SCRUTATIO

Sonntag, 5 Juli 2026 - Sant´Antonio Maria Zaccaria ( Letture di oggi)

Kohelet (Ekklesiastes) 8


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Menge BibelCATHOLIC PUBLIC DOMAIN
1 Wer ist wie der Weise und wer versteht sich auf die Deutung der Dinge? Die Weisheit erleuchtet (oder: verklärt) das Angesicht eines Menschen, so daß die Härte seiner Gesichtszüge verwandelt wird.1 The wisdom of a man shines in his countenance, and even the expression of a most powerful man will change.
2 Ich sage: Beobachte das Gebot des Königs, und zwar wegen des bei Gott geleisteten Treueides.2 I heed the mouth of the king, and the commandment of an oath to God.
3 Übereile dich nicht, ihm aus den Augen zu gehen (= von ihm wegzugehen), und laß dich auf keine böse Sache ein; denn er setzt alles durch, was er will,3 You should not hastily withdraw from his presence, nor should you remain in an evil work. For all that pleases him, he will do.
4 weil ja das Wort des Königs eine Macht ist; und wer darf zu ihm sagen: »Was tust du da?«4 And his word is filled with authority. Neither is anyone able to say to him: “Why are you acting this way?”
5 Wer das Gebot beobachtet, wird nichts Schlimmes erleben; wohl aber wird das Herz des Weisen die zur bestimmten Zeit eintretende richterliche Entscheidung erleben.5 Whoever keeps the commandment will not experience evil. The heart of a wise man understands the time to respond.
6 Denn für jede Sache gibt es eine zur bestimmten Zeit eintretende Entscheidung; doch der Übelstand lastet schwer auf dem Menschen,6 For every matter, there is a time and an opportunity, as well as many difficulties, for man.
7 daß er die Zukunft nicht kennt; denn wer könnte ihm ansagen, wie es in Zukunft sein wird?7 For he is ignorant of the past, and he is able to know nothing of the future by means of a messenger.
8 Kein Mensch hat Macht über den Wind, so daß er den Wind aufhalten könnte; ebensowenig ist jemand Herr über den Tag seines Todes; auch gibt es im Kriege keine Entlassung (oder: keinen Urlaub); und ebenso läßt die Gesetzesübertretung den nicht entkommen, der sie übt.8 It is not in the power of a man to prohibit the spirit, nor does he have authority over the day of death, nor is he permitted to rest when war breaks out, and neither will impiety save the impious.
9 Alles dieses habe ich gesehen, indem ich mein Augenmerk auf alles Geschehen (oder: Tun) richtete, das unter der Sonne stattfindet, solange ein Mensch über andere herrscht zu ihrem Unglück.9 I have considered all these things, and I have applied my heart to all the works which are being done under the sun. Sometimes one man rules over another to his own harm.
10 Dabei habe ich auch gesehen, daß Gottlose begraben wurden und zur Ruhe eingingen, während Leute, die rechtschaffen gelebt hatten, von der heiligen (oder: geweihten) Stätte wegziehen mußten und in der Stadt in Vergessenheit gerieten; auch das ist nichtig.10 I have seen the impious buried. These same, while they were still living, were in the holy place, and they were praised in the city as workers of justice. But this, too, is emptiness.
11 Weil der Urteilsspruch über böse Taten nicht schnell vollstreckt wird, darum ist das Herz der Menschen mit Mut erfüllt, Böses zu tun;11 For the sons of men perpetrate evils without any fear, because judgment is not pronounced quickly against the evil.
12 außerdem (auch aus dem Grunde), weil ein Sünder hundertmal Böses tut und doch lange am Leben bleibt – obgleich ich weiß, daß es den Gottesfürchtigen gutgehen wird, weil sie sich vor ihm (d.h. vor Gott) fürchten,12 But although a sinner may do evil of himself one hundred times, and by patience still endure, I realize that it will be well with those who fear God, who revere his face.
13 während es dem Gottlosen nicht gutgehen und er seine Tage nicht wie ein Schatten in die Länge ziehen wird, weil er sich vor Gott nicht fürchtet.13 So, may it not go well with the impious, and may his days not be prolonged. And let those who do not fear the face of the Lord pass away like a shadow.
14 Es gibt etwas Nichtiges, das auf Erden vorkommt, nämlich daß es Gerechte gibt, denen es so ergeht, wie es den Gottlosen nach ihrem Tun ergehen müßte, und daß es manchen Gottlosen so ergeht, wie es bei den Gerechten nach ihrem Tun der Fall sein müßte. Da habe ich mir gesagt, daß auch dies nichtig sei.14 There is also another vanity, which is done upon the earth. There are the just, to whom evils happen, as though they had done the works of the impious. And there are the impious, who are very secure, as though they possess the deeds of the just. But this, too, I judge to be a very great vanity.
15 So lobe ich mir denn die Freude, weil es für den Menschen nichts Besseres unter der Sonne gibt als zu essen und zu trinken und guter Dinge zu sein; und dies möge ihn bei seiner Mühsal begleiten während der Tage seines Lebens, die Gott ihm unter der Sonne vergönnt.15 And so, I praised rejoicing, because there was no good for a man under the sun, except to eat and drink, and to be cheerful, and because he may take nothing with him from his labor in the days of his life, which God has given to him under the sun.
16 Sooft ich mein Streben darauf richtete, zur Erkenntnis der Weisheit zu gelangen und alles Tun, das auf der Erde vor sich geht, zu beobachten,16 And I applied my heart, so that I might know wisdom, and so that I might understand a disturbance that turns upon the earth: it is a man, who takes no sleep with his eyes, day and night.
17 habe ich bezüglich des ganzen göttlichen Waltens erkannt, daß der Mensch, mag er auch seinen Augen weder bei Tag noch bei Nacht Schlaf zu finden vergönnen, das Walten, das sich unter der Sonne vollzieht, nicht zu ergründen vermag [insofern der Mensch trotz aller Mühe, mit der er es zu erforschen sucht, es doch nicht ergründet]. Denn auch wenn der Weise es zu erkennen vermeint, vermag er es doch nicht zu ergründen.17 And I understood that man is able to find no explanation for all those works of God which are done under the sun. And so, the more that he labors to seek, so much the less does he find. Yes, even if a wise man were to claim that he knows, he would not be able to discover it.