Judit 10
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| Menge Bibel | Le Sainte Bible Vigouroux |
|---|---|
| 1 Als sie nun mit ihrem lauten Hilferuf zum Gott Israels zu Ende war und dieses ihr Gebet vollendet hatte, | 1 cf2Pendant que Tobie différait son départ à cause de ses noces, son père s'inquiétait et disait : D'où peut venir ce retard de mon fils, et qui peut le retenir là-bas ? |
| 2 stand sie vom Boden auf, rief ihre Zofe und stieg in das Gemach hinab, in welchem sie sich an den Sabbattagen und an ihren Festen aufzuhalten pflegte. | 2 Ne serait-ce pas que Gabélus est mort, et qu'il ne se trouve personne pour lui rendre l'argent ? |
| 3 Dort legte sie das Sacktuch ab, das sie sich umgebunden hatte, zog ihre Witwenkleider aus, nahm ein Wasserbad, salbte sich mit kostbarer Salbe, ordnete das Haar ihre Hauptes, setzte sich einen Kopfbund (= Frauenturban) auf und legte ihre Festtagskleider an, die sie bei Lebzeiten ihres Gatten Manasse regelmäßig getragen hatte. | 3 Il commença donc à s'attrister vivement, et Anne, sa femme, avec lui ; et ils se mirent ensemble à pleurer de ce que leur fils n'était pas revenu auprès d'eux au jour marqué. |
| 4 Dann tat sie Sandalen an ihre Füße, legte die Schrittkettchen und Armbänder, die Fingerringe und Ohrringe, überhaupt ihren gesamten Schmuck an und machte sich sehr schön, um allen Männern, die sie sehen würden, in die Augen zu fallen. | 4 Mais sa mère surtout versait des larmes inconsolables, et elle disait : Hélas ! hélas ! mon fils, pourquoi t'avons-nous envoyé si loin, toi la lumière de nos yeux, le bâton de notre vieillesse, la consolation de notre vie et l'espérance de notre postérité ? |
| 5 Weiter gab sie ihrer Zofe einen Lederschlauch mit Wein und einen Krug mit Öl, füllte einen Beutel mit Mehl und Feigen und reinen Broten, umwickelte alle diese Gefäße sorgfältig und belud ihre Zofe damit. | 5 Nous ne devions pas t'éloigner de nous, puisque toi seul nous tenais lieu de toutes choses. |
| 6 Hierauf gingen sie hinaus nach dem Tore der Stadt Betylua und fanden dort den Ozias und die Stadtältesten Chabris und Charmis stehen. | 6 Tobie lui disait : Tais-toi, et ne te trouble pas ; notre fils se porte bien ; cet homme avec qui nous l'avons envoyé est très fidèle. |
| 7 Als diese sie erblickten, und zwar so ganz verändert in der äußeren Erscheinung und Kleidung, verwunderten sie sich ob ihrer Schönheit über alle Maßen und sagten zu ihr: | 7 Mais rien ne pouvait la consoler ; et, sortant tous les jours de sa maison, elle regardait de tous côtés, et allait dans tous les chemins par lesquels elle espérait qu'il pourrait revenir pour tâcher de le découvrir de loin quand il reviendrait. |
| 8 »Der Gott unserer Väter möge dir vergönnen, Gnade zu finden und dein Vorhaben auszuführen zum Ruhme Israels und zur Verherrlichung Jerusalems!« | 8 Cependant Raguël disait à son gendre : Demeure ici, et j'enverrai à Tobie ton père des nouvelles de ta santé. |
| 9 Darauf warf sie sich anbetend vor Gott nieder und sagte zu ihnen: »Laßt mir das Stadttor öffnen, dann will ich das vollführen, wovon ihr mit mir geredet habt«. Da befahlen sie den jungen Männern, ihr das Tor zu öffnen, wie sie begehrt hatte. | 9 Tobie lui répondit : Je sais (parfaitement) que mon père et ma mère comptent maintenant les jours, et qu'ils sont accablés de chagrin. |
| 10 Als das geschehen war, ging Judith hinaus, und zwar in Begleitung ihrer Dienerin; die Männer in der Stadt aber sahen ihr nach, bis sie den Berg hinabgestiegen war und das Tal durchschritten hatte und sie nicht mehr zu sehen war. | 10 Et comme Raguël priait Tobie avec de grandes instances, et que celui-ci refusait de consentir, il lui remit Sara et la moitié de tout ce qu'il possédait en serviteurs, en servantes, en troupeaux, en chameaux, en vaches, et une grande quantité d'argent, et il le laissa partir plein de santé et de joie, |
| 11 Als die beiden nun im Tale geradeaus gingen, begegnete ihr die Vorhut der Assyrer; | 11 en lui disant : Que le saint ange du Seigneur soit en votre chemin ; qu'il vous conduise sains et saufs, et puissiez-vous trouver votre père et votre mère en bon état, et que mes yeux voient vos enfants avant que je meure. |
| 12 die hielten sie an und fragten sie: »Wer bist du? woher kommst du, und wohin willst du?« Da antwortete sie: »Ich bin ein hebräisches Weib und fliehe von ihnen weg, weil sie euch bald zum Fraß gegeben werden. | 12 Et les parents, prenant leur fille, la baisèrent et la laissèrent aller, |
| 13 Ich bin auf dem Wege zu Holofernes, dem obersten Befehlshaber eures Heeres, um ihm zuverlässigen Bericht zu erstatten und ihm die Möglichkeit anzugeben, wie er sich des ganzen Berglandes bemächtigen kann, ohne daß von seinen Leuten eine einzige lebende Seele verloren geht«. | 13 l'avertissant d'honorer son beau-père et sa belle-mère, d'aimer son mari, de régler sa famille, de gouverner sa maison, (et) de se conserver elle-même irrépréhensible. |
| 14 Als nun die Männer sie so reden hörten und ihr Angesicht erblickten, erschien sie ihnen geradezu als ein Wunder von Schönheit, und sie sagten zu ihr: | 14 Et lorsque ces hommes eurent entendu ses paroles, ils contemplèrent son visage, et la stupeur était dans leurs yeux, tant ils admiraient sa beauté. |
| 15 »Du hast dein Leben gerettet, indem du dich beeilt hast, zu unserm Herrn herabzukommen. So begib dich denn jetzt zu seinem Zelte; einige von unseren Leuten sollen dich geleiten, bis sie dich ihm persönlich übergeben haben. | 15 Et ils lui dirent : Vous avez sauvé votre vie en prenant cette résolution de descendre auprès de notre maître. |
| 16 Wenn du aber vor ihm stehst, so fürchte dich nicht, sondern teile ihm mit, wie du soeben gesagt hast, und er wird dir’s lohnen«. | 16 Et sachez que, lorsque vous paraîtrez devant lui, il vous traitera bien, et que vous serez très agréable à son coeur. Ils la conduisirent donc à la tente d'Holoferne, et la lui annoncèrent. |
| 17 Darauf wählten sie aus ihrer Abteilung hundert Mann zum Geleit für sie und ihre Zofe und führten sie so zum Zelte des Holofernes. | 17 Et lorsqu'elle fut entrée devant Holoferne, il fut aussitôt séduit par ses regards. |
| 18 Da entstand ein Zusammenlauf in dem ganzen Lager, denn das Gerücht von ihrer Ankunft war in die Zelte gedrungen; daher kam man herbei und umringte sie, während sie draußen vor dem Zelte des Holofernes stand, bis man sie bei ihm angemeldet hatte. | 18 Et ses officiers lui dirent : Qui pourrait mépriser le peuple des Hébreux, qui ont des femmes si belles, qu'elles méritent bien que nous combattions contre eux pour elles? |
| 19 Man war über ihre Schönheit erstaunt und war ihretwegen voller Bewunderung der Israeliten, so daß einer zum andern sagte: »Wer könnte dieses Volk verachten, das solche Weiber unter sich hat? Nein, es wäre nicht angebracht, daß auch nur ein einziger Mann von ihnen übrig bliebe; denn die, welche man übrig ließe, könnten die ganze Welt berücken«. | 19 Or Judith, voyant Holoferne assis sous son pavillon, qui était de pourpre et d'or, et d'émeraudes et de pierres précieuses, |
| 20 Endlich kamen die Leibwächter des Holofernes und alle zu seiner Umgebung Gehörigen heraus und führten sie in das Zelt hinein; | 20 jeta les yeux sur son visage, et l'adora en se prosternant jusqu'à terre. Et les serviteurs d'Holoferne la relevèrent par ordre de leur maître. |
| 21 Holofernes ruhte gerade auf seinem Lager unter einem Mückennetz, das aus Purpur- und Goldfäden und aus eingewebten Smaragden und anderen kostbaren Edelsteinen bestand. | |
| 22 Als man sie bei ihm angemeldet hatte, trat er in das Vorzelt hinaus, wobei silberne Leuchter vor ihm hergetragen wurden. | |
| 23 Als dann Judith ihm und den zu seiner Umgebung Gehörigen zu Gesicht kam, verwunderten sich alle über ihre Schönheit. Sie warf sich auf ihr Angesicht nieder und brachte ihm ihre Huldigung dar; doch seine Diener hoben sie auf. |