfsinnig, nicht zu hemmen, wohltätig, menschenfreundlich,22 ἔστιν γὰρ ἐν αὐτῇ πνεῦμα νοερόν ἅγιον μονογενές πολυμερές λεπτόν εὐκίνητον τρανόν ἀμόλυντον σαφές ἀπήμαντον φιλάγαθον ὀξύ
23 fest ohne Fehl, sorgenfrei, allgewaltig, alles übersehend und alle denkenden, reinen und feinen Geister durchdringend.23 ἀκώλυτον εὐεργετικόν φιλάνθρωπον βέβαιον ἀσφαλές ἀμέριμνον παντοδύναμον πανεπίσκοπον καὶ διὰ πάντων χωροῦν πνευμάτων νοερῶν καθαρῶν λεπτοτάτων
24 Denn die Weisheit ist beweglicher als alles andere, was sich bewegt; sie dringt und geht durch alles hindurch vermöge ihrer Reinheit.24 πάσης γὰρ κινήσεως κινητικώτερον σοφία διήκει δὲ καὶ χωρεῖ διὰ πάντων διὰ τὴν καθαρότητα
25 Denn sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und ein lauterer Ausfluß aus der Herrlichkeit des Allmächtigen; darum gerät auch nichts Beflecktes in sie hinein.25 ἀτμὶς γάρ ἐστιν τῆς τοῦ θεοῦ δυνάμεως καὶ ἀπόρροια τῆς τοῦ παντοκράτορος δόξης εἰλικρινής διὰ τοῦτο οὐδὲν μεμιαμμένον εἰς αὐτὴν παρεμπίπτει
26 Denn sie ist ein Abglanz des ewigen Lichts und ein fleckenloser Spiegel des göttlichen Wirkens und ein Abbild seiner Güte.26 ἀπαύγασμα γάρ ἐστιν φωτὸς ἀϊδίου καὶ ἔσοπτρον ἀκηλίδωτον τῆς τοῦ θεοῦ ἐνεργείας καὶ εἰκὼν τῆς ἀγαθότητος αὐτοῦ
27 Obgleich sie nur eine ist, vermag sie doch alles, und obgleich sie immer dieselbe bleibt, erneuert sie doch alles; und indem sie von Geschlecht zu Geschlecht in heilige Seelen eingeht, rüstet sie diese zu Gottesfreunden und Propheten aus.27 μία δὲ οὖσα πάντα δύναται καὶ μένουσα ἐν αὑτῇ τὰ πάντα καινίζει καὶ κατὰ γενεὰς εἰς ψυχὰς ὁσίας μεταβαίνουσα φίλους θεοῦ καὶ προφήτας κατασκευάζει
28 Denn nichts liebt Gott als den, der mit der Weisheit in vertrauter Gemeinschaft lebt.28 οὐθὲν γὰρ ἀγαπᾷ ὁ θεὸς εἰ μὴ τὸν σοφίᾳ συνοικοῦντα
29 Denn sie ist herrlicher als die Sonne und übertrifft jegliche feste Stellung der Gestirne und, mit dem Lichte verglichen, stellt sie sich als vorzüglicher heraus;29 ἔστιν γὰρ αὕτη εὐπρεπεστέρα ἡλίου καὶ ὑπὲρ πᾶσαν ἄστρων θέσιν φωτὶ συγκρινομένη εὑρίσκεται προτέρα 30τοῦτο μὲν γὰρ διαδέχεται νύξ σοφίας δὲ οὐ κατισχύει κακία
30 denn auf dieses folgt die Nacht, aber gegen die Weisheit vermag die Bosheit nichts.