SCRUTATIO

Donnerstag, 9 Juli 2026 - Santi Aquila e Priscilla ( Letture di oggi)

Das zweite Buch der Makkabäer 9


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1 Um diese Zeit begab es sich, daß Antiochus seinen unrühmlichen Rückzug aus den zu Persien gehörenden Ländern angetreten hatte.1 Quasi nello stesso tempo, Antioco tornava con disonore dalle regioni della Persia.
2 Er war nämlich nach der Stadt namens Persepolis gezogen in der Absicht, den dortigen Tempel zu plündern und die Stadt zu behalten. Als nun infolgedessen die Einwohner sich in Menge erhoben und entschlossen zu den Waffen griffen, begab es sich, daß der König von den Eingeborenen geschlagen wurde und einen schimpflichen Rückzug antreten mußte.2 Egli era entrato, infatti, nella città chiamata Persepoli e aveva tentato di spogliarne il tempio e di impadronirsi della città; ma, essendo la moltitudine corsa alle armi, egli fu messo in fuga con i suoi. Così avvenne che Antioco, messo in fuga dagli indigeni, fece una vergognosa ritirata.
3 Als er dann in Ekbatana war, traf die Meldung bei ihm ein, wie schlimm es dem Nikanor und dem Heere des Timotheus ergangen sei.3 Quando egli fu nei dintorni di Ecbatana, venne a sapere ciò che era successo a Nicanore e a Timoteo.
4 Dadurch in Wut versetzt, nahm er sich vor, die Juden den Schimpf, den sie ihm durch seine Besiegung angetan hatten, entgelten zu lassen, und befahl daher seinem Wagenlenker, ohne Rast zu jagen und die Fahrt zu Ende zu bringen, während doch das Strafgericht vom Himmel her bereits über seinem Haupte schwebte. Denn so hatte er in seinem Übermut gesprochen: »Zum Totenacker der Juden will ich Jerusalem machen, wenn ich dorthin komme!«4 Acceso di sdegno, pensava di fare scontare ai Giudei anche l’obbrobrio ricevuto da coloro che lo avevano messo in fuga. Per questo comandò al cocchiere di accelerare il viaggio, marciando senza posa, poiché il giudizio di Dio già gli sovrastava. Egli aveva detto nella sua superbia: «Renderò Gerusalemme un cimitero di Giudei, appena vi giungerò».
5 Aber der Herr, der alles sieht, der Gott Israels, schlug ihn mit einer unsichtbaren und unheilbaren Krankheit. Kaum hatte er zu reden aufgehört, so wurde er von unerträglichen Schmerzen in den Gedärmen ergriffen und von grausamen Qualen im Leibe,5 Ma il Signore che vede tutto, Dio di Israele, lo percosse con una piaga insanabile e invisibile. Infatti; aveva appena pronunciato queste parole, che fu preso immediatamente da un forte dolore di ventre con crudeli tormenti agli intestini.
6 ganz mit Recht; er hatte ja andere Leute viele und unerhörte Martern im Inneren erdulden lassen.6 Ciò fu molto giusto, perché egli aveva tormentato le viscere altrui con molti tormenti inauditi.
7 Dennoch ließ er seinen maßlosen Stolz keineswegs fahren, sondern war immer noch voller Hochmut und schnaubte Feuer und Flammen in seiner Wut gegen die Juden und befahl, die Fahrt zu beschleunigen. Da geschah es, daß sein Wagen, der sausend dahinrollte, umschlug, so daß er einen schweren Fall tat, durch den alle seine Glieder verrenkt wurden;7 Ma egli non depose affatto l’arroganza, talmente egli era ancora pieno di superbia; anzi, spirando nell’animo fuoco contro i Giudei, comandò di accelerare la corsa. Ma cadde dal carro, che correva precipitosamente, e per la grave percossa gli si slogarono tutte le membra del corpo.
8 und der Mann, der soeben in seinem übermenschlichen Hochmut gemeint hatte, den Wellen des Meeres gebieten und die hohen Berge auf der Wagschale wägen zu können, war jetzt, zu Boden geworfen, in die Notlage versetzt, sich in einer Sänfte tragen zu lassen, für alle ein klarer Beweis der Macht Gottes.8 Colui, che nella sua sovrumana arroganza credeva di poter comandare anche alle onde del mare e pensava di poter pesare con la stadera le cime dei monti, dopo essere stato prostrato a terra, veniva ora portato in lettiga, rendendo così per tutti evidente la potenza di Dio.
9 Es kam so weit, daß aus dem Leibe dieses gottlosen Menschen Würmer in Menge hervorwuchsen und ihm bei lebendigem Leibe das Fleisch stückweise unter grausamen Schmerzen abfiel und das ganze Heer von dem unerträglichen Gestank der Fäulnis belästigt wurde.9 Dal corpo di quell’empio pullulavano vermi, mentre le sue carni ancora vive cadevano a pezzi fra dolori e strazi. Riguardo al suo odore, tutto l’esercito era nauseato dal suo fetore.
10 Und ihn, der jüngst noch wähnte, die Sterne am Himmel erreichen zu können den konnte jetzt niemand mehr tragen wegen der unerträglichen Beschwerde des Gestanks.10 Nessuno riusciva a portare per l’intollerabile lezzo colui che, poco prima, pareva toccasse gli astri del cielo.
11 Jetzt endlich fing der schwer Geplagte an, den größten Teil seines Hochmuts fahren zu lassen und zu richtiger Erkenntnis zu kommen, da er durch die Rute Gottes von Schmerzen gemartert wurde, die jeden Augenblick zunahmen.11 Soltanto ora, fra tante ferite, egli cominciava a deporre la straordinaria superbia e a comprendere il suo stato sotto il flagello divino mentre i suoi dolori aumentavano a ogni istante.
12 Und als er selbst den Gestank nicht mehr ertragen konnte, da erklärte er: »Es ist recht, daß man sich Gott unterwirft und als sterblicher Mensch sich nicht vermißt, Gott gleich zu stehen«.12 Infine, non potendo più sopportare neppure egli il suo fetore, disse queste parole: «È giusto sottomettersi a Dio. Non conviene che un mortale si faccia uguale a Dio».
13 Nun betete der Verruchte zu dem Herrn, der sich seiner nicht mehr erbarmen wollte, und gelobte,13 Quindi quello scellerato cominciò a far voti al Signore, che ormai non lo avrebbe più esaudito, dicendo
14 er wolle die heilige Stadt, auf die er loseilte, um sie dem Erdboden gleich zu machen und in einen Totenacker für die Juden umzuwandeln, für frei erklären14 che avrebbe dichiarato libera quella città santa, che correva a spianare al suolo e a rendere un cimitero;
15 und wolle die Juden, die er doch nicht einmal eines Begräbnisses für wert gehalten, vielmehr samt ihren Kindern den wilden Tieren und Raubvögeln zum Fraß hinzuwerfen beschlossen hatte, ebenso frei machen wie die Bürger von Athen.15 che avrebbe equiparato agli Ateniesi i Giudei, che aveva stabilito di non onorare neppure di sepoltura, ma di gettare insieme con i loro figli in pasto alle fiere e agli uccelli rapaci;
16 Weiter gelobte er, den heiligen Tempel, den er doch vormals geplündert hatte, mit den schönsten Weihgeschenken zu schmücken und alle heiligen Gefäße vielfach vermehrt wiederzuerstatten und aus eigenen Mitteln die Kosten zu den Opfern herzugeben;16 che avrebbe adornato di ricchissimi doni il santo tempio che poco prima aveva sacrilegamente saccheggiato, e che avrebbe restituito, in numero molto maggiore, le suppellettili sacre e provveduto con le proprie entrate alle spese per i sacrifici;
17 ja, er wolle selbst ein Jude werden und in der ganzen Welt herumreisen, um die Macht Gottes zu verkünden.17 infine, che egli si sarebbe fatto Giudeo e sarebbe andato per ogni luogo abitato a proclamare la potenza divina.
18 Da aber die Schmerzen durchaus nicht nachließen, weil das gerechte göttliche Strafgericht über ihn gekommen war, und er alle Hoffnung auf Genesung aufgab, schrieb er an die Juden den hier beigefügten Brief, der als eine Abbitte gelten kann und folgendermaßen lautete:18 Non calmandosi, però, i suoi dolori, perché era giunto su di lui il giusto giudizio di Dio, nella disperazione per la sua salute egli scrisse ai Giudei la seguente lettera, che aveva la forma di una supplica e si esprimeva così:
19 »Der König und Kriegsherr Antiochus wünscht den wackeren Juden, seinen Mitbürgern, viel Heil, Gesundheit und Wohlergehen.19 «Ai Giudei ottimi cittadini il re e comandante Antioco: salute, prosperità e felicità perfetta.
20 Wenn ihr nebst euren Kindern euch wohl befindet und eure Angelegenheiten euch nach Wunsch gehen, so sage ich Gott den größten Dank dafür und setze meine Hoffnung auf den Himmel.20 Se state bene insieme con i vostri figli e con i vostri averi, se si avverano i vostri desideri, io che spero solo nel Cielo,
21 Was aber mich betrifft, so liege ich hier krank danieder; eurer Achtung und Zuneigung gedenke ich in Liebe. Da ich bei meiner Rückkehr aus den persischen Landen in eine schwere Krankheit gefallen bin, so halte ich es für notwendig, für die allgemeine Wohlfahrt zu sorgen.21 mi ricordo con gratitudine del vostro onore e della vostra benevolenza. Ritornato dalle regioni della Persia e caduto in una grave malattia, ho creduto necessario aver cura della comune sicurezza di tutti.
22 Zwar verzweifle ich noch nicht an meinem Aufkommen, ich habe vielmehr gute Hoffnung, von dieser Krankheit zu genesen.22 Io non giudico affatto disperato il mio caso, anzi nutro seria speranza di scampare dall’infermità.
23 Indessen, da ich in Betracht ziehe, daß auch mein Vater, als er seinen Feldzug nach den oberen Gegenden unternahm, seinen Nachfolger bezeichnet hat,23 Ma, considerando che anche mio padre, quando compiva una spedizione militare nelle regioni settentrionali, designava il futuro successore,
24 damit im Falle eines unerwarteten Ereignisses oder bei einer schlimmen Nachricht die Einwohner wüßten, an wen die Regierung übergehen solle, und nicht in Unruhe gerieten,24 affinché, in caso di avvenimento imprevisto o di qualche notizia infausta, non si mettessero in agitazione le popolazioni sapendo a chi fosse affidato il potere,
25 und da ich auch bemerke, daß die benachbarten und an unser Reich angrenzenden Herrscher auf den günstigen Augenblick warten, bis sie erfahren, wie es mit mir abgelaufen sei, so bezeichne ich hiermit als König meinen Sohn Antiochus, den ich schon oft bei Gelegenheiten meiner Heerzüge in die oberen Provinzen den meisten von euch anvertraut und empfohlen habe. Ich habe an ihn den beigefügten Brief geschrieben.25 inoltre, considerando anche come i monarchi limitrofi e i principi vicini al mio regno spiino l’occasione ed aspettino gli eventi, ho designato re mio figlio Antioco che molte volte, quando mi recavo nelle regioni settentrionali, ho lasciato e raccomandato a moltissimi di voi. A lui io ho scritto la lettera qui allegata.
26 Ich bitte euch also inständig, daß ihr euch der Wohltaten erinnern wollt, die ich euch sowohl im allgemeinen als im besonderen erwiesen habe, und daß ihr allesamt mir und meinem Sohne euer Wohlwollen weiterhin bewahrt;26 Vi prego, dunque, e vi scongiuro di ricordare i miei benefici pubblici e privati, affinché ognuno conservi verso di me e mio figlio la benevolenza già esistente.
27 denn ich bin überzeugt, daß er meine Grundsätze befolgen und mit euch gütige und freundliche Verhältnisse unterhalten wird«.27 Io sono certo che egli, seguendo le. mie direttive, agirà con moderazione e umanità verso di voi».
28 So endigte dieser Menschenmörder und Gotteslästerer sein Leben in schrecklichen Leiden, wie er selbst sie anderen zugefügt hatte, in einem fremden Lande, im Gebirge, durch einen jammervollen Tod.28 In questa maniera quell’omicida e bestemmiatore, soffrendo tormenti atrocissimi, come egli aveva trattato gli altri, finì la vita in modo miserabile in terra straniera, sui monti;
29 Sein Jugendfreund Philippus besorgte seine Bestattung; da dieser aber den Sohn des Antiochus fürchtete, begab er sich nach Ägypten zu Ptolemäus Philometor.29 Ne trasportò il cadavere Filippo, suo compagno di infanzia, il quale, temendo il figlio di Antioco, si ritirò in Egitto presso Tolomeo Filometore.